Filminfo: Aeon Flux
 
 

Die Zukunft in 400 Jahren. Eine makellose Stadt namens Bregna im Jahr 2415. Keine Krankheiten, kein Hunger, keine Kriege... Eine perfekte Welt und eine perfekte Lüge. Denn der Preis für den vermeintlichen Frieden auf Erden ist die Freiheit. In dieser sterilen Welt wächst Aeon Flux (Charlize Theron) auf. Als ihre Familie brutal von Regierungsagenten ermordet wird, schwört sie Rache. Sie wird zum Eliteagenten der Rebellion und zur tödlichsten Waffe der Regimefeinde. Endlich bekommt sie den Auftrag, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat – die Ermordung des Alleinherrschers Trevor Goodchild (Marton Csokas). Doch je näher sie ihrem Opfer kommt, desto näher kommt sie auch der Wahrheit, die sich hinter der perfekten Lüge eines perfekten Lebens verbirgt. Eine Wahrheit, mit der selbst sie nie gerechnet hätte.

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Aeon Flux kämpft auf der großen Leinwand. Die 90er-Jahre MTV-Kultserie über eine Topagentin und Profikillerin war die Vorlage des Science-Fiction-Abenteuers „Aeon Flux” mit Oscar®-Gewinnerin Charlize Theron in ihrer ersten Actionrolle. Gedreht in Berlin und Umgebung überträgt der Film das Trickuniversum der Serie ins überlebensgroße Kinoformat und schenkt der Legende ein neues Leben in einer beklemmenden Zukunftsvision. Hochkarätig besetzt mit Marton Csokas, Jonny Lee Miller, Pete Postlethwaite, und Frances McDormand, inszeniert von Karyn Kusama („Girlfight – auf eigene Faust”). So cool, sexy und kaltblütig war Science-Fiction noch nie.

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„Als ihre Familie von Regierungsagenten getötet wird, will Aeon Flux unbedingt Rache nehmen”, sagt Charlize Theron, die die Titelrolle spielt, „doch bevor sie ihre Mission erfüllen kann, stößt sie auf ein paar Geheimnisse, die alles verändern.” Sie ist die Topagentin der Rebellenbewegung gegen die Diktatoren der ummauerten Zukunftsstadt Bregna. Mit ihrem neuesten Auftrag – der Ermordung des Herrschers Trevor Goodchild - wird alles in Frage gestellt, was sie glaubte zu wissen.

„Es ist der Auftrag, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat”, so Produzentin Gale Anne Hurd, die solche Science-Fiction-Klassiker wie „Der Terminator”, „Aliens – Die Rückkehr” und „Abyss – Abgrund des Todes” produzierte. Laut Hurd ist Aeon Flux die einzige Agentin, die eine solche Mission ausführen kann: „Aeon kann Dinge tun, die andere nicht können – sie ist die Beste in jeder Disziplin – doch was sie herausfindet, bringt ihr ganzes Weltbild ins Wanken.”

„Aeon ist skrupellos – alles, was sie interessiert, ist ihre Mission”, so Theron. „Sie hat die Vorstellung von einem normalen Leben vor langer Zeit aufgegeben – sie ist ein professioneller Killer. Soweit es sie angeht, ist sie aus einem einzigen Grund auf dem Planeten: um den Mord an ihrer Familie zu rächen.”

Produzent David Gale - außerdem Executive Vice President von MTV Films – glaubt, dass „Aeon Flux” den Erwartungen der Serienfans gerecht wird und gleichzeitig ein neues Publikum erschließen kann. „Man hat nur selten einen jungen, klugen und starken weiblichen Charakter, der nicht nur ein zweidimensionaler Actionheld ist. Karyn, Charlize, Phil und Matt haben eine einzigartige und aufregende Vision auf die Leinwand gebracht, die Peter Chungs Originalkonzept treu bleibt und viele der bahnbrechenden Ideen transportiert, die auch die Serie ausgemacht haben.”

„Aeon Flux” begann als Serie animierter Kurzfilme in MTVs „Liquid Television”. Diese Kurzfilme gaben den Filmemachern eine umfassende Inspiration, um den einzigartigen Charakter zum Leben zu erwecken. „Die animierte Aeon Flux ist ein provokantes, akrobatisches und sexy Wesen – sie ist weder an die Gesetze des Menschen noch an Naturgesetze gebunden”, so Hurd. „Dem gerecht zu werden, war die Herausforderung. Den hohen Standard der Serie zu halten und trotzdem eine Welt zu erschaffen, in der zumindest eine Schauspielerin mit ihrem Talent und ihrer Beweglichkeit agieren kann. Aeon ist eine Ikone – kein Zweifel – und es war aufregend, eine reale Actionheldin zu erschaffen, wie es sie noch nie zuvor gab.”

„Das was Aeon von so vielen anderen Frauenfiguren des Genres unterscheidet”, so Regisseurin Karyn Kusama, die zuvor den Independenthit „Girlfight – Auf eigene Faust” inszenierte, „ist ihr freier Wille, ihre Selbstbestimmung.”

„Die Story von ‘Aeon Flux’ greift einige der provokanten Themen auf, die oft in Science-Fiction-Stoffen zu finden sind, und es war wichtig, dass sie ein komplexer und moralisch mehrdeutiger Charakter bleibt. Ihre Sexualität ist beispielsweise so ein Element: sehr mächtig und völlig unverhohlen.”

In ihrer ersten Actionrolle besann sich Theron auf ihre Vergangenheit als Balletttänzerin: „Ich war 12 Jahre lang eine Ballerina. So lange hat es gedauert, bis ich wusste, warum ich das Ballett so sehr mochte. Es waren nicht die technischen Aspekte. Ich wollte auf die Bühne und eine Geschichte erzählen und habe das jahrelang nur mit meinem Körper getan. Für mich ist der körperliche Aspekt genauso wichtig wie jede Zeile Dialog.”

„Niemand sonst hätte die Rolle spielen können”, so Kusama. „Wir brauchten jemanden mit Grazie und Kraft, aber nicht mit übertriebener Muskelkraft. Charlize war die perfekte Wahl.”

„Charlize machte die Stuntarbeit zum integralen Teil der Charaktergestaltung”, so Hurd. „Ihre beeindruckenden körperlichen Fähigkeiten, die aus ihrem Training als Tänzerin stammen, halfen ihr von Anfang bis Ende bei der Darstellung ihres Charakters. Eben nicht nur in den dramatischen Szenen, sondern in fast jedem Actionmoment, den man im Film sieht.“

In bester Science-Fiction/Action-Tradition präsentiert „Aeon Flux” eine Zukunft, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Aeons Auftrag ist die Ermordung von Trevor Goodchild, dem Herrscher über die scheinbar utopische Zukunftsgesellschaft Bregnas, in der es keine Krankheiten, keinen Hunger und keinen Krieg gibt. „Wenn man an Science-Fiction denkt, sieht man eine brutale, verdreckte und überbevölkerte Zukunft vor sich, eine Welt des Verfalls”, fügt Hurd hinzu. „Wir haben dagegen ein Bild von einer Welt geschaffen, ein makelloses Prachtstück. Erst später erfährt man von der perfekten Lüge, die darin verborgen liegt.”

„Aeon Flux” entstand ursprünglich als Trickserie, entwickelt von Peter Chung als Teil von MTVs „Liquid Television”. 1991 hatte „Aeon Flux” seine Debüt als Serie von sechs zwei- bis dreiminütigen Kurzfilmen. 1992 kehrte die Serie mit fünf weiteren drei- bis fünfminütigen Kurzfilmen zurück und 1995 strahlte MTV zehn halbstündige Episoden aus.

„Ich wollte schon immer Animation für Erwachsene machen”, so Chung. „Ich hatte viele Animationen aus Japan gesehen und kannte Comicalben aus Europa. Sie waren komplex in ihrer Erzählform, es ging nicht um das simple Gut gegen Böse, um Helden gegen Schurken. Das waren meine Haupteinflüsse in dieser Zeit und ich versuchte, etwas zu schaffen, das man noch nicht kannte. Aeon ist keine Verbrechensbekämpferin. Sie ist keine Regierungsagentin. Sie ist nicht einmal eine Heldin im klassischen Sinn. Anstelle dessen ist sie eine Kraft im Dienst der persönlichen Freiheit.

„Ich wollte die Elemente übernehmen, die Peter Chung für Aeon erschaffen hatte – physisch, soweit es ging, aber vor allem ihr Wesen”, sagt Theron. „Aeon ist eine sehr kraftvolle Frau, ein ziemlicher Freigeist dazu, der die Dinge hinterfragt, die in ihrer Gesellschaft passieren. Sie glaubt, dass diese eine Mission ihr Leben verändern wird, aber es stellt sich heraus, dass sie ein paar schwierige Entscheidungen treffen muss.”
Chung ist begeistert davon, wie Theron seine Vision zum Leben erweckt hat. „Es ist aufregend, etwas, an dem ich vor so langer Zeit gearbeitet habe, zu neuem Leben erwachen zu sehen, aufbereitet für ein völlig neues Publikum”, sagt er. Seine Vision wurde von Karyn Kusama auf die Leinwand gebracht, die vorher den Kritikerliebling „Girlfight – Auf eigene Faust” inszenierte, in dem Michelle Rodriguez als junge Lateinamerikanerin ihre Fäuste einsetzt, um ihre persönliche Würde durchzusetzen. Der Film eroberte 2000 das Sundance Film Festival im Sturm und gewann den Grand Jury Prize und Directing Award in Dramatic Competition. Kusama war 2000 außerdem für den Independent Spirit Award als Bester Film nominiert. Auch wenn „Aeon Flux” Kusamas erster Ausflug ins Science-Fiction-Genre ist, sagt Hurd, dass sie genau die Richtige gewesen sei, um diese Story auf die Leinwand zu bringen. „Es ist die perfekte Kombination aus Material und Regisseurin”, so Hurd. „In vielerlei Hinsicht war ‚Girlfight’ die passende Visitenkarte für diesen Film, denn wie Aeon Flux war Michelle Rodriguez Charakter hart, kompromisslos und überlebensgroß.“

ÜBER DIE CHARAKTERE

Der Titelcharakter Aeon Flux ist – wie es der Name schon andeutet – eine dynamische Agentin im Dienste der so genannten Monicans, die sich gegen die übermäßig eimfreie Gesellschaft Bregnas auflehnt, die von ihrem Erzfeind Trevor Goodchild beherrscht wird. Sie ist groß, sexy und tödlich. Und endlich bekommt sie die Mission, auf die sie schon immer gewartet hat: Die Ermordung von Trevor.„Sie glaubt, dieser Auftrag würde ihr eben endlich ändern und alles besser machen, doch das ist nicht so einfach”, sagt Charlize Theron, die Aeon zum Leben erweckt. Diese Rolle ist die erste, die sie nach ihrer Oscar ® ausgezeichneten Leistung in „Monster” übernahm. Außerdem spielte sie vor kurzem die Hauptrolle in dem Drama „Kaltes Land”. „Ich habe nach etwas völlig anderem esucht”, sagt Theron. „Ich habe diesen Part, als eine enorme Herausforderung etrachtet.” Theron erklärt, dass „Aeon Flux” völlig anders ist, als alle anderen Filme, in denen sie bislang mitgespielt hat. In Peter Chungs Trickserie fand sie die Inspiration für ihren Part aber auch genug Raum, um sich den Charakter eigen zu machen. „Ich wollte Peters Schöpfung so treu wie möglich bleiben, aber - so sagt er es auch selbst – diese Schöpfung entwickelt sich ständig weiter”, so Theron. „Ich hatte von Peter eine ungefähre Vorgabe für die Rolle, aber ich konnte sie noch formen wie einen noch weichen Klumpen Lehm. Mir war wichtig, dass der Charakter ein echtes Fundament hat, ich habe ihn nie als weit hergeholt oder zu futuristisch betrachtet.”

„Aeon ist ein sehr menschlicher Charakter”, so Kusama. „Sie ist rücksichtslos und unberechenbar, aber sie hat auch einen Sinn für Humor und Ehre. Ich wollte sicherstellen, dass diese Elemente durchkommen.”

Bregna wird von Trevor Goodchild beherrscht, einem gütigen Diktator, dessen Wille zwar absolutes Gesetz ist, der aber behauptet, einzig im besten Interesse Bregnas und seiner Bürger zu handeln. Während sich Aeon Trevor nähert – dem Ziel ihrer Geheimmission – werden sich Killer und Opfer einer Verbindung untereinander bewusst.
Marton Csokas, der vorher Galadriels Mann Celeborn in „Der Herr der Ringe” gespielt hat, erweckt Trevor zum Leben. „Trevor weiß sehr viel mehr über Aeon als umgekehrt”, erklärt der in Ungarn geborene Schauspieler. „Es gibt eine unbestreitbare Verbindung zwischen den beiden und sie hat eine gewisse Erinnerung oder ein Gefühl mit Ursprung in ihrer Vergangenheit, auch wenn sie es zunächst nicht als solches erkennt.”

Csokas sagt, dass es Trevors Ziel sei, das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Freiheit zu finden. „In gewisser Weise ist das also gut, was er tut, um die menschliche Rasse zu erhalten – schließlich überlebt die Menschheit”, so Csokas. „Gleichzeitig aber verweigert er den Menschen ein gewisses Maß an freiem Willen und Entscheidungsfreiheit.”

Trevors rechte Hand ist sein Bruder Oren Goodchild, gespielt von Jonny Lee Miller. Eine Beziehung, die im Laufe der Jahre angespannt geworden ist, was während des Filmes immer deutlicher wird. „Die Beziehung zwischen den beiden hat etwas von Kain und Abel”, erklärt Marton Csokas. „Da gibt es eine große Dynamik. Es gibt dieses Spannungsdreieck zwischen Trevor, Oren und Aeon, das keinem der drei am Anfang wirklich bewusst ist. Als Aeon plötzlich wieder bei Trevor auftaucht, setzt das eine Kette von Ereignissen frei, die ihr aller Leben verändern.”.

Sophie Okonedo (Academy Award® nominiert für „Hotel Ruanda”) spielt Sithandra, Aeons Schützling. „Mein Charakter ist eine Soldatin und sie bewundert jede einzelne elle Aeons ehrfürchtig. Sie ist sehr konzentriert. Sie arbeitet wie eine Maschine und mag es im Gegensatz zu Aeon nicht gerade, zu improvisieren und andere Wege als geplant einzuschlagen”, sagt Okonedo. „Für Sithandra ist Aeon ein Idol, auch wenn sie nicht besonders gut darin ist, Aeons Entscheidungen immer zu folgen. Sie ist nicht besonders gut darin, mit Emotionen klar zu kommen, egal wie sie aussehen.” Im Film hat sie sich dazu entschlossen, ihren Körper zu verwandeln, um ein effektiverer Soldat zu sein. Sie hat ihre Füße chirurgisch verändern lassen, sodass sie diese wie Hände benutzen kann („fands”, eine Kurzform von „feet-for-hands”) und Okenodo lernte wie auf Händen zu gehen. „Ich experimentierte damit, legte Musik auf und versuchte, mich anders auf meinen Füßen zu bewegen”, erinnert sich Okonedo. „Es ist schwieriger als man denkt.”

Okonedo trainierte vier Stunden am Tag, fünf Tage die Woche, und konzentrierte sich auf Beweglichkeit und Balance. Yoga, Gymnastik, Laufen, Radfahren und Kabelanzug-Training gehörten zu ihrem täglichen Übungsprogramm. „Ich habe noch nie in meinem Leben etwas Ähnliches gespielt”, sagt Okonedo. „Ich musste noch lernen zu kämpfen oder so hart trainieren. Das war alles völlig neu für mich. Als ich den Part bekam, habe ich verschwiegen, dass ich Angst vor Höhen habe. Als Schauspieler neigt man bei fast jeder Frage dazu, zu sagen: „Klar, ich kann das alles!”, und so wurde ich an meinem ersten Drehtag an einem Kabel 15 Meter in die Höhe gezogen. Das hat mir die Angst vor Höhen ziemlich schnell ausgetrieben.”

Frances McDormand spielt The Handler, Aeons Kommandantin in der Monican-Rebellion. „Sie ist ein schwer durchschaubarer Charakter”, sagt McDormand und macht darauf aufmerksam, dass The Handler Aeon kontrolliert, obwohl Aeon für persönliche Freiheit kämpft.

„Wieviel weiß sie wirklich? Wie sehr steuert sie Aeon, und was bleibt Aeon überlassen? Was ist vorbestimmt und was können sie kontrollieren? Diese Zweideutigkeit passt zu den Motiven des Filmes.”

Einer der letzten wichtigen Charaktere bewacht den Schlüssel zu Goodchilds’ Kontrolle über Bregna und zu allen Antworten auf Aeons Fragen. The Keeper ist, wie der Name schon sagt, die Person, der Trevor and Oren mit Zugang und Sicherung aller Daten über die Bürger Bregnas betraut haben. The Keeper ist niemanden außer den Goodchilds bekannt und er lebt in einem schwebenden Denkmal hoch über Bregna.

Pete Postlethwaite (mehrfach Oscar® nominiert) sieht seinen Charakter als jemanden, der gegen die Regierung rebelliert hat, der er lange gedient hat: „The Keeper ist tatsächlich jemand, der das System bekämpft hat”, sagt Postlethwaite. „Vor Generationen begriff er dann, dass das der falsche Weg ist. Ich denke, er entschied sich dafür, so lange am Leben zu bleiben, weil er die Hoffnung, ja die Gewissheit hatte, dass es Menschen gibt, die die Welt retten können. Einer dieser Menschen ist Aeon Flux.”

 
     
 
 
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