Edward Norton, Colin Farrell, Jon Voight und Noah Emmerich spielen die Hauptrollen in „Das Gesetz der Ehre“: In dem kompromisslosen, aufwühlenden Porträt einer Familie mit langer Tradition im Polizeidienst kommt es zum offenen Konflikt, als ein Korruptionsskandal innerhalb der New Yorker Polizei Schlagzeilen macht. Vier New Yorker Cops starben in einem Hinterhalt – seitdem befinden sich alle Beamten in Alarmbereitschaft und sind äußerst nervös. Weil der Killer noch nicht gefasst ist und derart viel auf dem Spiel steht, übergibt Francis Tierney, Sr. (Jon Voight), Chief der Manhattan Detectives, den Fall seinem Sohn, Detective Ray Tierney (Edward Norton). Eher widerwillig nimmt Ray die Ermittlungen auf, denn die toten Cops standen unter dem Befehl seines Bruders Francis Tierney jr. (Noah Emmerich) und seines Schwagers Jimmy Egan (Colin Farrell).
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob der Routineeinsatz während einer Drogenrazzia in einer furchtbaren Tragödie endete. Doch als Ray sich näher mit dem Fall beschäftigt, entdeckt er, dass jemand die Drogendealer vor den Cops gewarnt hat – jemand aus dem Revier. Was noch schlimmer ist: Die Indizien nähren den unfassbaren Verdacht, dass sein eigener Bruder und sein Schwager damit zu tun haben. Als die offenen Fragen immer drängender werden, spaltet der Fall die Familie: Jeder muss für sich entscheiden, wem er mehr verpflichtet ist – den eigenen Verwandten oder den Vorgesetzten.
Gavin O’Connor („Miracle – Das Wunder von Lake Placid“) inszenierte das Drehbuch von Joe Carnahan & Gavin O’Connor. Die Storyvorlage schrieben Gavin O’Connor & Gregory O’Connor & Robert Hopes. Produziert wurde der Film von Gregory O’Connor, als Executive Producers sind Toby Emmerich, Cale Boyter und Marcus Viscidi beteiligt. Josh Fagan fungierte als Co-Produzent und Robert Hopes als Associate Producer. Weitere Hauptrollen in „Das Gesetz der Ehre“ übernahmen Jennifer Ehle, John Ortiz, Shea Whigham, Frank Grillo und Lake Bell. Zu Gavin O’Connors Team hinter der Kamera zählen Kameramann Declan Quinn, Produktionsdesigner Dan Leigh, die Cutter Lisa Zeno Churgin und John Gilroy, Kostümbildnerin Abigail Murray sowie Filmkomponist Mark Isham.
New Line Cinema präsentiert eine Produktion von Solaris Entertainment/O’Connor Brothers: „Das Gesetz der Ehre“. Der Film kommt im Verleih von Warner Bros. Pictures, a Warner Bros. Entertainment Company, in die Kinos.
Regisseur und Drehbuchautor Gavin O’Connor und sein Zwillingsbruder, Produzent Gregory O’Connor, sind die Söhne eines New Yorker Cops. Sie wissen sehr genau, was Familienbande – persönlich und dienstlich – für Polizisten bedeuten. Beim Konzept zu „Pride and Glory“ (Das Gesetz der Ehre) ging es Gavin O’Connor darum, „eine Geschichte über die New Yorker Polizei zu erzählen und diese ganz eigene Welt auszuloten, in der die Cops leben. Gleichzeitig ging es mir um die Familiengeschichte. Als Sohn eines Polizisten, der sich seinen Kameraden tief verbunden fühlte, wusste ich genau, welchem inneren Konflikt mein Vater ausgesetzt war. Man musste sich für eine Seite entscheiden – einen Mittelweg gab es nicht.“
Und Gregory O’Connor fügt hinzu: „Einerseits wollten wir immer an dieser Welt teilhaben, wahrscheinlich weil so viele Polizistensöhne selbst Polizisten werden, was wir eben nicht geworden sind. Doch wir sind in diesem Milieu aufgewachsen, es ist ein Teil von uns – vielleicht war dies also unsere Alternative, um wenigstens zeitweilig in diese Welt einzutauchen.“
Edward Norton spielt im Film den NYPD-Detective Ray Tierney, der einen Polizistenmord untersuchen muss, in den seine eigene Familie verwickelt ist – eine harte Zerreißprobe für seine Loyalität. Einfache Lösungen gibt es nicht – egal, wie Ray sich entscheidet: In jedem Fall wird er den Menschen wehtun, die ihm das Wichtigste auf Erden sind. „Im Kern der Geschichte entdeckte ich eine interessante Auseinandersetzung mit moralischen Fragen“, sagt Norton. „Es geht um Menschen, die sich gezwungen sehen, die Wahrheit zu sagen – das kann manchmal sehr schwer sein.
Ray steht vor einem fundamentalen Problem – er muss entscheiden, wem gegenüber er sich loyal verhalten wird: Ist seine Familie wichtiger oder ist es sein Pflichtgefühl gegenüber der Institution – das Gesetz oder eine Art höheres Gesetz? Selbst wenn man sich für keine Seite entscheiden muss, ist es faszinierend mitzuerleben, wie jemand in dieses Dilemma gerät. Die entscheidende Frage, die sich hier stellt: Wann kippt das um? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Ray nicht länger für Dinge einsteht, die er für falsch hält? Wann neigt sich die Waagschale zugunsten der Wahrheit – trotz der schmerzlichen Konsequenzen für seine eigene Familie?“
Colin Farrell spielt Rays Schwager Jimmy Egan, der eine gefährliche Gratwanderung zwischen Recht und Unrecht wagt und die Geschichte ins Rollen bringt: „Ich kann den Frust von Cops verstehen, die ihren Kampf auf verlorenem Posten führen. Denn es wird immer Drogen und Gewaltverbrechen geben, die Verbrecher sterben nie aus. Und es wird immer Polizisten geben, die nicht sehr viel verdienen, aber jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen. Ich stelle mir vor, dass ich als Polizist richtig frustriert wäre, wenn ich jemanden auf frischer Tat ertappe, und eine Woche später läuft der wieder frei herum und macht dasselbe wie zuvor. Auch darum verhält sich Jimmy so.“
„Es gibt viele Beispiele dafür, welch schreckliche Dinge aufrechte Leute im Namen einer Institution tun“, bestätigt Greg O’Connor. „Die Institution an sich ist nichts Schlechtes, aber weil ihre Mitglieder ihre eigene Existenz schützen wollen, geraten sie in Situationen, in denen sie schlimme Dinge tun, selbst wenn sie durchaus ehrenwerte Gründe dafür haben.“Gavin O’Connor legt Wert auf die Feststellung, dass unabhängig von den Figuren und dem Milieu in „Das Gesetz der Ehre“ die Polizei durchaus nicht die einzige Institution ist, die sich besonders angesichts der Korruption gegen die Außenwelt abschottet. Er berichtet, dass es neben den Gesetzeshütern dafür viele Beispiele in großen Institutionen gibt, zum Beispiel in Regierungen und in der Geschäftswelt.
„Oft legen Institutionen ihre eigenen Regeln fest. Um diesen Umstand näher zu untersuchen, habe ich die Polizei als Metapher gewählt“, erklärt er. „Als wir klein waren, hörten wir immer wieder von der ,blauen Mauer des Schweigens‘. Ich wollte mich mit diesem unerschütterlichen Ehrenkodex der Cops auseinandersetzen: Wie werden Begriffe wie Stolz und Ruhm eingesetzt, um einen aufrechten Cop dazu zu bringen, an Aktionen teilzunehmen, die eindeutig nicht rechtens sind. Es heißt, dass ,aus einer Cop-Wunde blaues Blut tropft‘, weil sie von eigenen Blutsbanden zusammengehalten werden. Aber außerhalb der blauen Mauer, im Kreis der eigenen Familie, haben sie rotes Blut. Wenn diese beiden Bereiche kollidieren, was passiert dann? Wem gegenüber verhält man sich dann loyal? Das war der Ausgangspunkt für unsere Geschichte.“
Beim Konzept der Story zu „Das Gesetz der Ehre“ arbeiteten die O’Connor-Brüder mit dem pensionierten New Yorker Detective Robert Hopes zusammen. Hopes war auch als Associate Producer und technischer Berater am Film beteiligt. Er berichtet: „Gavin legt größten Wert auf Authentizität. Die verwendeten Begriffe und der Look sollen hundertprozentig der Realität entsprechen.“ Gavin schrieb dann zusammen mit seinem Freund Joe Carnahan, dem Autor/Regisseur von Filmen wie „Narc“ und „Smokin’ Aces“, das Drehbuch über eine Polizistenfamilie: Vertreter mehrerer Generationen werden in einen Mord- und Korruptionsskandal verwickelt, der die New Yorker Polizei erschüttert.