Filminfo: Alone in the Dark
 
 

Basierend auf dem gleichnamigen erfolgreichen Atari-Computerspiel präsentiert der deutsche Horrorspezialist Uwe Boll (HOUSE OF THE DEAD, BLACKWOODS, SANCTIMONY) mit ALONE IN THE DARK spannende Horror-, Abenteuer- und SciFi-Unterhaltung in abendfüllender Spitzenqualität. Mit atemberaubenden Stunts und unterstützt von spektakulären Special-Effects meistern Christian Slater (WINDTALKERS, TRUE ROMANCE, DER NAME DER ROSE), Stephen Dorff (COLD CREEK MANOR – DAS HAUS AM FLUSS, BLADE) und Tara Reid (PARTYALARM – FINGER WEG VON MEINER TOCHTER, AMERICAN PIE 1 und 2) ein wahrhaft abgründiges Mysterienspiel.

Die Story

Vor 20 Jahren verschwanden auf geheimnisvolle Weise 20 Kinder aus einem Waisenhaus. Nur ein Kind konnte von der Polizei wieder gefunden werden. Sein Name: Edward Carnby, der fürchterliche Dinge hat mit ansehen müssen.

20 Jahre später arbeitet Carnby als freischaffender Ermittler für unerklärliche und übernatürliche Phänomene. Seine Aufträge führen ihn an entlegene Plätze dieser Erde, um Artefakte längst untergegangener Zivilisationen sicherzustellen. Eines dieser geheimnisvollen Völker waren die Abkani, die vor über 10.000 Jahren verschwunden sind. Die Abkani glaubten, das Tor zwischen unserer Welt des Lichts und jener Welt der Dunkelheit gefunden zu haben. Weil sie von der Gefahr für die Erde wussten, versteckten sie den Schlüssel dazu auf verschiedenen Kontinenten.

Als Carnby mit einem Abkani-Fund aus Chile zu Hause eintrifft, wird er gleich am Flughafen von einem geheimnisvollen Killer verfolgt. Obwohl Carnby ihn nach einer rasanten Verfolgungsjagd in einer Eisfabrik unschädlich machen kann, kommt ihm der Verdacht, dass etwas mit dem Fund nicht stimmt.

Zeitgleich, irgendwo auf einem Schiff. Der fanatische Wissenschaftler Lionel Hudgens hat zusammen mit angeheuerten Helfern einen Abkani-Sarkophag aus purem Gold vom Meeresgrund bergen können. Doch der geldgierige Kapitän Chernick öffnet trotz Hudgens' Warnung den Behälter. Außer Hudgens werden alle Besatzungsmitglieder von einem grässlichen Wesen getötet.

Doch die unfreiwillige Befreiung hat auch Auswirkungen im fernen Amerika. Carnby fällt wie vom Schlag getroffen in Ohnmacht, während 19 Männer und Frauen, darunter Carnbys Freund John Houghton, ohne ein Wort der Erklärung ihre Familien oder Arbeitsstätten verlassen.

Wieder auf den Beinen, macht sich Carnby auf die Suche nach den 19 Verschwundenen. Zusammen mit seiner Ex-Freundin, der Archäologin Aline Cedrac, und Paul Fischer, einem Wissenschaftler von der geheimen Regierungsorganisation "Büro 713", will er dem unerklärlichen Phänomen auf den Grund gehen. Während Aline im städtischen Museum das mitgebrachte goldene Artefakt samt dreier anderer – in Venezuela, Neufundland und Alaska gefundener – Teile untersucht, klärt Fischer ihn über eine andere, weitaus gefährlichere Entdeckung auf: In Carnbys Körper lebt ein geheimnisvoller parasitärer Wurm, der sein Nervensystem kontrolliert, aber aus einem unerfindlichen Grund nicht funktioniert.

Auch im Museum, wo gerade eine Abkani-Ausstellung vorbereitet wird, passieren unheimliche Dinge: Dämonische Kreaturen rasen todbringend durch die Flure, und Carnby kann buchstäblich in letzter Sekunde seine Ex vor den Klauen eines Untiers retten. Wenige Minuten später erscheint eine Spezialeinheit des "Büro 713", um die Wesen endgültig zu töten. Alarmiert von unerklärbaren elektromagnetischen Messwerten, haben die Agenten das Museum lokalisiert. Deren Commander Burke lässt Carnby, einen ehemaligen Mitarbeiter von "Büro 713", aus dem Museum entfernen und verbietet ihm jegliche Einmischung im Fall der 19 verschwundenen Menschen.

Bald darauf werden Carnby und Aline, die sich wieder versöhnt haben, von den 19 zombieartigen Waisen, darunter Edwards Freund John, und einigen Dämonenmonstern angegriffen. Nur dank der bleihaltigen Hilfe von Commander Burke und seinen Männern überleben beide.

Die Spur führt Carnby, Aline und das Team vom "Büro 713" zu einer verlassenen Mine. Während die Agenten draußen in einem Kampf Mann gegen Monster aufgerieben werden, stoßen Carnby, Aline und Burke im Inneren auf eine verlassene Versuchsstation. Beim Anblick der verstaubten Betten und wissenschaftlichen Apparaturen dämmert es Carnby, dass er hier als Kind zusammen mit den anderen 19 Waisen das Opfer grauenvoller Experimente gewesen sein muss. Deren Initiator Lionel Hudgens war seinerzeit auf die damönische Hinterlassenschaft der Abkani gestoßen und züchtete menschlich-dämonische Hybridwesen, um sie zu kontrollieren. Nur bei Carnby hat dies nicht funktioniert.

Plötzlich entdecken die Geisterjäger eine Tür mit einem seltsamen Schließmechanismus. Als sie diesen genauer untersuchen, taucht Hudgens in dem unterirdischen Laboratorium auf. Er zwingt Carnby, Aline und Burke, ihm die Artefakte auszuhändigen. Mit deren Hilfe kann er die Tür öffnen. Hinter dieser liegt eine endlose Höhle, und unzählige darin lebende Dämonenwesen sind gerade dabei, sich ins Diesseits aufzumachen. Den Geisterjägern bleibt nur die Flucht – und der Einsatz ihres mitgebrachten C4-Sprengstoffs. Ansonsten wird die Welt, so wie wir sie kennen, für immer vernichtet werden. Wie vor 10.000 Jahren die Welt der Abkani ...

PRODUKTIONSNOTIZEN

Kurz nach seiner international erfolgreichen Verfilmung des gleichnamigen Sega-Videospiel-Bestsellers HOUSE OF THE DEAD wurde der deutsche Filmemacher Uwe Boll von den Machern des Atari-Spiels "Alone in the Dark, Teil IV" gefragt, ob er nicht auch diesen Stoff ins Kino bringen wolle. Boll, dessen Vita als Regisseur, Produzent und Finanzstratege unter anderem hausgemachte Horrorkost wie RUN AMOK (1994), den amerikanischen Gruselschocker SANCTIMONY (2000) oder den Thriller BLACKWOODS (2002) einschließt, war schnell begeistert vom dreidimensionalen Charakter des Spiels und dem komplexen Plot, der wie geschaffen schien für die kinotaugliche Umsetzung. Ende 2002 waren alle Rechtefragen geklärt, und man konnte sich – unterstützt durch Bolls hauseigenen Filmfonds 3. Boll Kinobeteiligungs-GmbH & Co. KG – an die Vorbereitungen machen.

"Alle Kids, mit denen die ALONE-Hauptfigur Edward Carnby im Waisenhaus aufgewachsen ist, sind verschwunden. Plötzlich wird Carnbys Arbeit als Privatdetektiv für paranormale Angelegenheiten zu einer ganz persönlichen und existenziellen Lebensaufgabe", umreißt Uwe Boll die Metaebene von ALONE IN THE DARK. Dieser spezielle Wesenszug des Protagonisten trägt seiner Ansicht nach wesentlich zum vielschichtigen Handlungsablauf bei, der auch eine mysteriöse Regierungseinrichtung wie das "Büro 713" einschließt.

Zusammen mit Produzent Shawn Williamson, der bereits für BLACKWOODS verpflichtet werden konnte, hat Regisseur Uwe Boll große Unterhaltung für ein breites Kinopublikum realisiert, ohne dabei die treuen Fans des Computerspiels zu enttäuschen. "Es ist ein hartes Stück Arbeit, die Essenz eines Computerspiels unverfälscht auf einen Kinofilm zu übertragen, da beide letztlich sehr verschiedenartige Medien sind", sagt Williamson. "Ein Videospiel ist interaktiv, um die Spieler in verschiedene Richtungen zu bringen. Ein Kinofilm sorgt seinerseits immer für die selben emotionalen Erfahrungen, egal wie oft man ihn anschaut. Ich denke jedoch, dass wir bei ALONE IN THE DARK erfolgreich die Energie und den Geist des Spiels mit den vielen hintergründigen Erzählsträngen verbinden konnten."

Elan Mastai, zusammen mit seinen deutschen Kollegen Michael Rösch und Peter Scheerer Drehbuchautor für ALONE IN THE DARK, gefiel in diesem Zusammenhang vor allem die Anpassung einer komplexen Spielvorlage zu einem abendfüllenden Kinospielfilm, wobei Kult-Horrorautor H.P. Lovecraft (1890–1937) Pate stand. "Solche Spiele bieten wegen ihrer ausführlichen Hintergrund-Stories eine Fülle an geeignetem Material für ein Drehbuch", erklärt Mastai. "Bei einem Computerspiel kann es manchmal bis zu rund 50 Stunden dauern, um eine komplexe Spielstory umfassend nachzuerzählen. Erst das zeigt die wahre Tiefe eines solchen künstlichen Universums."

Für den deutschen Ko-Autor Michael Rösch war es indes wichtig, die Handlung des bestehenden Computerspiels nicht Eins-zu-Eins zu übernehmen. "Also siedelten wir den Film zeitlich ein Jahr nach dem letzten Game an, haben aber natürlich die Hauptfiguren übernommen. Der Film erzählt also ein neues Abenteuer aus dem Leben des Edward Carnby", sagt Rösch, der zusammen mit seinem Script-Partner Peter Scheerer von Uwe Boll Anfang 2003 "entdeckt" wurde. "Damals hatten wir gerade das Buch zu HOUSE OF THE DEAD 2 fertig. Das Script kam bei Uwe und den Produzenten so gut an, dass wir direkt für ALONE IN THE DARK verpflichtet wurden. Wir schrieben also ohne Pause weiter, quasi beide Drehbücher back to back."

Während durch die Kunst der Drehbuchautoren der Kinozuschauer in den Zustand eines Videogamers versetzt werden sollte, arbeitete Regisseur Uwe Boll daran, die "gruselige und furchteinflößende Situation des Allein-im-Dunkeln-Seins" visuell umzusetzen, um eine perfekte Endzeit- oder Apokalypse-Stimmung zu kreieren. "Wir haben die filmische Umgebung denn auch wirklich derart stark vom Tageslicht abgeschirmt, so dass der Zuschauer nicht einmal raten kann, was noch alles im Filmbild auftaucht oder was als nächstes passieren wird."

An der Kreation dieser wahrhaft aufregenden Perspektive hatte auch Special-Effects-Koordinator John Sleep großen Anteil, der bereits die Effekte bei Filmen wie Bolls HOUSE OF THE DEAD oder großen Hollywood-Produktionen wie SCARY MOVIE 3 oder CATWOMAN besorgte. "Wir haben versucht, nicht allzu viele der Set-Elemente abzulichten. Es liegt also bewusst vieles im Schatten, um die eigene Phantasie anzuregen." Allerdings wartet der Film neben seinem dunklen Look auch mit ordentlicher Pyrotechnik auf. "Es passieren eine Menge Explosionen und Feuerwerke, und viele Leute tappen mit Taschenlampen durch den Nebel. Das war ein großer Spaß", sagt Sleep.

Eine besonders aufregende Szene spielt sich dabei im Schacht einer Mine ab. "Der Auftakt für die Szene des finalen Angriffs der dämonischen Kreaturen auf die Männer vom Büro 713 wurde mittels eines großen Krans realisiert. Für das Team war das etwas sehr Ungewohntes", sagt Produzent Williamson. Dank eines hoch engagierten und findigen Filmteams glaubt der Produzent, dass ALONE IN THE DARK trotz eines eher mittleren Independent-Budgets das Gefühl eines Blockbuster-Filmbudgets vermittelt. ALONE IN THE DARK veranschlagte rund 20 Mio. Dollar plus noch einmal rund sieben Mio. Dollar für die Computereffekte, was selbst für ein Independent-Movie eine stolze Summe darstellt. Am Set haben ungefähr 250 Personen mitgewirkt. "Alles in allem", schätzt Regisseur Uwe Boll, rund 400 Beschäftigte vor und hinter den Kulissen.

Hauptdarsteller Christian Slater, der nach eigenen Angaben "eher vom Abnormen denn vom Übernatürlichen beeindruckt ist“, wurde seinerseits von der phantastischen Geschichte und den starken Charakteren ganz schnell in den Bann gezogen. "Ich habe das Videogame gleich ausprobiert, nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, und war fasziniert von den bodenständigen Figuren in beiden Medien, mit denen sich auch normale Menschen identifizieren können", findet der Computerspiel-Freak Slater, der zuletzt in großen Hollywood-Produktionen wie WINDTALKERS, CRIME IS KING oder RUFMORD – JENSEITS DER MORAL zu sehen war. Die Produzenten hat Slater überdies mit seiner hervorragenden körperlichen Konstitution überzeugen können, ergänzt durch frisch erworbene Karatekenntnisse.

Seine Filmpartnerin Tara Reid, die seit den beiden Teilen von AMERICAN PIE sowie in PARTYALARM – FINGER WEG VON MEINER TOCHTER mittlerweile als publikumswirksamer Nachwuchs-Star gehandelt wird, hat sich eifrig auf ihre erste Actionfilm-Rolle vorbereitet. "Ich musste eine Waffe benutzen und gleichzeitig eine Wissenschaftlerin spielen", erklärt die Schauspielerin. "Doch trotz der vielen Action zeigt der Film auch viel Gefühl durch die Liebesbeziehung zwischen Edward und Aline."

Regisseur Uwe Boll, vom Cast mehr als überzeugt, nennt seinen Hauptdarsteller Christian Slater einen "großartigen Schauspieler", der das Zeug zu einem "großen Actionhelden" habe. Bei Tara Reid hat Boll mittlerweile keinen Zweifel, dass sie sich nach ALONE IN THE DARK als "seriöse Schauspielerin" etablieren werde. Als seinen "absoluten Favoriten" bezeichnet der deutsche Horrormeister und Fan des Vampiraction-Abenteuers BLADE indes den Mimen Stephen Dorff, der für die Rolle des Büro 713-Commanders verpflichtet werden konnte. "Slater und Dorff waren jeweils unter den Top Drei beim Wunsch-Cast um die männlichen Hauptrollen", fügt Boll hinzu.

Die konkreten Dreharbeiten für ALONE IN THE DARK begannen am 14. Juli 2003 in und nahe der kanadischen Metropole Vancouver und dauerten nur acht Wochen. Für den routinierten Kostenreduzierer Boll nichts Außergewöhnliches. "Parallel zu unserem Projekt wurde in Vancouver gerade I, ROBOT mit Will Smith gedreht", erinnert sich Boll.

"Um am Schluss des Films eine leere Stadt zeigen zu können, haben wir einen Teil der City abgesperrt", erklärt Produzent Williamson. Die abgelichteten realen Kulissen Vancouvers wurden anschließend in der von der kanadischen Firma Toybox betreuten Postproduktion durch Tausende von Visual-Effects-Aufnahmen ergänzt, darunter fast 700 CGI-Sequenzen mit den schrecklichen Kreaturen aus dem Reich des Bösen. Zudem mussten ganze Tunnelsysteme, Katakomben oder mit Sand gefüllte Kammern errichtet werden.

Am Ende, nach dem Abschluss aller Dreharbeiten und Nachbearbeitungen, ist für Regisseur Boll ein atypischer Horrorfilm entstanden, "eine übernatürliche Suspense-Story mit Thriller- und Horrorelementen, die ein breites Publikum begeistern wird". Drehbuchautor Mastai ist überzeugt, dass ALONE IN THE DARK besonders durch seinen vitalen Zugang zum Übernatürlichen bei den Kinofans punkten wird. "Die Geschichte legt nahe, dass es um uns herum viele paranormale Phänomene gibt, die am Rand unserer Wahrnehmung stehen", erklärt Mastai. "In der Regel stören wir uns nicht daran, und die Phänomene stören uns nicht. Wenn diese beiden Welten aber plötzlich zusammenstoßen, dann..."

Sein deutscher Kollege Michael Rösch ist sich absolut sicher, dass ALONE IN THE DARK gerade bei den deutschen Kinozuschauern besonders gut ankommen wird, da er "eine gute Mischung aus Action, Spannung und Horror bietet". "Denn während reine Horrorfilme in Deutschland nie so richtig populär waren, laufen hierzulande Action-Horror-Mischungen umso besser", sagt Rösch.

 
     
 
 
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