Vor
zwei Jahren dachte Jason Bourne (Matt Damon),
er wäre seiner Vergangenheit endgültig
entkommen. Doch nun steht seine Vergangenheit
wieder vor der Tür...
Bei einer riskanten Geheimaktion in Berlin kommt
ein CIA-Agent ums Leben. Interne Untersuchungen
fördern schnell einen Fingerabdruck des Täters
zu Tage. Es ist der Fingerabdruck von Jason Bourne.
Bourne war einst ein hochspezialisierter Agent
und Killer, der für den USGeheimdienst die
Kohlen aus dem Feuer holte. Seit zwei Jahren war
er spurlos verschwunden. Im Zuge der Ermittlungen
stellt CIA-Mitarbeiterin Pamela Landy (Joan Allen)
Nachforschungen über den mysteriösen
Top-Agenten an. Alles scheint zunächst darauf
hinzudeuten, dass Bourne in das Mordkomplott verwickelt
ist. Aber Landy wird misstrauisch. Die Puzzelstücke
wollen einfach nicht richtig zusammenpassen...
Noch
hat Jason Bourne keinen blassen Schimmer von dem,
was sich da hinter seinem Rücken zusammenbraut.
Es scheint, dass er und Marie (Franka Potente) schon
viel zu lange ein anonymes Leben im Untergrund führen,
das von ständigem Ortswechsel geprägt ist.
Getrieben von bruchstückhaften Albträumen
und überschattet von einer Vergangenheit, an
die er sich nicht erinnern kann, ziehen Bourne und
Marie von Stadt zu Stadt und versuchen dabei, der
latent tödlichen Bedrohung immer einen Schritt
voraus zu sein. Jeder Blick eines Fremden, jeder Anrufer,
der „falsch verbunden“ sagt, könnte
das Ende der Tarnung und damit den sicheren Tod bedeuten.
Vor allem Bourne ist sich jeden Augenblick bewusst,
dass er ohne jegliche Vorwarnung zurück in jene
Welt hineingezogen werden könnte, die er weit
hinter sich gelassen zu haben hofft. Goa, Indien.
Als
in dem idyllischen Küstenstädtchen, wo Bourne
und Marie vorübergehend ein Zuhause gefunden
haben, plötzlich ein russischer Killer auftaucht,
lassen die beiden alles stehen und liegen und versuchen
diesen Ort so schnell wie möglich zu verlassen.
Sie wissen nur zu gut: Die einzige Möglichkeit
zu überleben liegt in der Flucht. Doch diesmal
scheint das Schicksal sie im Stich zu lassen... Wenn
eine bestimmte Grenze aber erst überschritten
ist und es in einem neuen, weltweiten Katz-und-Maus-Spiel
um noch höhere Einsätze geht als beim ersten
Mal, dann kehrt der Jason Bourne
zurück, den Treadstone - die zerschlagene US-Geheimorganisation,
die kaltblütige Berufsmörder ausbildete
- erschaffen hat. Und aus dem Schläfer Jason
Bourne wird wieder eine eiskalte und tödlich
präzise Kampfmaschine. Ihr Ziel: Die wahren Mörder
des CIA-Agenten zu enttarnen und aufzudecken, wer
und was hinter dieser Verschwörung steckt...
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Im
Jahre 2002 erblickte mit dem Kinostart von „Die
Bourne Identität“ ein überraschender
Held das Licht der Kinoleinwand in der Verfilmung
von Robert Ludlums Romanbestseller. Der Protagonist:
ein Profi-Killer, der versucht, sein Gedächtnis
wieder zu erlangen und den dunklen Gestalten aus seiner
Vergangenheit, die ihn verfolgen und töten wollen,
zu entkommen. Herausragend in diesem actiongeladenen
und ausgeklügelten Spionage-Thriller war die
großartige Darstellung des scheinbar nicht typgerecht
besetzten Matt Damon in der Rolle des Jason Bourne.
Dieser Film brachte Universal das beste Einspielergebnis
unter den USKinostarts des Jahres und wurde zur Nummer
eins im DVD/Videoverleih des Jahres 2003. Als Fortsetzung
des überragenden weltweiten Erfolges von „Die
Bourne Identität“ bringt Universal nun
den zweiten Teil von Ludlums Serie auf die Kinoleinwand,
in dem Matt Damon erneut als Profi-Killer Jason Bourne
auftritt: DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG.
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Vor
zwei Jahren kehrte Bourne der tödlichen Geheimagenten-Welt,
die ihn erschuf, den Rücken – und schwor
Rache, sollte ihn jemals wieder jemand zu kontaktieren
versuchen. Jetzt gab es diesen Kontaktversuch –
und Bourne hat vor, seinen Schwur wahr zu machen.
Sie hätten ihn in Frieden lassen sollen. In DIE
BOURNE VERSCHWÖRUNG taucht Bourne erneut in die
Schattenwelt seines Lebens als todbringender Experte
ein. Noch immer wird er von schmerzlichen Bruchstücken
der Erinnerung an sein vergangenes Leben geplagt.
DIE
BOURNE VERSCHWÖRUNG setzt die Geschichte des
ehemaligen Killers fort und greift den roten Faden
wieder auf, um den unbeantworteten Fragen aus dem
internationalen Kinoerfolg „Die Bourne Identität“
nachzugehen. Erneut in ihren unvergesslichen Rollen
aus „Die Bourne Identität“ sehen
wir natürlich Matt Damon als Jason Bourne, Franka
Potente als Marie, Brian Cox als Abbott, Julia Stiles
als Nicky und Gabriel Mann als Danny Zorn. Hinzugekommen
sind nun Tom Gallop („A.I. – Artificial
Intelligence“) als Tom Cronin, Karl Urban („Der
Herr der Ringe“-Trilogie) als Killer-Rivale
Kirill sowie die dreifach zum Oscar nominierte Joan
Allen („Rufmord – Jenseits der Moral“,
„Nixon“) als Agentin Pamela Landy.
Der
spannende Einsatz von internationalen Drehorten und
der kraftvolle Stil des Avantgarde-Regisseurs Paul
Greengrass (Autor und Regisseur des preisgekrönten
„Bloody Sunday“) führen den aggressiven
Stil und die frische, ungewöhnliche Perspektive
weiter, die mit „Die Bourne Identität“
eingeführt wurden. Drehbuchautor ist Tony Gilroy
(„Die Bourne Identität“), basierend
auf dem gleichnamigen Roman von Robert Ludlum. Produziert
wurde DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG vom mehrfach zum
Oscar nominierten Produzenten Frank Marshall („Seabiscuit
– Mit dem Willen zum Erfolg“), von Patrick
Crowley („Die Bourne Identität“)
und Paul Sandberg („Ich habe nur meine Frau
zerlegt“). Ausführende Produzenten sind
Doug Liman („Swingers“), Jeffrey M. Weiner
und Henry Morrisson.
Zu
den hochkarätigen Talenten hinter der Kamera
gehören Kameramann Oliver Wood („Die Bourne
Identität“), Produktionsdesigner Dominic
Watkins („Bad Boys II“), die Cutter Christopher
Rouse („Paycheck – Die Abrechnung“)
und Richard Pearson („The Rundown“), Kostümdesignerin
Dinah Collin („Bloody Sunday“) und Komponist
John Powell („The Italian Job – Jagd auf
Millionen“).
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Mit
dem überragenden weltweiten Erfolg von „Die
Bourne Identität“ im Jahre 2002 haben die
Macher der Kino-Welt nicht nur die Figur des Profi-Killers
Jason Bourne (aus Robert Ludlums Roman-Bestsellern)
geschenkt, sondern auch etwas, wonach sich alle Kinobesucher
im Sommer sehnen: ein Blockbuster mit Stil und Substanz.
Indem Bourne statt wie in den Romanen beschrieben
nicht in der Zeit des Kalten Krieges agiert, sondern
in das Europa nach dem Fall der Mauer versetzt wurde,
konnte ein faszinierender Anti-Held neu erschaffen
und ins neue Millennium transportiert werden.
„Wir
haben einen intellektuellen Spionage-Film gemacht,
einen paranoiden Thriller, aber auf ganz unkonventionelle
Art und Weise“, erinnert sich Produzent Frank
Marshall. „Matt die Hauptrolle zu geben hieß,
ihn gegen seinen Typ zu besetzen – und das stellte
sich als die perfekte Entscheidung heraus. In diesem
Film wurde ein unkonventioneller Action-Held geboren;
und er erwies sich als dermaßen faszinierend,
dass wir seine Geschichte fortsetzen wollten.“
Matt Damon erinnert sich: „Ich war nicht der
erste Schauspieler, an den für ein Projekt wie
„Die Bourne Identität“ gedacht wurde.
Denn ich musste zunächst die Schwierigkeit überwinden,
dass ich so jung wirke, also nicht unbedingt wie ein
kaltblütiger, versierter Killer. Doch indem ich
gegen die Erwartungen anspielte, hatte ich das Gefühl,
dies sei eine echte Chance, um etwas ganz anderes
zu erschaffen als in den üblichen Action-Movies.
Wir haben sehr hart daran gearbeitet, um mich in möglichst
viele Action-Situationen und Stunts einzubinden, damit
meine Darstellung absolut glaubwürdig wirkt.“
Robert
Ludlums Roman „The Bourne Supremacy“,
der zweite in seiner erfolgreichen Serie von Spionage-Thrillern
mit dem Protagonisten Jason Bourne, erschien im Jahre
1986. Er hielt sich 25 Wochen auf der Bestseller-Liste
der The New York Times und war acht Wochen lang die
Nummer eins. Die erfahrenen Produzenten Marshall und
Patrick Crowley waren vor allem von der innovativen
Erzählform und der unkonventionellen Herangehensweise
begeistert, die den ersten Film zu einem weltweiten
Erfolg an den Kinokassen hatten werden lassen. Die
Hochspannung und die von den Figuren vorangetriebene
Story in „Die Bourne Identität“ wurden
durch eine Vielzahl von Elementen erzielt, Elemente,
die es zu reaktivieren galt, um so dem altehrwürdigen
Spionage-Thriller neues Leben einzuhauchen. Robert
Ludlums klassische Vorlage - ein Profi-Killer leidet
an Amnesie und kommt seiner Vergangenheit nur allmählich
auf die Spur – sollte auch beim zweiten Mal
einen ganz neuen, originellen Dreh bekommen. Deshalb
arbeiteten Marshall und Crowley auch wieder mit Drehbuchautor
Tony Gilroy zusammen, einem der Ko-Autoren von „Die
Bourne Identität“, um mit ihm zusammen
eine Story zu kreieren, für die es sich lohnt,
Jason Bournes zuvor begonnene Reise fortzuführen.
Frank
Marshall meint: „Wir wollten nicht einfach eine
Fortsetzung drehen. Was in dem ersten Film so gut
funktioniert hatte, war die Tatsache, dass so viele
Dinge ganz unerwartet waren – dass die Rollen
entgegen allen Erwartungen mit scheinbar nicht typgerechten
Schauspielern besetzt wurden, dass man darin über
die herkömmlichen Verfolgungsjagden und Action-
Filme hinausgeht. Wenn das Ziel also lautet, für
einen solchen Film eine Fortsetzung zu drehen, dann
hat man bereits gegen sich selbst verloren, denn genau
das wird ja erwartet.“ Produzent Patrick Crowley
sagt: „Was uns alle bei den frühen Vorführungen
von „Die Bourne Identität“ so beeindruckt
hat, war die Reaktion der Zuschauer. Die Leute sagten:
Wahnsinn, wir fanden es toll, dass ihr uns zum Nachdenken
gebracht habt, dass ihr uns nicht gesagt habt, was
dahinter steckt.’ Und das ist es, was man wieder
liefern muss – nur muss es diesmal noch besser
sein.“ Matt Damon fügt hinzu: „Wir
haben an der Idee festgehalten, dass die Action die
Figuren immer weiterentwickelt, dass sie aus der Geschichte
heraus emporwachsen. Wir wollten wirklich eine Story
aufbauen, in der die Action in die Figuren und ihre
Situationen eingebunden ist – so kann man daran
glauben, dass es um gewöhnliche Menschen geht,
die in ungewöhnliche Umstände geraten. Das
sprengt so ziemlich die herkömmliche Action-Formel,
und ist für mich einer der faszinierenden Aspekte
an der Fortsetzung von Bournes Geschichte.“
Marshall
stimmt zu: „Die Action wird von den Figuren
angetrieben, und die Motivationen der Figuren entstammen
aus realistischen Vorfällen – es geht nicht
nur um Actionszenen als Selbstzweck.“ Nachdem
Jason und Marie schließlich in einem sonnigen
Dorf an der griechischen Küste in Sicherheit
waren, mussten die Filmemacher einen Weg finden, um
die Story wieder in Gang zu bringen. „Einfach
gesagt brauchten wir einen Einstieg, um Jason Bourne
wieder ins Spiel zu bringen“, erzählt Produzent
Frank Marshall, „aber der übliche Rachefeldzug
hat uns nicht interessiert. Obwohl dieses Element
schon eine Rolle spielt, haben wir nach etwas anderem
gesucht.“
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Von
Beginn an stellten die Bourne-Geschichten die Filmemacher
vor etliche Herausforderungen. Ludlums ungeheuer beliebte
Romane wurden vor dem Hintergrund des Kalten Krieges
verfasst, unter dem Damoklesschwert der Bedrohung
durch den internationalen Terroristen Carlos. Doch
Henry Morrisson, Ludlums langjähriger Freund
und Literaturagent, erzählt: „Der Kalte
Krieg war per se für ihn nicht wichtig. Das war
einfach etwas, das die Menschen betraf, es ging darum,
wie Großkonzerne und Regierungen damit begannen,
die Menschen zu manipulieren und ihre Freiheit einzuschränken.
Das war das eigentliche Thema seiner Bücher.“
Der
Erfolg des ersten Films war der Beweis für die
Zeitlosigkeit von Ludlums geheimnisvollen Protagonisten
und für die Fähigkeit der Filmemacher, eine
neue Art von Helden in einem unkonventionellen Action-Film
zu präsentieren. Die Filmemacher hatten bewiesen,
dass sie Bourne mit Erfolg aus der Zeit des Kalten
Krieges in das 21. Jahrhundert versetzen konnten,
wo die Schwarz-Weiß-Malerei zwischen Schurke
und Held nicht länger existiert. Genau wie im
ersten Film entlehnten sie einen Ansatz der Story
aus Ludlums Roman, um so ein Sprungbrett für
Jason Bournes Rückkehr zu schaffen. „Im
zweiten Buch gibt es einen Zwischenfall mit Marie:
Sie wird gekidnappt und als Geisel festgehalten, um
Bourne zur Rückkehr zu zwingen“, erläutert
Frank Marshall den Kern der zweiten Geschichte. „Und
Bourne drohte schon im ersten Film damit, sie alle
zur Strecke zu bringen, sollten sie jemals wieder
in seine Nähe kommen.“
Ausgehend
von wenig mehr als diesen zwei Eckpunkten nahm sich
Drehbuchautor Gilroy der Herausforderung an. „Wir
wollten keinen zweiten Film drehen, wenn wir nicht
fähig gewesen wären, etwas wirklich cooles
auf die Beine zu stellen“, erklärt Gilroy.
Schauspieler Matt Damon sagt dazu: „Als „Die
Bourne Identität“ in die Kinos kam, habe
ich gesagt, es gäbe kaum eine Möglichkeit,
einen zweiten Bourne-Film zu drehen – denn niemand
aus dem Team des ersten Teils würde einen zweiten
machen, wenn der nicht mindestens genauso gut oder
noch besser als der erste wäre.“ „Es
war uns bewusst, dass wir etwas ganz Radikales wagen
mussten“, meint Marshall zur Notwendigkeit,
die Schraube noch weiter anzuziehen. „Da kam
Tony mit dieser großartigen Idee, dass Jason
Bourne wie auf die Reise eines Samurai hinauszieht
– auf eine kathartische Reise der Sühne
und Wiedergutmachung.“
Produzent
Paul L. Sandberg fügt hinzu: „Es stimmt,
dass Tony von der Romanvorlage abgewichen ist. Wir
haben die Hauptfigur, seine Ausgangposition, das Gefühl
der Originalgeschichte beibehalten – aber den
Ablauf – also Bournes Reise - mussten wir verändern,
denn seit der Veröffentlichung des Buches hat
sich die Welt doch stark verändert.“ Wollten
die Filmemacher also einen weiteren Film mit Bourne
als Protagonisten realisieren, dann mussten auch alle
davon überzeugt sein, dass es sich lohnen würde.
Gilroy erinnert sich: „Ich habe Matt einen langen
Brief geschrieben, und erklärt, warum wir die
üblichen Dinge, die man in einem solchen Film
erwarten würde, eben nicht tun können. Es
kann kein Rachefeldzug werden, weil Jason Bourne ein
Mörder ist – Jason Bourne hat Menschen
getötet, und er hat zu Beginn des Films eben
keine weiße Weste. Es klebt viel Blut an seinen
Händen, also war ein Rachefeldzug einfach nicht
das Richtige. Bourne ist auch noch nicht genesen,
er hat nur gesagt: Mann, ich weiß, wer ich bin,
ich weiß, was ich getan habe, und das will ich
nicht mehr tun.’ Aber genügt das denn auch?
Das war also unser Ausgangspunkt für DIE BOURNE
VERSCHWÖRUNG.“
Matt
Damon meint, Gilroys Einfälle für den zweiten
Film seien ganz natürlich aus dem ersten Teil
heraus entwickelt: „Man sieht ihn dabei, wie
er die Reise fortsetzt, die er im ersten Film begonnen
hat, als er aus dem Meer gerettet wurde. Es war logisch,
dass er sich in diese Richtung weiterentwickeln musste,
während er versucht, sich wieder in die Menschheit
einzugliedern.“ Nachdem der Entwurf für
eine mitreißende Geschichte gelungen und das
Drehbuch in Arbeit war, wussten alle Beteiligten,
dass der ausschlaggebende Punkt für die Realisierung
dieses Films die Suche nach dem geeigneten Regisseur
sein würde. Frank Marshall erzählt: „Tony
sagte, ich solle mir einen Film mit dem Titel „Bloody
Sunday“ anschauen. Er meinte, er habe diese
Realitätsnähe und Glaubwürdigkeit,
die einem das Gefühl geben, mitten drin im Geschehen
zu sein. Wir haben uns diesen Film besorgt und fanden
ihn fantastisch.“
Der
britische Regisseur Paul Greengrass erschuf mit „Bloody
Sunday“ die Filmversion des 30. Januar 1972
in Derry, Nordirland, als eine friedliche Demonstration
in ein blutiges Massaker mündete. Dieser Film
wurde weltweit mit zahllosen Preisen ausgezeichnet,
darunter der Goldene Bär in Berlin und der Publikumspreis
auf dem Sundance Film Festival. Greengrass verfügte
über einen visuellen Stil und eine scharfkantige
Unmittelbarkeit, die für DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG
genau das Richtige waren. Crowley, der über Erfahrung
im Dokumentarfilmbereich verfügt, war von Greengrass’
Film beeindruckt: „Er hat mich richtig umgehauen.
Er wusste, wie man Szenen erschafft, die so wirken,
als wären sie spontan entstanden und realistisch.
Sein Gefühl für die Kamera als teilnehmender
Beobachter war maßgeschneidert für die
Fortsetzung von Bournes Geschichte – sein visueller
Stil passt zum Anti-Helden, zu den düsteren,
sehr realistischen Drehorten, zu der Abwesenheit des
gewöhnlichen Hollywood-Schemas in DIE BOURNE
VERSCHWÖRUNG.“ Greengrass erinnert sich:
„Mir hat schon „Die Bourne Identität“
sehr gefallen. Dieser Film wirkte frisch und vereinte
diesen Independent-Touch mit der Intelligenz des Hollywood-
Mainstream.“
Produzent
Sandberg merkt an: „Paul Greengrass hat die
Bereitschaft, die Dinge auf ganz unkonventionelle
Weise anzugehen – und das ist der Schlüssel
zur Bourne-Serie. Er kommt, wenn man so will, als
europäischer Außenseiter – und das
beeinflusst alles, was er tut, von der Ausleuchtung
der Szenen bis hin zur Motivation der Schauspieler.
Und er hat intensiv mit allen Filmemachern zusammengearbeitet,
mit Tony seine Vision ausführlich diskutiert
und dabei geholfen, immer wieder umzuformulieren,
um das zu erschaffen, was ihm als Regisseur, aber
gleichzeitig Matt als Schauspieler für seine
Figur wichtig war.“ Für den Regisseur,
der seine Karriere im Journalismus als Reporter, preisgekrönter
Dokumentarfilmregisseur und Spielfilmregisseur begann,
war die Vorstellung, nun etwas völlig Neues zu
machen, faszinierend: „Ich war auf der Suche
nach einer Portion Abenteuer in meinem Leben, hatte
das Gefühl, dass ich bereits einige Filme in
allzu ähnlicher Machart gedreht hatte.
Ab
und zu muss man einfach etwas ganz anderes machen,
um herauszufinden, wie es sich anfühlt –
völlig neue Schauspieler, völlig neue Fachleute.
Das tut einem gut, und man kann daraus lernen.“
Greengrass flog nach Prag, um Schauspieler Matt Damon
zu treffen, der sich dort gerade zu Dreharbeiten aufhielt.
Der Regisseur meint: „Das Geniale an dieser
Serie ist, dass Matt Damon die Rolle von Jason Bourne
spielt. Es ist eine ganz frische Figur, und genau
das bringt Matt in diese Rolle ein – denn jeder
kennt Matt eigentlich eher als den typischen guten
Jungen. Er strahlt Gutartigkeit aus. Wenn man also
eine Rolle erschafft, deren Grundzüge die eines
sehr düsteren Charakters sind, ein Auftragskiller,
und sie dann mit Matt Damon besetzt, dann entsteht
daraus eine absolut faszinierende Figur.“ „Intuitiv“
ist der Begriff, den Greengrass verwendet, um seine
Herangehensweise an den Film zu beschreiben. Danach
suchte er in jedem Aspekt des Filmemachens, besonders
beim Einsatz der Kamera.
Er erläutert: „Eines der Dinge, die diesen
Film so frisch wirken lassen, ist die Kamera-Arbeit,
die eher locker ist, manchmal mit Handkamera gedreht,
und eben nicht in der geradlinigen, konventionellen
Erzählweise. Meiner Meinung nach muss die Geschichte
so wirken, als entwickle sie sich gegen den Lauf der
Zeit, innerhalb eines kurzen Zeitrahmens. Und man
sollte das Gefühl bekommen, dass Bourne uns durch
diesen Film führt.“ Der Regisseur fährt
fort: „Es ist der Unterschied zwischen der wissenden
und der unwissenden Kamera. Eine wissende Kamera zeigt
die Geschichte, denn sie weiß, wo sich die Action
abspielen wird. In DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG ist
es aber angebracht, dass die Kamera die Geschichte
dadurch erzählt, dass sie auf die Dinge reagiert,
die sich vor ihr abspielen. Beides sind natürlich
nur Kunstgriffe, denn in Wahrheit taucht man ja nicht
einfach auf und reagiert, man muss die Situation erst
beurteilen – aber im Ergebnis bewirkt diese
Kameraführung ein kraftvolles, intuitives Gefühl
der Unmittelbarkeit.“ Dazu Matt Damon: „Paul
Greengrass versteht die Figur des Jason Bourne wirklich:
es geht um einen Kerl – der allerdings ein Profikiller
ist –, der sich in so verwirrenden Umständen
wiederfindet, die ihn dazu zwingen, einen ganz bestimmten
Weg einzuschlagen. Für mich war „Bloody
Sunday“ einer der besten Filme der letzten Jahre.
Paul besitzt die bewundernswerte Fähigkeit, diesen
klassischen Ein-Mann-gegen-die-ganze-Welt-Konflikt
in einem visuell herausragenden Stil einzufangen.
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Jason
Bourne hat versucht, einer Welt den Rücken zu
kehren, die sich weigert neutral zu bleiben. Die Mächte
in diesem Spiel haben ihn nun wieder zurückgezwungen,
und er sieht sich erneut mit einem Kader aus bekannten,
aber auch fremden Gesichtern konfrontiert –
und fast alle sind sie ihm nicht willkommen.
Franka
Potente kehrt als Marie zurück, die Quelle des
Wohlwollens und des Lichts, weiterhin ein Schlüssel
dazu, dass Bourne seine Vergangenheit akzeptieren
und überwinden kann. Die Schauspielerin meint:
„Zwei Jahre sind vergangen, seit Jason und Marie
in diesem griechischen Küstenort landeten. Obwohl
klar ist, dass Jason nicht völlig genesen konnte,
steht er dennoch unbeirrt zu dieser Beziehung und
zum besänftigenden Einfluss von Marie. Von beiden
Seiten war das eine bewusste Entscheidung. Die bruchstückhaften
Erinnerungen an die Vergangenheit verfolgen ihn aber
noch immer, und verursachen kleine Störungen
in ihrem Alltag, aber sie haben sich dafür entschieden,
zusammen zu bleiben… bis Jasons Albträume
wahr werden, und sie gezwungen sind, erneut zu fliehen.“
Greengrass
stellt fest: „Marie verkörpert die Hoffnung,
dass er in seinem Leben eine neue Seite aufschlagen
kann, und Franka überträgt sowohl eine Kraft
als auch ein Gefühl der Sühne in Jasons
sehr düstere Welt.“ Eine der Schlüsselfiguren
aus Jasons düsterer Welt ist Abbott, vom Regisseur
als „bürokratischer Kontrolleur dunkler
Geheimnisse“ beschrieben und gespielt von Charakterdarsteller
Brian Cox. Greengrass meint dazu: „Brian verfügt
über eine Palette mit allen Nuancen, die man
sich für einen glaubwürdigen Gegner nur
wünschen kann: Er kann sowohl zweideutig als
auch bedrohlich sein, er kann listig und gerissen,
aber auch nett und freundlich wirken; er kann pathetisch
und furchterregend und sinister sein. Es gibt ein
ganzes Spektrum zwischen den Extremen von Schwarz
und Weiß, das Brian brillant zur Geltung bringt.“
Schauspieler
Cox erläutert: „Abbott ist in dieser neuen
Welt nach dem Kalten Krieg eindeutig so etwas wie
ein Dinosaurier, ein Mann der alten Schule. Jetzt
geht es in diesem Spiel eher um den politischen Gebrauch
oder Missbrauch der Geheimdienste, und nicht so sehr
um den Geheimdienst als unabhängige Organisation,
die niemandem Rechenschaft ablegen muss. Die Organisation,
die Bourne ausgebildet hat, nämlich Treadstone,
ist zerschlagen worden. Auf eine bestimmte Weise ist
Abbott der Herrscher eines zerfallenden Reiches, und
die Wahrheit lautet, dass er davon nicht gerade begeistert
ist.“
Bourne
ist nicht der Einzige, der in diese sich stetig wandelnde
Welt der internationalen politischen Intrigen zurückkehrt.
Nicky, die Agentin, deren Arbeit bei Treadstone womöglich
als einziges menschliches Antlitz in diesem eiskalten
Geschäft bezeichnet werden kann, wird von Abbott
einberufen - um als Vermittlerin zwischen Bourne und
der CIA zu agieren, und unwillentlich als Sympathisantin
von Jason -, denn sie war die letzte, die Bourne lebendig
gesehen hat. In dieser Rolle sehen wir hier wieder
Julia Stiles.
Produzent
Marshall sagt: „Es war wirklich interessant
zu sehen, wie die Schauspieler in der Zwischenzeit
gereift sind. Bei den Dreharbeiten zum ersten Teil
war Julia noch auf dem College, und sie hat sich nun
wirklich weiterentwickelt. Das spiegelt sich auch
in der Rolle als Nicky wider, die innerhalb der Organisation
Karriere gemacht hat, und bringt viele neue Aspekte
mit sich. Julia erweist sich in diesem Abschnitt unserer
Geschichte als echter Gewinn.“
Schauspielerin
Julia Stiles meint zu ihrer Rolle: „Auf vielerlei
Weise war Nicky im ersten Teil der Geschichte wohl
überfordert. Jetzt aber, da sie wieder einberufen
wird, stellt sie fest, dass die Informationen, über
die sie verfügt, sie neben Abbott und die führenden
Köpfe der Organisation auf einen eher gleichberechtigten
Rang stellen. Und sie versteht, wie negativ sich Treadstone
auf die menschliche Seite der Agenten auswirkte. Sie
sieht Bourne als Opfer dieser Operation, und ist zerrissen
zwischen der Ausführung der Befehle ihrer Bosse,
denen sie nicht vertraut, und dem Wunsch, Jason zu
helfen, der ihr praktisch das Leben gerettet hat.
Es ist eine interessante Ausgangsposition, und verstärkt
eher noch die Frage danach, wer in diesem Spiel eigentlich
die Guten und wer die Bösen sind.“
Eindeutig
keiner der Guten ist die neue Figur des Kirill, ein
rivalisierender Profi-Killer, dessen Loyalität
im Dunkeln bleibt, teilweise aufgrund der Tatsache,
dass er nicht gerade ein sehr redseliger Mann ist.
Karl Urban spielt nach seiner heroischen Rolle als
Rohan-Krieger Eomer in „Der Herr der Ringe“-Trilogie
hier nun diesen gedungenen Mörder.
Regisseur
Greengrass sagt: „Karl hat Großartiges
geleistet und eine abgerundete Darstellung für
eine Rolle gefunden, die nicht viel Text hat. Als
Schauspieler ist er unglaublich präzise, sowohl
in seinen Entscheidungen als auch in seinem körperlichen
Ausdruck. Die Rolle des Kirill beinhaltete viele Herausforderungen
bei Auto-Stunts, und Karl war unglaublich akkurat.
Er hat die Momente der Figur genutzt und alles in
sie investiert, sodass jeder einzige Moment bedeutsam
wird.“
Schauspieler
Urban meint: „Kirill sagt nicht wirklich viel,
wenn er aber auftritt, dann spricht das Bände.
Ich meine, normalerweise dreht man Filme, in denen
alles von Dialogen im Übermaß zugeschüttet
wird – also war es wunderbar, hier zur Arbeit
zu kommen, und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren,
auf die Quintessenz. Diese Figur ist ein Rückgriff
auf einige Film-Noir-Charaktere, zum Beispiel der
Auftragskiller aus den klassischen französischen
Filmen, die ich wirklich liebe. |