Ein mysteriöser Nebel, der die gesamte Landschaft einhüllt, zwingt die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt, sich in ihrem Supermarkt zu verschanzen. Doch die Mauern können den Schutzsuchenden nur scheinbar Sicherheit bieten. Die Ungewissheit, welche Gefahr in den weißen Schleiern auf sie wartet, zerrt an den Nerven der Zwangsgemeinschaft, schürt Angst und Verzweiflung. Panik macht sich breit, schon bald droht die Grenze zwischen äußerer und innerer Bedrohung zu verschwimmen. Im Angesicht des Todes ist sich jeder selbst der nächste und jeder Nächste wird zum erbitterten Feind...
DER NEBEL ist ein apokalyptischer Psycho-Thriller des Erfolgsduos Frank Darabont und Stephen King. Nach „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“ bringt der Regisseur erneut eine Erzählung des Bestseller-Autors auf die Leinwand. Sublim zeigt er dabei alle Facetten menschlicher Furcht und klaustrophobischer Beklemmung und spielt innerhalb des Genres mit Metaphern für die aktuelle gesellschaftliche Situation in den USA. Mit einem schockierenden Ende bricht er kompromisslos die wichtigste Regel des Hollywood-Kinos. Thomas Jane („Magnolia“, „The Punisher“), Marcia Gay Harden („Mystic River“, „Pollock“), Laurie Holden („Silent Hill“), Toby Jones („Infamous“), Darabonts Weggefährten Jeffrey DeMunn und William Sadler („The Green Mile”, „Die Verurteilten“) sowie der junge Nathan Gamble („Babel“) nehmen in DER NEBEL den Kampf gegen ihre Urängste auf.
Ein Unwetter braut sich mitten in der Nacht über dem idyllischen Städtchen im Bundesstaat Maine an der amerikanischen Ostküste zusammen, in dem David Drayton lebt und noch spät am Abend in seinem Atelier sitzt und arbeitet. Ganz in alter Hollywoodtradition zeichnet er dort Filmplakate und lässt sich vom Gewittersturm vor seinem Fenster kaum beeindrucken. Erst als mit einem Mal der Strom ausfällt und das Haus am See komplett in Dunkelheit gehüllt wird, bringt er sich mit seiner Frau und dem kleinen Sohn Billy im Keller in Sicherheit. Gerade noch rechtzeitig – denn nur kurze Zeit später kracht ein entwurzelter Baum durch die Decke des kleinen Arbeitszimmers.
Am nächsten Morgen hat sich die Wetterlage wieder ein wenig entspannt, doch der dichte Nebel, der direkt aus den nahe gelegenen Bergen zu kommen scheint und unheilvoll über dem Wasser liegt, verspricht nichts Gutes. Aber auch die Schäden der vergangenen Nacht machen den Draytons Sorgen. Denn nicht nur Davids Atelier und damit seine gesamte Arbeit sind zerstört, auch vom Bootshaus ist nur noch ein Haufen Schutt übrig. Ausgerechnet ein Baum vom Grundstück seines Nachbarn Brent Norton, mit dem David eigentlich nur noch über Anwälte kommuniziert, hat es unter sich begraben. Doch da auch Brent selbst nicht verschont geblieben ist und nun ohne Auto dasteht, beschließt David, ihn mit in die Stadt zu nehmen, wo er sich mit seinem Sohn Billy im Supermarkt einkaufen will.
Unterwegs bietet sich ihnen ein Bild der Zerstörung. Zahlreiche Soldaten, die gewöhnlich in den Bergen stationiert sind, verlassen in gepanzerten Militärfahrzeugen ihre Basis und über das Autoradio ist seit dem Unwetter kaum noch ein Sender zu empfangen. In dem etwas in die Jahre gekommenen Supermarkt sind die Kassen ausgefallen, es kann nur mit Bargeld oder Checks bezahlt werden. Natürlich bilden sich lange Schlangen: nicht nur David, sondern die ganze Stadt will sich mit Vorräten eindecken, falls das Schlimmste doch noch nicht überstanden ist.
Die vermeintliche Ruhe nach dem Sturm ist schon wieder vorbei, als plötzlich die Sirenen aufheulen und mehrere Feuerwagen mit Blaulicht durch die Straßen jagen. Immer dichter legt sich der Nebel über die Stadt und unter den Kunden des Supermarkts macht sich schnell Nervosität breit. Als sich dann auch noch der unbescholtene Dan Miller mit einer blutenden Nase in den Laden flüchtet und voller Panik davon berichtet, dass irgendetwas Gefährliches in diesem Nebel lauere, schlägt die Stimmung augenblicklich in Angst um. Sofort stürzt der Erste kopflos nach draußen, um durch die weißen Schleier zu seinem Auto zu gelangen – doch schon nach wenigen Augenblicken sind von ihm nur noch schauderhafte Schreie zu hören.
Geschockt verrammeln die anderen die Tür des Geschäfts, ohne dass irgendjemand ahnt, welche Gefahr sich draußen wirklich zusammenbraut. Stammt der Nebel aus einer chemischen Explosion? Oder ist es tatsächlich „der Tod“, der sich dort ausbreitet, wie die in der Stadt für ihre strenge Religiosität bekannte Mrs. Carmody vermutet? Viel Zeit zum Diskutieren bleibt den Verängstigten nicht. Ganz ohne Vorwarnung wird der Supermarkt von einer enormen Erschütterung heimgesucht, die die Lampen und Regale wackeln und sogar ganze Deckplatten herabstürzen lässt. Nicht nur der kleine Billy wird nun von seiner Furcht übermannt. Auch die anderen können ein Gefühl von Panik nicht länger unterdrücken, und als eine verängstigte Mutter den Laden verlassen und zu ihren hilflosen Kindern gelangen will, wagt es niemand, sie vor die Tür zu begleiten.
Nur sehr langsam beruhigen sich die Eingeschlossenen. David nimmt währenddessen den Lager- und Verladeraum in Augenschein. Als dort unter lautem Scheppern das Rolltor von außen eingedrückt wird, scheint sich für ihn die Vermutung zu bestätigen, dass der Nebel tatsächlich ein fürchterliches Geheimnis birgt. Doch die wenigen, denen er von seiner höchst beunruhigenden Entdeckung berichtet, wie etwa dem Mechaniker Jim, wollen ihm zunächst nicht recht glauben. Wagemutig erklärt sich der junge Supermarktangestellte Norm sogar bereit, das Tor zu öffnen, um von außen den blockierten Generator zu reparieren. Kaum aber ist die Ladefläche ein Stück offen, schießt auch schon ein riesiger Tentakel aus dem dichten Nebel in die Halle und zerrt den schreienden Teenager nach draußen, bevor es den fassungslosen Männern gelingt, die schwere Luke wieder zu schließen.
Entsetzt blicken sie auf die Blutlache, die am Boden von Norms furchtbarem Schicksal zeugt – und auf einen Rest des widerlichen Fangarms, den sie dem Monster abhacken konnten. Was genau sich da draußen im gespenstischen Nebel versteckt, wagt sich niemand wirklich vorzustellen. Aber dass die große Glasfront des Supermarkts keinen ausreichenden Schutz gegen irgendeine Form des Angriffs darstellt, ist allen klar. Auch auf die Gefahr einer weiteren Panik hin beschließen David und der Supermarktangestellte Ollie, zunächst dem rationalen Brent Norton, von den Geschehnissen zu berichten und den Ernst der Lage klarzumachen. Er will von Monstern nichts hören, fühlt sich auf den Arm genommen und glaubt, dass David und die Einheimischen ihm und den anderen Zugezogenen lediglich aus Missgunst eins auswischen wollen. Dass im Nebenraum der abgeschlagene und noch zuckende Tentakel liegt, der zu einem grauenhaften Wesen gehören muss, kann an seiner Sturheit nichts ändern. Die meisten anderen der im Supermarkt gefangenen jedoch, die von dem Vorfall hören, schenken David Glauben.
Verzweifelt machen sie sich daran, die hohen Fenster mit Säcken von Trockenfutter gegen einen möglichen Angriff von außen zu schützen. Doch die Nerven der im Supermarkt Verschanzten liegen blank und der Zusammenhalt der Gruppe beginnt spürbar zu bröckeln. Immer wieder zitiert die gottesfürchtige Mrs. Carmody aus der Bibel und predigt vom jüngsten Tag, was sogar die gutmütige, erst kürzlich zugezogene junge Lehrerin Amanda zu einer wütenden Reaktion provoziert. Auch dass sich ausgerechnet der zurückhaltende Ollie plötzlich als erfahrener Waffenschütze zu erkennen gibt, als Amanda ihm ihre Waffe zur Verteidigung anbietet, empfinden nicht alle als Beruhigung. Und Norton, der noch immer nach einer logischen Erklärung für die entsetzlichen Ereignisse der vergangenen Stunden sucht, lässt sich nicht länger davon abhalten, den Laden zu verlassen und zusammen mit einigen anderen draußen nach Hilfe zu suchen. Schon nach wenigen Metern hat der unheimliche Dunst sie verschluckt.
Langsam rückt die Nacht näher, und mit einigen kleinen Arbeitsscheinwerfern wollen die übrig Gebliebenen der hereinbrechenden Dunkelheit beikommen – ohne zu ahnen, welches Unheil sie mit den Lampen heraufbeschwören. Angelockt vom Licht, sitzen bald riesige, scheußliche Käfer an den Scheiben des Supermarkts. Doch in der undurchdringlichen Nebelwand lauern noch viel größere Gefahren: Saurierähnliche Flugtiere stürzen sich plötzlich auf die Insekten und fliegen dabei mit beängstigender Wucht gegen die Glasfront. Anfangs bleibt es bei kleineren Rissen in den Fenstern, doch es dauert nicht lange bis die erste Scheibe zu Bruch geht. Sofort bricht lebensbedrohliches Chaos aus: Die junge Kassiererin Sally wird von einem der abscheulichen Käfer angefallen, ein hilfloser Mann wird Opfer der Furcht einflößenden und brutalen Vogelwesen. Nur mit Ollies Pistole und einigen selbst gemachten Fackeln bekommen David und die anderen die Situation kaum unter Kontrolle.
Erst als die unheilvollen Eindringlinge endlich besiegt sind und das Loch im Fenster mit einer Holzplatte abgedeckt ist, kehrt ein wenig Ruhe unter den Verzweifelten ein. Doch die Zahl der Toten steigt unaufhörlich – auch nachts, denn der Griff zu einer Überdosis Schlaftabletten fällt manchem leichter als der gnadenlose Kampf ums Überleben. Um wenigstens Joe zu retten, der bei der Abwehr der Insekten lebensgefährliche Verbrennungen erlitten hat und seine höllischen Schmerzen kaum ertragen kann, beschließt David mit einer Handvoll anderer Mutiger, sich zur Apotheke nebenan vorzuwagen und Medikamente zu besorgen. Eine wirkliche Chance auf Rettung, da ist er sich sicher, gibt es allerdings nur, wenn ein paar von ihnen anschließend die Flucht wagen – raus aus dem Supermarkt und hinein in den Nebel.
Mrs. Carmody, die mit ihren fatalistischen Prophezeiungen von der nahenden Apokalypse und der ewigen Strafe Gottes immer mehr verängstigte Anhänger um sich scharen kann, will mit aller Kraft verhindern, dass jemand den Schutz des Ladens verlässt. Doch das couragierte Grüppchen, zu dem neben David auch Ollie, Jim, Dan, die rüstige Lehrerin Irene und der junge Soldat Wayne gehören, lässt sich von seinem Plan nicht abbringen. Mit Taschenlampen, Pistole und dem Mut der Verzweiflung bewaffnet wagt die Truppe sich vor die Tür. Nebenan in der Apotheke finden sie zwar jede Menge Schmerztabletten, aber es bietet sich ihnen ein Anblick des Horrors. Eingesponnen in riesige Spinnenweben hängen die Leichen ihrer Nachbarn und Bekanntenan den Wänden und von der Decke. Mit letzter Kraft kann eines der Opfer, ein Militärpolizist, gerade noch etwas von der Schuld seiner Arbeitgeber stammeln, bevor die anderen erschüttert mit ansehen müssen, wie sich tausende kleiner Spinnen aus seinem Körper den Weg ins Freie bahnen. Noch viel bedrohlicher sind allerdings die albtraumhaft großen Riesenspinnen, die den Weg zurück versperren.
In letzter Sekunde gelingt es David und wenigstens einigen seiner Mitstreiter, wieder zum Supermarkt zu gelangen. In Sicherheit sind sie allerdings auch dort nicht mehr. Mit ihren gefährlichen Brandreden von Schuld und Sühne hat Mrs. Carmody den Großteil der Leute so weit aufgehetzt, dass vernünftige Worte keinerlei Wirkung mehr haben und die aggressive Stimmung jeden Moment zu kippen droht. Als dann das Gerücht die Runde macht, das Militär könne tatsächlich für den Nebel und die grauenvollen Monster verantwortlich sein, gibt es für den fanatischen Mob kein Halten mehr. Ohne darauf zu hören, ob und was der junge Soldat zu sagen hat, verdammt die von Raserei getriebene Carmody ihn als Judas in ihrer Mitte. Besinnungslos und mit Messern bewaffnet stürzt sich die Meute auf ihn – und kommt erst zur Ruhe, als das erste Menschenopfer gebracht ist.
Der völlig schockierte David sieht nur einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation. Um wirklich mit dem Leben davonzukommen, muss er den Supermarkt verlassen. Zusammen mit seinem Sohn, Amanda, Irene, Ollie und den letzten Besonnenen der verzweifelten Gruppe will er versuchen, zu seinem Auto zu gelangen. Vorbei an Mrs. Carmody und an den Tod bringenden Kreaturen, die im düsteren Nebel lauern...