Wesley
Snipes übernimmt in „Blade: Trinity“,
dem explosiven dritten Teil der erfolgreichen Filmserie,
erneut die Rolle des legendären Vampirjägers
Blade.
In einer abgelegenen Wüstenregion erwecken die
Vampirfürsten den Urvater ihrer Spezies zu neuem
Leben: das grausige Monster Dracula. Der furchterregende
Vampir trägt jetzt den Namen Drake (Dominic Purcell),
und er hat inzwischen sein Immunsystem in den Griff
bekommen – jetzt erträgt er auch das Tageslicht.
Was die Sache für Blade nicht leichter macht:
Die Vampirfürsten lancieren eine Verleumdungskampagne,
stellen ihn als mörderische Bestie dar und hetzen
ihm das FBI auf den Hals. Nachdem Blade und sein Mentor
Whistler (Kris Kristofferson) ein explosives Showdown
mit dem Team des FBI-Agenten Cumberland (James Remar)
knapp überstanden haben, ist dem Daywalker klar,
dass er Hilfe braucht. Eher widerwillig verbündet
er sich mit den Nightstalkers, einer Gruppe menschlicher
Vampirjäger, angeführt von Whistlers schöner
Tochter Abigail (Jessica Biel) und dem Sprüche
klopfenden Hannibal King (Ryan Reynolds).
Während
Sommerfield (Natasha Lyonne), die blinde Wissenschaftlerin
des Teams, nach einer endgültigen Lösung
des Vampirproblems forscht, kämpfen die Nightstalkers
unerbittlich gegen Draculas Untote unter der Führung
der mächtigen Vampirin Danica Talos (Parker Posey)
und ihrer langzähnigen Schergen Asher (Callum
Keith Rennie) und Grimwood (Profi-Wrestler Triple
H). Doch schließlich muss Blade höchstpersönlich
dem gewaltigsten Vampir aller Zeiten gegenübertreten,
denn diesmal steht nicht nur sein eigenes Schicksal
auf dem Spiel, sondern das der gesamten Menschheit.
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Nachdem
sich schon der Originalfilm „Blade“ (Blade)
als Hit erwiesen hatte, konnte die Fortsetzung „Blade
II“ (Blade II) dessen Kasseneinspiel sogar noch
übertreffen. In „Blade: Trinity“
muss Daywalker Blade sich nun der größten
Herausforderung in seiner Laufbahn als Vampirjäger
stellen.
David S. Goyer hat die Drehbücher zu allen drei
Filmen der „Blade“-Serie geschrieben und
übernimmt bei „Blade: Trinity“ nun
erstmals auch die Regie. Er analysiert den Erfolg
der Serie. Warum wartet das Publikum so begeistert
auf die nächste Fortsetzung?
„Alle
,Blade‘-Filme bewahren sich eine gewisse künstlerische
Eigenständigkeit. Sie bleiben sich selbst treu.
Sie erzählen düstere, erbarmungslose Geschichten.
Der erste Film entstand zu einer Zeit, als das Publikum
Filme mit Hochglanzhelden gewohnt war – das
entsprach zwar damals allgemein dem Trend. Die Zuschauer
wollten nun aber auch mal etwas weniger Gelacktes
sehen, sie konnten quasi einen Schlag in die Magengrube
vertragen. Die ,Blade‘-Filme sind auf ihre Weise
ebenfalls sehr schick und elegant, und sie haben einen
unverkennbar eigenen Stil entwickelt. Dadurch beeinflussen
sie andere Filme sehr stark, von den vielen Fernsehserien
ganz zu schweigen.“
Goyer
gibt gern zu, dass es ihn nach wie vor fasziniert,
Drehbücher für die Blade-Figur zu entwickeln
– er begeistert sich für Filmhelden, die
im Grunde vor allem gegen sich selbst kämpfen.
„Mich haben Antihelden immer schon angezogen.
Und in der Gruppe der Marvel-Comics-Verfilmungen und
Comic-Kinoversionen allgemein ist Blade wohl der düsterste
Held überhaupt. Ein Held wider Willen, der sich
mit seinen eigenen Widersprüchen arrangieren
muss und nicht einmal besonders sympathisch ist.“
„Darin
ähnelt er Clint Eastwoods Rolle in ,Unforgiven‘
(Erbarmungslos)“, fährt Goyer fort. „Denn
Blade wird ebenfalls in eine Situation gedrängt,
die ihn zwingt, sich für andere Menschen einzusetzen,
aber den Menschen ist es im Grunde egal, ob er sie
rettet oder nicht. Derartige Figuren finde ich immer
wieder interessant.“
Für das neueste Kapitel der Serie hat Goyer zwei
in sich verzahnte Erzählstränge entwickelt
– beide stellen Blade vor fast unüberwindliche
Probleme.
„In
der ersten Geschichte beschließen die Vampire,
Blade fertigzumachen. Durch ein abgekartetes Spiel
hetzen sie ihm die Polizei und das FBI auf den Hals,
und die nehmen den Vampiren damit effektiv die Arbeit
ab“, sagt Goyer. „Als das FBI Blade schließlich
festnimmt, sieht er sich gezwungen, die Hilfe von
Hannibal King und Abigail Whistler anzunehmen –
die beiden gehören einer Organisation von Vampirjägern
an, die sich Nightstalkers nennen. Im dritten Film
sind sie also Blades Verbündete.“
Goyer
weiter: „Gleichzeitig versuchen die Vampire
den König der Vampire wiederzubeleben, den Urvater
der Vampirspezies – er nennt sich Drake und
existiert bereits seit etwa 7000 Jahren. Aus dieser
Figur ist der Dracula-Mythos entstanden. Doch er ist
schon erheblich älter, und er erträgt wie
Blade das Tageslicht. Die Vampire erwecken ihn zu
neuem Leben, weil sie hoffen, ihre tödliche Sonnenallergie
durch seinen Gen-Code endlich zu überwinden.
Dahinter steckt der Gedanke, dass das Erbgut der Vampire
im Lauf der letzten 7000 Jahre doch nicht so rein
geblieben ist, wie sie gedacht hatten. Der Grund für
ihre Sonnenallergie liegt darin, dass sie sich mit
Menschen gepaart haben.“
Produzent Peter Frankfurt berichtet, wie die Nightstalkers
entstanden. „Die Nightstalkers sind menschliche
Guerilleros, sie haben den vollen Durchblick. Hannibal
King wurde einst angegriffen, verwandelte sich in
einen Vampir, hat sich dann aber selbst geheilt. Weil
er sich vom Vampir zurückentwickelt hat, will
er die Blutsauger nun um so erbarmungloser ausmerzen.
Abigail ist nie Vampir gewesen, aber was man ihrem
Vater und der übrigen Familie angetan hat, macht
ihr schwer zu schaffen.“
Das
Ungewöhnliche an der „Blade“-Trilogie:
Die Handlung ist bewusst in der „realen“
Welt angesiedelt. Dazu Goyer: „In gewisser Weise
beziehen wir in den ,Blade‘-Filmen die Gegebenheiten
der Realität mit ein. Wir erklären den Vampirismus
also eher auf wissenschaftliche Weise. Es handelt
sich dabei nicht um ein übernatürliches
Phänomen, sondern um einen Virus, der im Körper
Mutationen auslöst und die Opfer in eine andere
Lebensform verwandelt. Praktisch sind die Vampire
eine andere Spezies. Sie können sich fortpflanzen.
Sie sind nicht untot. Aber natürlich halten wir
uns letztendlich nicht strikt an die physikalischen
Gesetze der Realität!“
Dadurch dass Blade es plötzlich mit den Gesetzeshütern
der modernen Welt aufnehmen muss, ergeben sich interessante
neue Varianten, die Goyer so beschreibt: „In
,Blade: Trinity‘ stellen wir die Frage: Was
würde passieren, wenn tatsächlich Vampire
in unserer Welt existierten? Wie würde das FBI
auf einen Typen wie Blade reagieren? Weil wir in unserem
Realitätsverständnis nicht begreifen, dass
es Vampire gibt, muss jemand wie Blade als gefährlicher
Psychopath erscheinen. Jedes Mal, wenn er einen Vampir
tötet, fehlt die Leiche, die ja zu Asche zerfällt
– es gibt also kaum Indizien, mit denen er seine
verrückten Behauptungen beweisen könnte.“
„Wir
bemühen uns, jeden Film auf originelle Weise
deutlich von den Vorgängern abzusetzen“,
erklärt Produzentin Lynn Harris. „Die Stärke
des ersten ,Blade‘-Films lag in seinem realistischen
Umfeld. Doch ,Trinity‘ geht in Bezug auf Stil
und ,realistischer‘ Umwelt erheblich weiter
als das Original.“
Harris nennt einige der wichtigsten Entwicklungen,
durch die sich die Unterschiede zwischen „Blade:
Trinity“ und den ersten Teilen der Trilogie
illustrieren lassen. „Blade ist inzwischen nicht
nur der Polizei und dem FBI, sondern durch seine Medienpräsenz
auch der Öffentlichkeit bekannt. Im ersten Film
arbeitete er im Untergrund. ,Blade II‘ konzentrierte
sich stärker auf Monster-Effekte. Natürlich
gibt es die auch in ,Blade: Trinity‘, aber wir
legen den Schwerpunkt diesmal deutlicher auf Action
und Martial Arts. Und wir stellen faszinierende neue
Waffen vor.“
Über
die Unterschiede zwischen „Blade: Trinity“
und seinen Vorgängern sagt Produzent Peter Frankfurt:
„Im zweiten Film gingen wir quasi in den Untergrund,
er war stärker stilisiert, eine Welt für
sich. Mit dem neuen Film wollen wir in die Welt zurückkehren,
wir drehen fast in dokumentarischem Stil, als ob wir
Fragmente eines Krieges beobachten, der sich in den
Straßen ausbreitet. Unser Kameramann Gabriel
Beristain hat auch schon ,Blade II‘ gedreht
– er war jetzt sehr gern wieder dabei, weil
er erneut mit David Goyer arbeiten darf. Außerdem
interessierte ihn das im Vergleich zum vorigen Film
völlig auf den Kopf gestellte Konzept. Da musste
er sich wirklich ins Zeug legen und viel experimentieren.“
„Blade:
Trinity“ konzentriert sich auch sehr viel deutlicher
als die ersten Filme auf seine Figuren, wie Frankfurt
betont: „Obwohl ,Blade: Trinity‘ durch
die beste Geschichte der drei Filme überzeugt,
geht es gar nicht so sehr um die Handlung, sondern
vor allem um jene Figuren, die wir hier neu kennen
lernen: Abigail Whistler und Hannibal King unterscheiden
sich völlig von den anderen Helden des Blade-Universums,
und sie sind echt cool. Der Witz liegt darin, dass
sie den Zuschauererwartungen einfach nicht entsprechen
wollen. Sie sind für so manche Überraschung
gut. Lustig wird es natürlich auch, wenn sie
nicht das tun, was Blade von ihnen verlangt. Blade
weiß im Film einfach nicht, wie er mit ihnen
umgehen soll – das zu beobachten bringt wirklich
Spaß.“
Dass Autor David Goyer erstmals auch die Verantwortung
als Regisseur übernimmt, hat sich logisch entwickelt,
wie Produzentin Lynn Harris erklärt. „Immerhin
hat David die Serie zusammen mit Wesley Snipes erfunden.
Er schrieb alle drei Drehbücher, nie wurde ein
weiterer Autor hinzugezogen – er kennt die Materie
in- und auswendig. Natürlich prägt Wesley
seine Rolle ganz ungeheuer, aber wer könnte die
Geschichte besser fortsetzen als der Mann, der sie
begonnen hat?“
„Das
war eine interessante Entwicklung, denn als ich dem
Studio die ,Blade‘-Idee damals vorstellte, habe
ich tatsächlich gleich alle drei Filme konzipiert“,
berichtet David Goyer über seinen ständig
wachsenden Einfluss auf die Entstehung der Filmserie.
„Den ersten Film habe ich nur geschrieben, den
zweiten geschrieben und produziert, beim dritten Mal
bin ich Autor, Produzent und Regisseur.“
Dabei musste sich Goyer auch der kniffligen Aufgabe
stellen, wie man den fulminanten Erfolg der ersten
beiden Filme noch übertreffen könnte. „Dadurch
fühle ich mich besonders herausgefordert, denn
wir sind jetzt beim dritten Film angelangt und müssen
die ersten beiden natürlich überbieten“,
gibt Goyer zu. Wie sich der Film von den Vorgängern
abhebt, dafür nennt der Regisseur ein weiteres
Beispiel: „Der Humor spielt diesmal eine viel
größere Rolle als zuvor – das war
meine ganz bewusste Entscheidung. Inzwischen hat Blade
seine tief sitzende Angst überwunden, er wendet
sich neuen Dingen zu. Schwarzer Humor nimmt also viel
Raum ein, und obwohl er nie in Slapstick abgleitet,
werden die Zuschauer überrascht sein, wie witzig
dieser Film ist.“
Durch „Blade: Trinity“ bekommt Goyer außerdem
die Gelegenheit, mehrere Szenen zu verwenden, die
ursprünglich für die ersten beiden Filme
vorgesehen waren. „Aus verschiedenen Gründen
haben wir bestimmte Szenen damals herausgeschnitten.
Eine Sequenz aus dem ersten Film gab es später
auf der DVD als zusätzliche Szene zu sehen, allerdings
nicht in der kompletten Fassung – es geht darin
um die Antwort auf die Frage: ,Wenn die Vampire siegen,
wie werden sie sich ernähren?‘ Diesmal
können wir die Sequenz so einfügen, wie
ich sie mir ursprünglich vorgestellt habe, das
heißt sehr viel bombastischer, und ich bin überzeugt,
dass sie den Zuschauern gefallen wird. Die zweite
große Sequenz ist eine gewaltige Verfolgungsjagd,
die ich für ,Blade II‘ plante, die aber
aus Kostengründen gestrichen wurde. Diesmal konnten
wir die im Drehbuch acht Seiten umfassende Sequenz
genauso drehen, wie ich sie für den zweiten Film
vorgesehen hatte.“
„Blade:
Trinity“ darf sich rühmen, das ungewöhnlichste,
am eigenwilligsten besetzte Darstellerensemble der
gesamten Trilogie vorzustellen. Als Begründung
für die Auswahl seiner Schauspieler nennt David
Goyer seinen persönlichen Filmgeschmack. „Ich
stehe auf unabhängig produzierte und ausländische
Filme. Deswegen wollte ich meinen Film unbedingt mit
den unterschiedlichsten Filmstars der Independent-Szene
bevölkern. Dadurch ergeben sich nette Begegnungen.
Ich bin von meinen Stars echt begeistert – das
ist wohl das mit Abstand beste Darstellerteam aller
drei Filme.“ |