Filminfo: Ab durch die Hecke
 
 

Unglaublich! Da gönnt man sich mal kurz für ein paar Monate seinen wohlverdienten Winterschlaf, und schon fehlt der halbe Wald. Stattdessen steht dort jetzt eine Vorstadtsiedlung. Wie bitte?

Verne (Bernhard Hoëcker), die Schildkröte, Hammy (Ralf Schmitz), das Eichhörnchen, und Stella (Stella Schroetter), das Stinktier, staunen nicht schlecht, als sie sich den Schlaf aus den Augen reiben. Wo gibt’s bloß das leckere Futter? Da kommt Richie (Götz Otto), der Waschbär, gerade recht. Er verspricht der verdutzten Rasselbande das Paradies auf Erden – und zwar gleich da drüben in der Siedlung. Denn dort – so Richie – soll es ganz besondere Lebewesen geben, die die Evolutionstheorie auf den Kopf gestellt haben: Sie leben nämlich um zu essen, und essen nicht – wie die Tiere – um zu leben.

Richies kühner Plan: Nur mal kurz durch die Hecke schlawinern und schwupps, sind die Backen voll und die Bäuche ebenso. Dass er mit Vincent (Ben Becker), dem großen Bären, noch eine Rechnung offen hat, verschweigt er. Alle sind hellauf begeistert - bis auf Verne, der seiner neuen Nachbarschaft mehr als skeptisch gegenübersteht. Irgendetwas stinkt da doch?

Doch erst kommt das Fressen, dann die Vorsicht, und so ziehen unsere Freunde unverdrossen in ein Abenteuer, das keiner von ihnen so schnell vergessen wird…

Die Macher von ”Madagascar” und ”Shrek” bringen ein neues Animationsabenteuer für Groß und Klein in die Kinos: ”Ab durch die Hecke” – der lustigste Entdeckungstrip ins Reich der Menschen.

Mit von der Partie bei dieser furiosen Lachmuskelattacke sind u.a. die Schauspieler Götz Otto und Ben Becker, die Comedy-Stars Bernhard Hoëcker und Ralf Schmitz sowie Deutschlands Popstar Nummer Eins Jeanette Biedermann, die den possierlichen Tierchen ihre Stimme leihen.

Die DreamWorks-Hitschmiede hat wieder zugeschlagen und präsentiert mit ”Ab durch die Hecke” die süßeste Tierbande des Sommers.

Sie essen, um zu leben. Wir leben, um zu essen.

Sie nehmen sich, was sie brauchen, und nutzen, was sie sich nehmen. Wir nehmen uns, was wir wollen… und wollen dann noch mehr.

Eigentlich sind die eigenartigsten Kreaturen des Planeten sehr wahrscheinlich wir Menschen.Über zehn Jahre lang war das die Meinung von zwei voneinander sehr verschiedenen besten Freunden - einem Waschbär und einer Schildkröte - während sie in dem beliebten Comic-Strip Over the Hedge heimlich einen Blick in die maßgeschneiderte und manikürte Welt der Vorstadt warfen. Von Autor Michael Fry getextet und von T Lewis illustriert, hatte dieser Comic-Strip im Juni 1995 Premiere und hat seither täglich die ironische Weltsicht und die oft spitzen Bonmots der Tiere über die menschlichen Vorlieben und Schwächen in die Welt hinausgetragen.

Regisseur und Drehbuchautor Karey Kirkpatrick sagt: “Der Comic-Strip handelt von einer Schildkröte und einem Waschbär, die über eine Hecke spähen, um die menschliche Gesellschaft zu beobachten – um sie dann mit rasiermesserscharfem Witz zu verspotten. Der brillante Humor wird aus der einmaligen Perspektive der Tiere erzählt.”

Regisseur Tim Johnson meint: “Der Comic-Strip ist eine geistreiche Zerrspiegel-Version dessen, was wir als Vorstädter, als Menschheit darstellen. Berichtet wird vom Standpunkt der Tiere aus, die uns in unseren eigenen Vorgärten beobachten und ihren persönlichen Kommentar zu den eigenartigsten Lebewesen des Planeten abgeben: den Menschen.”

“Es ist eine tolle Kulisse, denn jeder, der einen kleinen Garten hat, hat auch schon mal Erfahrung mit wildlebenden Tieren gemacht”, merkt Michael Fry an.

T Lewis meint: “Genau so ging es mir auch. Ich habe in der Vorstadt gelebt und oft Eichhörnchen und Kaninchen im Garten gesehen oder Waschbären, die auf der Suche nach Futter am Küchenfenster kratzten.”

Johnson fügt hinzu, die Erfahrung des eigenen Gartens als gemeinsamer Lebensraum von Mensch und Tier sei universell, und nicht ausschließlich für die amerikanischen Vorstädte gültig: “Egal ob man sich am Stadtrand von Chicago oder am Stadtrand von Paris befindet, ob man auf einer Farm oder mitten in der Stadt lebt: überall gibt es Tiere, die lernen mussten, damit umzugehen, dass die Menschen heutzutage praktisch überall sind. In jedem Winkel der Erde ist das so; die Tierarten mögen sich zwar unterscheiden, aber ihre Lage bleibt so ziemlich die gleiche.”

“Man kann diese Tiere betrachten und sich fragen, was sie wohl gerade denken… Wir antworten hier darauf und meinen, sie denken gerade, dass sie gerne in unsere Küchen und Kühlschränke gelangen möchten”, lacht Fry.

Johnson erzählt, er sei bereits lange vor seiner Mitwirkung am Film schon ein Fan des Comic-Strips gewesen, zum Teil weil er selbst Elemente daraus erlebt habe: “Ich bin in einem Vorort von Chicago aufgewachsen; als ich in die erste Klasse der Grundschule kam, waren am Ende meiner Straße noch Maisfelder – so weit das Auge reichte. Als ich dann meinen Oberstufen-Schulabschluss machte, waren diese Maisfelder durch eine Reihenhaussiedlung verdrängt worden, auf die noch eine und dann eine weitere folgte. So kam es, dass ich innerhalb eines Jahrzehnts vom Stadtrand praktisch mitten in einen belebten Vorort “umgezogen” war, ohne mich vom Fleck zu bewegen. Wir hatten zwar nicht wirklich eine Hecke, aber stattdessen einige kleine Bäume, und hinterm Haus lag eine Wiese, wo viele Beutelratten, Waschbären und Stinktiere lebten. “Ab durch die Hecke” war deshalb für mich eine Chance, mich mit der Welt meiner Kindertage auseinander zu setzen – und dabei in die Rolle der Tiere zu schlüpfen, um die Welt aus ihrer Perspektive zu betrachten.”

“Es fühlte sich wie eine große Arena an, in der ein Animationsfilm spielen sollte”, meint Kirkpatrick, der das Drehbuch gemeinsam mit Len Blum, Lorne Cameron und David Hoselton geschrieben hat. “Diese Figuren, die auf Kinder so süß und niedlich wirken, konnten wir aufgreifen und im Verlauf der Geschichte satirische Kommentare zur Gesellschaft abgeben lassen.”

Johnson betont, dass der Film “Ab durch die Hecke” praktisch wie eine Vorgeschichte zum langlebigen Comic-Strip funktioniert: “Wir sagen gerne, dass der Film dort endet, wo der Comic begann. Das kommt daher, dass im Comic die Freundschaft zwischen dem “ungleichen Paar” Verne und Richie ja bereits besteht; im Film geht es darum, wie sie sich überhaupt kennen gelernt haben, also konnten wir hier einen ganz neuen Ansatz für die Figuren verwenden. Das war für uns sehr befreiend, doch trotzdem haben wir sehr eng mit Mike und T zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass wir uns innerhalb des Rahmens ihrer Comic-Welt bewegen.”

“Sowohl Mike als auch T waren an der Entwicklung des Films aktiv beteiligt; es war eine herausragende Partnerschaft”, stimmt Kirkpatrick zu. “Es wäre dumm von uns gewesen, uns ihre einmalige Sicht der Dinge nicht zu Nutze zu machen. Wir haben hart daran gearbeitet, um ihren besonderen Tonfall, ihre Kommentare, ihre Weltanschauung einzubauen. Während wir die Geschichte entwickelten, haben wir immer versucht, die Seele des Comic-Strips als Kernfundament beizubehalten – z.B. bezüglich der Haltung angesichts des menschlichen Bedürfnisses nach gieriger Maßlosigkeit, Bequemlichkeit, danach, ständig alles noch größer, besser und schneller zu machen. Wie das alles auf unsere Tier-Charaktere wirkt und was es für sie für Auswirkungen hat – auch das bildet das Herz dieses Films.”

Produzentin Bonnie Arnold sagt: “In Wahrheit sind wir doch im Vorgarten der Tiere, und nicht andersherum. Der Comic-Strip und nun auch der Film handeln davon, wie die sich ausbreitenden Vorstädte das Leben der Tiere beeinträchtigen und wie sie sich anpassen müssen, um in dieser neuen Umgebung zu überleben.”

 
     
 
 
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