Botero – Geboren in Medellin

Zu Fernando Boteros 75. Geburtstag erzählt Peter Schamoni die bewegende Erfolgsgeschichte des in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen kolumbianischen Künstlers. Anfänglich hatte Botero um Anerkennung zu kämpfen, mittlerweile sind Menschen aller Kontinente begeistert von seinen Bildern und Skulpturen. Botero hat für sich einen Stil gefunden, an dem man ihn sofort erkennt: farbenfroh und üppig. Doch Schamoni zeigt nicht nur diesen Botero, sondern auch, dass sich hinter dem Klischee des Naiven ein Künstler entdecken läßt, der auch auch vor ernsten Themen nicht zurückschreckt. Die Bilder, die die Verbrechen der Amerikaner in Abu Ghraib zeigen, sind einzigartig. Schamoni begleitete den Künstler nicht nur in seine Skulpturen-Werkstatt in der Toskana, und in sein Pariser Maler-Atelier, auch in Kolumbien selbst wurde gedreht. Schamoni nimmt den Zuschauer mit auf die gemeinsame Reise mit dem Maler, läßt ihn teilhaben an der Welt, in der der Künstler lebt und arbeitet, an den Höhen und Tiefen in seinem Leben. Peter Schamoni, der Botero seit vierzig Jahren kennt, hat den Künstler für das Kino neu sichtbar gemacht.

Der Regisseur begleitet den Ausnahmekünstler um die Welt, erzählt abwechslungsreich und unterhaltsam, mit Hilfe moderner cineastischer Stilmittel. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch Botero, den Schamoni seit vierzig Jahren kennt: Ein Mann des Volkes, der beim Stierkampf von seinen Landsleuten gefeiert wird, der die Kunst zu den Menschen bringt. Aus vielen Facetten setzt sich ein umfassendes Künstlerporträt zusammen. Dabei offenbart vor allem der 2005 entstandene Abu-Ghrai-Zyklus, der einen Neuanfang in seinem Werk markiert, die Vielschichtigkeit seines Schaffens und zeigt einen Botero, den kaum einer kennt.
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