Über
GET SHORTY („Schnappt Shorty“, 1995) lachte
die Welt. Jetzt endlich feiert Elmore Leonards cooler
Meistermanipulator Chili Palmer sein Comeback. Unter
der Regie von F. Gary Gray (THE ITALIAN JOB) ergänzen
sich skurrile Charaktere, smarte Dialoge und Situationskomik
zu einer Spitzenkomödie mit Staraufgebot. Dabei
sind John Travolta (THE PUNISHER) und Uma Thurman
(PAYCHECK- DIE ABRECHNUNG) 11 Jahre nach PULP FICTION
(„Pulp Fiction“, 1994) wieder in einem
gemeinsamen Film zu sehen. In weiteren Rollen glänzen
Vince Vaughn (VOLL AUF DIE NÜSSE), Cedric the
Entertainer (EIN UNMÖGLICHER HÄRTEFALL),
Filmveteran Harvey Keitel (TAXI DRIVER), Actionstar
The Rock (WALKING TALL- AUF EIGENE FAUST) und drei
Superstars der Musikszene: Sängerin Christina
Milian (HART AM LIMIT), Hip-Hop-Legende André
Benjamin a.k.a. André 3000 (REVOLVER) und Aerosmith-Frontman
Steven Tyler.
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Als
Chili Palmer (John Travolta) noch Geldeintreiber für
die Miami-Mafia war, träumte er von Hollywood
und der Magie des Filmemachens. Nachdem der smarte
Meistermanipulator die Branche aber als Filmproduzent
erobert hat, ist Chili von der Realität ernüchtert.
Frustriert von der Perspektive, Fortsetzungen drehen
und mit der Filmzensur Debatten über die Sprachkultur
in seinen Filmen führen zu müssen, plant
Chili den Ausstieg.
Davon
aber will sein alter Freund Tommy Athens, Besitzer
der zuletzt erfolglosen Plattenfirma Nothing To Lose
Records (NTL), beim gemeinsamen Mittagessen nichts
wissen. Er will mit Chilis Hilfe sein aufregendes
Leben im Musikgeschäft verfilmen – mit
seinem Protegé Linda Moon (Christina Milian)
in einer Hauptrolle. Doch das Projekt kommt wie so
viele andere in Hollywood nicht über das Planungsstadium
hinaus. Auf der Straße wird Tommy von einem
russischen Gangster mit miesem Toupet und erbärmlichem
Auge erschossen. Die letzte Kugel soll Chili, den
Mordzeugen, ausknipsen. Doch der Szeneveteran bleibt
cool und starrt den Killer, dessen Magazin so leer
ist wie sein Kopf, in die Flucht.
Am
Abend, im Szeneclub Viper Room, bekommen Chilis neue
Karrierepläne den entscheidenden Impuls. Linda
Moon, Teil der Girlgroup Chicks International, zeigt
als Sängerin eine Powerperformance. Aus dem Film,
mit dem Linda aus ihrem Vertrag mit Manager Raji (Vince
Vaughn) herauskommen wollte, wird nichts, erzählt
Chili. Doch er hat eine Alternatividee und setzt sie
mit vertrautem Improvisationstalent sofort in die
Tat um. Zielstrebig steuert er auf Raji zu, der mit
seinem schwulen Bodyguard Elliot (The Rock) lästernd
Chilis Dialog mit Linda stört. Das Großmaul
Raji spult sein gewohntes Ich-bin-hip-und-aus-dem-Ghetto-Programm
ab, doch Chili vereist ihn mit einem Blick und klaren
Worten: „So wie du dich anziehst, bist du entweder
Zuhälter oder Chauffeur. Linda ist raus bei den
Chicks.“ Die Sängerin hat jetzt einen neuen
Manager, doch Raji ist noch nicht „überredet“
und schickt Elliot ins Gefecht. Chili holt den Bodyguard,
der von einer Filmkarriere träumt, von den Füßen:
„Du könntest es besser haben als jetzt.“
Am
nächsten Morgen besucht Chili Tommys Witwe Edie
(Uma Thurman) und erzählt ihr von Linda, die
er mit Edies Hilfe groß herausbringen will.
Von Tommys Assistentin Tiffany erfährt Chili,
dass ihr Boss von den Russen um Schutzgeld erpresst
wurde, er die Mafiosi aber mit der Faust nach Hause
geschickt hätte. Auch Musikproduzent Sin LaSalle
(Cedric the Entertainer) und seine furchterregende
Hip-Hop-Gangsta- Entourage interessiert sich für
Tommys Tod, denn der schuldete ihm 300.000 Dollar.
Doch die Situation wird noch komplizierter. Nick Carr
(Harvey Keitel), Chef einer Managementfirma, der Linda
als Klientin nicht verlieren will, rät Raji die
Chili-Krise sofort zu lösen: „Hol dir Joe
Loop!“.
Als
Chili von einem erfolgreichen Treffen mit Edie und
Newcomerin Linda nach Hause zurückkommt, hat
Hitman Loop bereits ganze Arbeit geleistet, allerdings
den Falschen erledigt. Chili findet die Leiche eines
Russengangsters, der offensichtlich auf ihn gewartet
hatte, bis er selbst erschossen wurde. „Wer
will dich töten?“, fragt Chilis Bekannter,
der ihm beim Entsorgen helfen soll. „Ich bin
jetzt im Musikgeschäft“, sagt Chili nüchtern
„Es könnte jeder sein.“
Am
nächsten Tag nehmen Chilis Probleme exponentiell
zu. Linda lässt gegenüber Edie die Bombe
platzen, dass sie bei Raji noch fünf Jahre unter
Vertrag steht. Sin LaSalle und seine schweren Jungs
tauchen in der Plattenfirma auf. Edies Spontanausrede,
dass die Russen LaSalles Kohle haben, erzeugt nur
Gelächter. Bis zum Freitag will Sin sein Geld,
andernfalls wird Chili im Stil seines Kumpels Tommy
abdanken müssen.
Unbeeindruckt
von den sich eröffnenden Fronten, zieht Chili
jetzt die Fäden, um alle Hindernisse für
seine neuen Ziele mit einem Schlag aus dem Weg zu
räumen. Brillant spielt er die Parteien gegeneinander
aus. Das Joe-Loop-Problem erledigt Raji selbst mit
einem Baseballschläger, entnervt von dem Mangel
an Respekt, den der Killer ihm entgegenbrachte. Das
Linda-Problem klärt Chili mit Nick und einer
unmissverständlichen Ansage: er will den Vertrag
und dies ohne Gegenleistung. Das Promo-Problem, wie
Linda schnell und kostengünstig zum Star aufgebaut
werden soll, erledigt Chili mit Hilfe von Aerosmith-Frontman
Steven Tyler. Edie, die ein Band-Tattoo auf der Südpartie
ihres Rückens trägt, ködert die Rocklegende,
Chili seift sie mit Schmeicheleien ein. Schließlich
hört sich Tyler Lindas Demoband an und erklärt
sich begeistert sogar zu einem Auftritt mit ihr bereit.
Selbst
für Rajis Bodyguard organisiert Chili einen Casting-Termin,
obwohl dieser nach einem Missverständnis wieder
einmal vergeblich versucht, ihn auszuknocken. Als
Nick Carr Lindas Vertrag den Russen übergibt,
glaubt er, Chili in eine Falle locken zu können.
Doch dank einer kleinen List Edies holt sich das FBI
das Papier, womit die Russen sich nun von Nick gelinkt
fühlen.
Als
die harten Burschen aus dem europäischen Osten
in Nicks Firma auftauchen, warten dort mit Sin und
seiner Gang schon die harten Burschen aus dem amerikanischen
Westen. Kurz danach hat Sin die Revierfrage geklärt.
Noch in der Nacht sucht er Chili auf, fordert jetzt
600.000 Dollar und die sofortige Bezahlung. Doch gezückte
Kanonen und eine leicht gereizte Stimmung beunruhigen
den Master of Cool nicht. Er hat noch ein As im Ärmel
und für jede Überraschung eine eigene in
Vorbereitung...
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Der durchschlagende
Komödienhit GET SHORTY („Schnappt Shorty“,
1995) war in mehrerer Hinsicht ein riesiger Erfolg.
Er zeigte eine hippe neue Art von Gangster und revidierte
damit die alten Stereotypen. Außerdem bedeutete
der Film einen weiteren großen Erfolg für
John Travolta und machte das Publikum mit einer der
unvergesslichsten Filmfiguren seiner Karriere bekannt.
Und schließlich war der Film ein stimulierender
Impuls für eine breitere Leserschaft, Elmore
Leonards eindrucksvolles Gesamtwerk kennen zu lernen.
Wenn man in Hollywood einen solchen Riesenhit landen
kann, muss man in der Regel nicht lange auf eine Fortsetzung
warten. Doch im Falle von BE COOL dauerte es fast
10 Jahre, bis im Frühjahr 2004 endlich die Dreharbeiten
an Originalschauplätzen in Hollywood beginnen
konnten.
Was jetzt
auf der Leinwand zu sehen ist, nahm seinen Anfang
auf Papier. Elmore Leonard, der renommierte Autor,
brauchte eine ganze Weile, bis er es sich zutraute,
eine Fortsetzung zu SCHNAPPT SHORTY zu schreiben.
„Aber als ich darüber nachzudenken begann,
auch über John Travolta, der als Chili Palmer
in SCHNAPPT SHORTY so großartig gewesen war,
fiel es mir nicht schwer, ihn erneut in dieser Rolle
zu sehen. Mir war auch sehr wohl bewusst“, führt
Elmore Leonard fort, „dass es eine Fortsetzung
sein sollte, und die muss das Original immer übertreffen.
Deshalb musste ich mir eine neue Idee, ein neues Umfeld
einfallen lassen, in dem ich die Story ansiedeln konnte.
Ich dachte mir, dass Chilli, der immer noch im Filmgeschäft
tätig ist, Ausschau nach etwas Neuem halten würde.
So beschloss ich, dass er versuchen würde, sich
im Musikgeschäft durchzusetzen. Mit einem Schlag
hatte ich jede Menge gutes Material, vielleicht, weil
es in dieser Branche noch härter zugeht als in
der Filmszene und es dort weitaus mehr Halunken gibt.“
Sobald
Leonard seinen Roman beendet hatte, wurde Peter Steinfeld
engagiert, die Geschichte zu einem Drehbuch zu adaptieren.
Steinfeld hörte von BE COOL erstmals von seiner
Frau und seinem Agenten: „Ich habe den Roman
in etwa drei Stunden verschlungen und war restlos
begeistert. Danach musste ich zu Jersey Films gehen
und den Produzenten Danny De Vito, Michael Shamberg
und Stacey Sher meine Ideen für das Buch präsentieren.
Wenn ich während einer Autofahrt für meine
Präsentation, meinen Pitch, übe, dann spreche
ich im Auto meistens laut mit mir selbst. Ich fahre
also durch Beverly Hills, halte vor einer Ampel und
als ich so mit mir rede, sehe ich, dass der Typ im
Auto neben mir mich anstarrt. Ich schaue also hinüber
und erkenne Delroy Lindo, der in SCHNAPPT SHORTY Bo
Catlett gespielt hat. Wie es der Zufall wollte, lagen
auf dem Beifahrersitz die Romanvorlagen zu SCHNAPPT
SHORTY und BE COOL. Ich griff also nach SCHNAPPT SHORTY,
hielt das Buch hoch und er signalisierte mit seinen
Daumen Zustimmung. Da dachte ich, das ist ein Zeichen,
das ist Vorsehung.“ Steinfeld bekam schließlich
den Drehbuchauftrag.
Wenn man
Leonards Bücher liest, hat man aufgrund seines
Stils fast das Gefühl, als schaute man einen
Film an, weil seine Dialoge so knackig sind und immer
das richtige Tempo haben. „Ein Buch von Leonard
zu adaptieren“, erklärt Steinfeld, „ist
gleichermaßen Segen und Fluch, weil er so filmisch
und dicht schreibt. Er ist so eine Art Shakespeare
des Kriminalromans. Er kommt immer gleich zum Kern
einer bestimmten Situation. Am meisten fürchtete
ich mich davor, ihm die erste Drehbuchfassung zuzuschicken.
Als er mich dann anrief und sagte ‚Peter, hier
ist Elmore Leonard’ antwortete ich ‚Mr.
Leonard, wie geht es ihnen? Es mir eine Freude, mit
ihnen sprechen zu können.’ Und er antwortete:
‚Ich liebe es, ich liebe das Skript.’
Er hat mich so unterstützt bei meiner Arbeit.“
Gregg Sutter,
zuständig für die Recherche von Leonards
Büchern, pflichtet Leonards Lob bei: „Peter
brachte den Roman auf eine neue Ebene, ähnlich
wie es Scott Frank bei SCHNAPPT SHORTY gelungen war.
Elmore vertraute Peter, da das Drehbuch im Kern dem
Roman folgte, seinem Geist und seinen Dialogen. Aber
Peter hat auch viel Neues beisteuern können.“
„Natürlich
ist auch die Besetzung einfach brillant“, schwärmt
Sutter. „John und Uma sind wieder zusammen auf
der Leinwand, sie haben einige magische Momente. Die
Szene, in der sie zu den Black Eyed Peas und ihrem
Song „Sexy“ tanzen, werden die Fans sehen
wollen. Sie wollen diese Wiederbegegnung, weil das
in PULP FICTION („Pulp Fiction“, 1994)
ein so magischer Moment gewesen ist.“
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