Es ist 22.00 Uhr. Haben Sie eine Ahnung wo ihre Kinder sind?
Schwer vorstellbar, dass sie unversehrt nach Hause kommen, wenn drei der weltschlimmsten Kinder mit dem schlechtesten Babysitter der Welt auf einem unvergesslichen nächtlichen Abenteuertrip durch die Straßen New Yorks unterwegs sind. Jonah Hill ist dieser Babysitter und der neue Film von David Gordon Green (PINEAPPLE EXPRESS („Ananas Express“, 2008) ist ein Highlight in der Kunst des schrägen und politisch inkorrekten Geschichtenerzählens.
Subversiv. Vulgär. Grenzüberschreitend. Das trifft nur auf die ersten paar Minuten von BAD SITTER zu, denn nach diesen 200 unvergesslichen Sekunden geht es erst richtig los mit einer ultrazotigen Sprache in extremer Deutlichkeit, mit gepflegtem Drogenmissbrauch, bösen Kneipenschlägereien und schwerem Diebstahl.
Zum Ensemble der Figuren gehören auch ein Drogenboss und sein schnellsprechender Partner, eine sexuell ausgesprochen selbstsüchtige Frau auf der ständigen Suche nach Kokain, ein Trio unvorstellbar durchgeknallter Kids und schließlich ein abgebrochener Student, der sich seinen Ruf als ein direkt der Hölle entsprungener Babysitter wenige Minuten nach seinem Auftauchen redlich verdient.
In diesen derben Humor von BAD SITTER werden ganz unerwartet ruhige und sanfte komödiantische Momente gewoben, mit denen sich die Zuschauer wirklich identifizieren können. Das Herz, die Seele und der titelgebende Antiheld des Films ist Jonah Hill, der sich mit den Filmen THE 40-YEAR-OLD VIRGIN („Jungfrau (40), männlich, sucht”, 2005), KNOCKED UP („Beim ersten Mal“, 2007) und SUPERBAD („Superbad“, 2007) einen Namen als hervorragender und origineller Comedian gemacht hat und der zuletzt für seine Leistung als dramatischer Schauspieler in dem Independent-Film CYRUS („Cyrus“, 2010) und, mit Brat Pitt, in dem Kritiker- und Boxoffice-Hit MONEYBALL („Die Kunst zu gewinnen — Moneyball“, 2011) gefeiert wurde.
Noah, Hills Figur in BAD SITTER, ist alles andere als der typische Unterhalte-die-Kinder-egal-wie-langweilig-es-ist-Typ eines Babysitters. Er übernimmt den Job widerwillig. Er würde lieber etwas anderes machen, chillen zum Beispiel. „Noah ist eher der Typ eines Couch-Potato-Babysitters, der sich einen Burrito einverleibt und den Kids signalisiert: ‚Tut lieber was ich sage, oder ich bring euch um’“, sagt Hill.
Um ganz sicher zu gehen, dass der Film die größtmögliche komödiantische und emotionale Wirkung erzielt, arbeitete Jonah Hill, zugleich Ausführender Produzent von BAD SITTER, sehr eng mit seinem Regisseur David Gordon Green zusammen. „Der Humor in BAD SITTER ist grob und zotig, aber unter dieser derben Oberfläche versteckt sich ein Goldenes Herz“, sagt Green, dessen Blockbuster-Comedy PINEAPPLE EXPRESS („Ananas Express“, 2008) das Yin und Yang von Zotigkeit und Herz trefflich miteinander vermischt hat.
„David hat einen unglaublichen Sinn für Humor“, sagt Hill, „aber je näher ich ihn kennen lernte, desto klarer wurde mir, dass wir auch die Neigung teilten, überraschende Verbindungen, unerwartete Aspekte und Details in den Film einzubringen.“













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