Am 26. November 1956 gelangt Fidel Castro (Demián Bichir) zusammen mit achtzig Rebellen auf der Yacht ‚Granma‟ nach Kuba. Einer von ihnen ist Ernesto „Che“ Guevara (Benicio Del Toro), ein argentinischer Arzt, der mit Castro das Ziel teilt, die korrupte Diktatur von Fulgencio Batista zu stürzen. Che erweist sich als ein unverzichtbarer Kämpfer, der die Kunst des Guerillakrieges rasch meistert. Wegen seines großen Einsatzes im Kampf wird er von seinen Kameraden und der kubanischen Bevölkerung schnell akzeptiert und verehrt. CHE – REVOLUCION folgt Ernesto Guevaras Weg während der kubanischen Revolution und zeigt seinen Aufstieg vom Arzt zum Kommandeur und schließlich zum Helden der Revolution.
Revolutionär, Vorbild, Ikone. In seinem zweiteiligen Epos CHE erzählt Oscar®-Preisträger Steven Soderbergh („Erin Brockovich“, „Traffic - Die Macht des Kartells“) aus dem Leben jenes Mannes, der noch heute wie kein anderer den Freiheitskampf, und das nicht nur in Lateinamerika, symbolisiert. In der Titelrolle brilliert Benicio Del Toro (Oscar® für „Traffic“), neben ihm sind Rodrigo Santoro („300“, TV-Serie „Lost“), Demián Bichir (TV-Serie „Weeds“), Catalina Sandino Moreno („Maria voll der Gnade“), Julia Ormond („Unter Kontrolle“, „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“), Joaquim de Almeida (TV-Serie „24“, 3. Staffel), Jordi Mollà („Elizabeth – Das goldene Königreich“) und Lou Diamond Phillips („La Bamba“, „Young Guns II“) zu sehen. Franka Potente verkörpert im zweiten Teil Che Guevaras Kampfgefährtin Tania La Guerillera, Matt Damon ist in einer Gastrolle zu sehen.
Die lange Zigarre, das bärtige Gesicht und das Barett: mit diesen Nahaufnahmen der Insignien einer Ikone beginnt CHE – REVOLUCION:
Momente aus einem Interview, das Che Guevara (Benicio del Toro) im Mai 1964 in Havanna der Journalistin Lisa Howard (Julia Ormond) gibt. Sie will von ihm Grundsätzliches wissen, begehrt Auskunft über sein Verhältnis zu Fidel Castro und zu seiner Rolle als Symbol der Revolution. Im November 1964 trifft Che Guevara, damals kubanischer Industrie- und Handelsminister, an der Spitze einer kubanischen Delegation in New York ein. Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen wird er eine Rede halten und darin das revolutionäre Engagement Kubas in der Welt unterstreichen. Antikubanische Proteste und eine Bombendrohung gegen das UN-Gebäude begleiten die Ereignisse.
Che gibt ein Fernseh-Interview und wird bei einer Party dem demokratischen Senator Eugene McCarthy (Jon DeVries) vorgestellt.
Diese beiden historischen Momente (in Schwarzweiß gehalten) umrahmen die Geschichte von Ches Rolle in der kubanischen Revolution. Sie beginnt im Juli 1955 in einer Wohnung in Mexico City, als der Argentinier Ernesto ‚Che‟ Guevara von Raul Castro (Rodrigo Santoro) seinem älteren Bruder Fidel (Demián Bichir) vorgestellt wird. Dieser ist der Kopf einer Gruppe von Kubanern, die seit längerem Pläne für eine Revolution in ihrer Heimat schmieden. Im November 1956 brechen insgesamt 82 Revolutionäre, zu denen auch die Castro-Brüder und Che Guevara gehören, mit der Motoryacht ‚Granma‟ nach Kuba auf.
Während sich der – gleich bei der Landung in Kuba arg dezimierte - Rebellentrupp durch den Dschungel voranarbeitet, kämpft Che mit seinem Asthmaleiden. Der studierte Mediziner Che begleitet die Rebellen zunächst als Arzt. Als eines Tages unter den Freiwilligen, die zu ihnen stoßen, ein ausgebildeter Arzt ist, quittiert Che diesen Dienst mit sichtbarer Erleichterung: er übergibt seine Arzttasche und verkündet, von jetzt an als Guerilla zu kämpfen. Mehr und mehr wird Che bei den Revolutionären zu einer Autorität, bekannt für seine mitreißende Redefähigkeit und seine Prinzipientreue ebenso wie für hartes Durchgreifen bei Regelverstößen. Zwei Verräter, die die Sache der Revolution für ihre eigenen Zwecke missbrauchten, werden zum Tode verurteilt. Che spricht nicht nur das Urteil, sondern nimmt die Exekution auch eigenhändig vor. Seine Popularität steigt weiter. Der Einheit schließen sich weitere Kubaner an, unter ihnen auch Aleida March (Catalina Sandino Moreno).
Als er feststellen muss, dass viele der Freiwilligen, die neu zu den Rebellen stoßen, Analphabeten sind, macht Che Unterrichtseinheiten zur Pflicht. Selbst Regierungstruppen, die auf ein aufgegebenes Lager der Rebellen treffen, müssen anerkennend feststellen, dass die Rebellen viel besser organisiert sind als bislang angenommen. Ches immer wichtiger werdende Rolle innerhalb der Guerilla wird auch von Fidel Castro gewürdigt: Als er Che im Mai 1958 über seine neue Strategie unterrichtet – die Insel in zwei Teile zu spalten, um dadurch die Regierungstruppen zu schwächen - vergisst er nicht, Che zu ermahnen. Er solle sich schonen und nicht stets in vorderster Front zu kämpfen. „Du bist zu wichtig für uns. Das ist ein Befehl.“
Che bewahrt sich eine gewisse Skepsis gegenüber der pragmatischen Realpolitik Fidel Castros, etwa als die Rebellen eine Übereinkunft mit bürgerlichen Oppositionsgruppen vereinbaren. Diese sieht unter anderem eine gemeinsame Übergangsregierung vor. Schließlich gelangen die Rebellen mit ihren Einheiten zur Stadt Santa Clara. Che steht vor seiner bisher größten Herausforderung: die verschanzten Regierungstruppen zu besiegen und gleichzeitig die Herzen aller Kubaner zu gewinnen.