Starbuck

Starbuck © 2012 Ascot Elite

STARBUCK - die Story

Mit 42 hat es David Wozniak (Patrick Huard) nicht weiter gebracht als zum Ausfahrer für die väterliche Metzgerei. Und selbst diesen Job erledigt er mehr schlecht als recht. Dummerweise schuldet er ein paar Gangstern auch noch $ 80.000. Sein Versuch, mit einer kleinen Marihuana-Plantage Geld zu verdienen, scheitert kläglich. Bei seiner Unzuverlässigkeit ist es kein Wunder, dass sich seine Freundin Valérie (Julie Le Breton) von ihm trennen will. Und das, obwohl sie ein Kind von ihm erwartet! Das sei ohne Vater besser aufgehoben, meint sie. Da kann er noch so lange beteuern, er wolle sich ändern. Davids einzige Talente scheinen darin zu bestehen, regelmäßig seine Motiv-T-Shirts zu wechseln. Und immerhin — beim Feierabendkick mit Papa (Igor Ovadis) und Brüdern (Dominic Philie, Marc Bélanger) trifft er gelegentlich das Tor. Aber es kann immer noch schlimmer kommen...

STARBUCK - der Trailer



STARBUCK - die Story (Fortsetzung)

Eines Tages steht ein schmieriger Anwalt in seiner Wohnung, der ihn an eine längst verdrängte Episode seiner Vergangenheit erinnert. Zwischen 1990 und 1992 spendete David mehrfach Sperma — für $ 35 pro Dosis. Aufgrund eines Fehlers verwendete die Klinik ausschließlich das Ergebnis seiner Handarbeit — das Resultat: 533 Kinder. Zwar ist der anonyme Vater noch von dem Pseudonym ‚Starbuck’ — nach dem gleichnamig-legendären Zuchtbullen — geschützt, aber 142 seiner Sprösslinge haben eine Sammelklage angestrengt, um seine wahre Identität zu erfahren.

Wenigstens muss er nicht lange nach einem Anwalt suchen. Sein bester Freund (Antoine Bertrand), selbst mit vier Kindern gesegnet-gestraft, ist verkrachter Jurist. Der freut sich schon auf den Fall seines Lebens, aber dann beginnt David, ganz ungeahnte Gefühle zu entwickeln. In weiser Voraussicht hat ihm die Gegenseite Informationen zu den 142 Klage-Kindern zukommen lassen. Erst will er keinen Blick darauf werfen, bis die Neugier siegt. Und der erste Kandidat ist ein Volltreffer: ein Fußballstar! Der Regler für Vaterstolz geht von 0 auf 100.

Von diesem Resultat ermutigt, nimmt sich der Superpapa seinen nächsten Sprössling vor: den hoffnungsvollen Schauspieler Étienne (Patrick Martin), der wegen seines Jobs als Kellner das Vorsprechen seines Lebens zu verpassen droht. Das kann nicht angehen. David springt spontan als Ersatz ein, gibt ihm die Schlüssel zu seinem Auto und drängt ihn, zum Vorsprechen zu fahren. Das kostet zwar seinen Sohn die Stelle — aber dafür bekommt er die Rolle.

Kritischer sieht es bei Julie (Sarah-Jeanne Labrosse) aus, einer Drogenabhängigen, die sich gerade den ‚goldenen Schuss‘ setzt, als David — verkleidet als Pizzabote — in ihre Wohnung kommt. Er rettet ihr das Leben und bringt sie ins Krankenhaus, wo sie ihn prompt als ihren Vater ausgibt. Denn er soll ihre Entlassungspapiere unterschreiben, damit sie morgen ihre lang ersehnte Arbeitsstelle antreten kann, anstatt ins Methadon-Programm zu gehen. Nur so könne sie von ihrer Sucht loskommen. Seinen Gefühlen vertrauend, lässt er sich dazu überreden. Und Julie rechtfertigt sein Vertrauen: Am nächsten Morgen erscheint sie pünktlich zu ihrem Job.

Solche Erfolge verleihen Flügel: David avanciert zum Schutzengel, der immer mehr in das Leben seiner Riesenfamilie eingreift. Er wird zum Fan eines Straßenmusiker-Sohns und zum Stammkunden einer Maniküristinnen-Tochter; der denkbar unbegabte Wassersportler geht sogar regelmäßig ins Schwimmbad, wo ein weiterer Filius als Bademeister arbeitet und ihm dann schließlich das Leben retten darf. Selbst zu seinem schwerstbehinderten Sohn Rafael, der einsam in einem Heim vor sich hindämmert, baut er Kontakt auf.

Sein Advokaten-Freund indes kann das nicht nachvollziehen. Aber er hat eine neue Strategie: David soll auf unzurechnungsfähig plädieren. Welcher Vater, der seine Identität verstecken will, nimmt schon mit seinen Kindern Kontakt auf? Das sei der beste Beweis für seine angeknackste Psyche. Aber in Wirklichkeit strahlt David ein ganz neues Lebensgefühl aus, was auch Valérie nicht entgeht. Sie ernennt ihn zum „Vater auf Probe“. Dass ihr Kind eigentlich nur Sprössling 534 ist, weiß sie ja nicht.

David wiederum zieht weiter als selbst ernannter Schutzengel durch die Stadt. Als er einem seiner Söhne in ein Hotel folgt, findet er sich unversehens in einer Versammlung seiner Kinder wieder, die den Fortgang der Sammelklage besprechen. Plötzlich reicht man ihm ein Mikrofon, die Blicke aller Anwesenden sind auf ihn gerichtet. Soll er sich outen? Er hat eine bessere Idee. Es gebe etwas Wichtigeres als die Identität Starbucks, meint er zur neuen Wozniak-Generation. „Ihr seid doch alle Brüder und Schwestern“, appelliert er an ihren Gemeinschaftsgeist. Tatsächlich schlägt die Stimmung um, sein versammelter Nachwuchs entdeckt geschwisterliche Gefühle füreinander.

Draußen vor dem Eingang begegnet er Julie und ein paar anderen seiner Schützlinge, die ihn von seinen „Einsätzen“ kennen. Er stellt sich als Adoptivvater von Rafael vor, der wegen seiner Behinderung nicht selbst an dem Treffen teilnehmen konnte.

Doch nicht alle vermag er mit seinen Scharaden zu täuschen: Antoine (David Michael), ein junger Gruftie, ebenfalls mit Wozniak-Genen ausgestattet, hat ihn durchschaut und stattet ihm einen unerwarteten Besuch ab. Allerdings hat er nicht vor, David zu verraten, da er ihn allein für sich als Vater haben möchte. Obwohl das absolute Gegenteil (Vegetarier!) seines Erzeugers (Fleischer!), hofft er doch insgeheim auf dessen Anerkennung, die er dann auch bekommt. Selbst wenn das bedeutet, dass er, obwohl völlig unsportlich, sich als Fußballer versucht.

Parallel macht Davids Beziehung zur hochschwangeren Valérie weiter Fortschritte. Bester Beweis: Sie kommt zum offiziellen Familien-Dinner bei den Wozniaks. Selbst wenn seine Brüder mit großem Vergnügen Peinlichkeiten aus Davids Vergangenheit ausbreiten, erfährt sie auch sehr Anrührendes über den Vater ihres Kindes: Wie er mit 20 das Geld auftrieb, um seinen Vater und seiner kranken Mutter einen langersehnten Venedig-Urlaub zu finanzieren. Spätestens seit diesem Abend weiß sie, welch liebevollen Partner sie gefunden hat.

Doch der hat noch andere Verpflichtungen. Denn die neue Bruder-Schwesternschaft der 142 Kinder zelebriert ihre Familiengefühle bei einem Wochenende am See. Auf Antoines Druck nimmt er daran teil, findet aber schnell Gefallen an dem Zusammensein mit seinen Söhnen und Töchtern.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis er sich allen als Vater offenbart. Gegenüber dem behinderten Rafael tut er das bereits in einem innigen Moment. Aber das Schicksal will es anders. Oder genauer gesagt: die moderne Medienwelt. Denn Fotos des Familientreffens landen in den Zeitungen, und der mysteriöse Starbuck wird zum Phänomen — national und international. Und damit auch zum Gespött. „El Masturbator“ feixen Davids Kicker-Freunde, „der ist pervers“, meint Valérie, die mit ihrem Urteil bei weitem nicht die einzige ist.

Gleichzeitig lassen Davids Gangster-Gläubiger nicht locker. Nachdem sie David fast ertränkt haben, um endlich das Geld aus ihm herauszupressen, das er ihnen schuldet, malträtieren sie nun auch noch seinen Vater. Für dieses Problem sieht Davids Freund und Anwalt eine Lösung: Er will die Klinik, die die Identität ihres fleißigen Samenspenders nicht hinreichend geschützt hat, mit einer Gegenklage überziehen. Gewinnen sie den Fall, winkt ein erklecklicher Schadensersatz. Die Gangster würden ihr Geld zurückbekommen und David hätte wieder seinen Frieden. Nicht nur könnte er so mit Valérie und dem neuen Erdenbürger, dessen Ankunft unmittelbar bevorsteht, ein normales Familienleben führen, auch die öffentliche Blamage durch seine Enttarnung bliebe ihm erspart. So würde aus dem ewigen Verlierer endgültig ein Siegertyp. Doch die Dinge entwickeln sich anders als gedacht. Denn Davids Anwalt hat ganz eigene Probleme, die mit Ende des Prozesses offenbar werden...

Szene Fotos und Trailer

Details zu Starbuck

Titel:Starbuck
(Kanada 2011)
Verleih:Ascot Elite
Genre:Komödie
Regie:Ken Scott
Darsteller:Dominic Philie, Julie LeBreton, Patrick Huard
Spielzeit:103 Minuten
Filmstart:16. August 2012
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Kommentare und Bewertungen zu Starbuck

1
Ursula Guht
Rating: 4 / 5
wrote on 02.10.2012 22:51
Sehr witzig, sehr gute Schauspieler
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