Filminfo: Drachenläufer
 
 

START: 17. Januar 2008

Erfolgsregisseur Marc Forster („Monster's Ball“, „Wenn Träume fliegen lernen") erweckt Khaled Hosseinis gefeierten Bestseller „Drachenläufer" zu bewegendem Leinwandleben - die dramatische Rückkehr eines Mannes in seine gleichsam vertraute wie fremde Heimat. Die Drachen am Himmel Afghanistans markieren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre und mit den beiden unzertrennlichen Freunden Amir und Hassan. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, was den Beginn vom Ende ihrer Freundschaft bedeutet. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in die Heimat und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.

„Drachenläufer“ ist die mitreißende Suche eines Mannes nach Vergebung. Ein faszinierendes emotionales Abenteuer - von den Geistern der Vergangenheit, den Schrecken der Gegenwart und der Hoffnung, die Drachen wieder am Himmel zu sehen. Die aus Berlin stammende Schauspielerin Atossa Leoni („America so Beautiful“) synchronisierte ihre Rolle von Amirs Frau Soraya für die deutsche Fassung selbst. Der in Illertissen bei Ulm geborene und in der Schweiz aufgewachsene Regisseur Marc Forster dreht derzeit mit Daniel Craig in London den 22sten James Bond-Film.

 

„Drachenläufer“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Khaled Hosseini, der zu den meist gelobten Büchern der letzten Zeit gehört und eine tiefgründig emotionale Geschichte von Freundschaft und Familie, von fatalen Fehlern und zurück gewonnener Liebe erzählt. In einem geteilten Land am Rande des Krieges sollen die beiden Jugendfreunde Amir und Hassan für immer getrennt werden. Es ist ein wundervoller Nachmittag in Kabul und am Himmel steigen die Drachen eines vergnügten Flugwettbewerbs. Doch nach dem Sieg des Tages wird die ängstliche Aktion eines der Jungen eine Katastrophe auslösen und zu einer epischen Suche nach Erlösung führen. Jetzt, nach dem er 20 Jahre nach dem er in Amerika gelebt hat, kehrt Amir zurück in ein gefahrvolles Afghanistan, das von den Taliban mit eiserner Hand regiert wird. Hier will er sich den düsteren Geheimnissen stellen, die ihn noch immer verfolgen – eine letzte Chance, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

Der in Illertissen bei Ulm geborene und in der Schweiz aufgewachsene Regisseur Marc Forster („Schräger als Fiktion“, „Wenn Träume fliegen lernen“ und „Monster’s Ball“) verfilmte den Bestseller von Khaled Hosseini mit einer internationalen Besetzung und Crew, einer bemerkenswerten Mischung aus renommierten Schauspielern und Laiendarstellern aus Afghanistan und Zentralasien. Die in Berlin geborene Schauspielerin Atossa Leoni („America so Beautiful“) synchronisierte ihre Rolle von Amirs Frau Soraya für die deutsche Fassung selbst. Gedreht wurde in der westchinesischen Wüste an der Grenze zu Afghanistan. Das Ergebnis ist eine Reise in eine neue Welt – mit einer universellen, menschlichen Geschichte, die jeden anspricht, der jemals auf eine zweite Chance gehofft hat: auf die Möglichkeit einer Veränderung und die Aussicht auf Vergebung.

Im Jahr 2003 erschien der Erstlingsroman „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini wie aus dem Nichts und kletterte schnell auf die Bestsellerlisten der ganzen Welt, wo er sich bis heute noch immer hält. Dieser enorme Erfolg war denkbar überraschend für eine Geschichte aus Afghanistan, jenem Land, das man seit Jahrzehnten nur als Brennpunkt globaler Konflikte kennt. Doch die universellen Themen der Geschichte - Familienbande, Jugendfreundschaft, Mut zur Vergebung und Erlösung durch die Liebe - berührten die Menschen überall, ganz unabhängig von ihrem kulturellen und sozialen Hintergrund. „Drachenläufer“ wurde von einem Arzt geschrieben, der in Afghanistan geboren wurde und, wie seine Hauptfigur, als Kind nach Amerika kam und für lange Zeit nicht mehr zurückkehrte. Der Roman nimmt seine Leser mit auf eine Reise über Kontinente und schildert das Streben eines Mannes, einen Fehler aus der Vergangenheit wiedergutzumachen, der ihn sein Leben lang verfolgte.

Mit sicherem Geschick verbindet Hosseini das Persönliche mit Politischem und bietet eine Geschichte voller Spannung und intensiver Gefühle. Wenngleich die Story fiktiv ist, verleiht Hosseinis intime Kenntnis des Landes der Geschichte eine Echtheit und Humanität, die die Leser tief berührt. Der Autor wuchs im Kabul vor der sowjetischen Invasion und dem Aufstieg der Taliban auf, als die Stadt noch als „die Perle von Zentralasien“ galt. Auch die Auswanderung nach Amerika als Kind kennt Hosseini aus eigenem Erleben. Sein Roman wurde über acht Millionen Mal verkauft und erschien in über 34 Ländern.

Die große Popularität von „Drachenläufer“ sowie die bevorstehende Verfilmung waren für Khaled Hosseini sehr befriedigend. „Ich bin noch immer überrascht, wie stark die Menschen auf meinen Roman reagieren“, erläutert Hosseini. „Das liegt vermutlich daran, dass es einen sehr intensiven, sehr emotionalen Kern gibt, der die Leser bewegt. Themen wie Schuld, Freundschaft, Vergebung, Verlust, Verlangen nach Sühne und der Wunsch, besser zu sein als man ist, sind keine afghanischen Themen, sondern sehr menschliche Erfahrungen, ganz unabhängig vom ethnischen, kulturellen oder religiösen Hintergrund.“

Es waren genau diese Themen, die - lange bevor das Buch zum internationalen Besteller wurde - das Interesse der Produzenten William Horberg und Rebecca Yeldham weckten, die kurz vorher eine Partnerschaft mit DreamWorks SKG eingingen. Beim Lesen des noch unveröffentlichten Manuskripts wurde Horberg und Yeldham klar, dass sie einen außergewöhnlichen Stoff in Händen hielten. „Es war eines der stärksten und filmtauglichsten Bücher, die ich je gelesen habe. Es war magisch“, berichtet Yeldham. „Wir waren so verliebt in das Buch, dass wir es unbedingt verfilmen wollten. Die Geschichte wird auf eine sehr lyrische, bewegende und wunderschöne Art erzählt, die wie von selbst zu einer visuellen Interpretation führt: Beim Lesen sieht man regelrecht, wie sich die Ereignisse entwickeln.“

Horberg ergänzt: „Das Lesen von ‚Drachenläufer’ war eine wundervolle Erfahrung. Die zentrale Idee ist emotional unwiderstehlich: Ganz egal, was man in der Vergangenheit gemacht hat, es gibt einen Weg zurück zum Guten. Man wird als Leser in die Geschichte hineingezogen und dabei an jene Geheimnisse und Narben erinnert, die wir alle in unserem Leben haben. Man begibt sich mit diesen zwei Jungen auf eine Reise - eine Reise, die in die Kultur, in die Familie und zur Erlösung von Amir führt. Für mich war das eine sehr bewegende Erfahrung mit einem großen Potential für einen Kinofilm.“

Horberg und Yeldham präsentierten das Projekt Walter Parkes und Laurie MacDonald, die gerade als Ko-Geschäftsführer der Produktion von DreamWorks aufhörten, um als unabhängige Produzenten zu arbeiten. Gemeinsam sicherte man sich die Rechte an dem Roman und begann mit der Entwicklung des Drehbuchs. Für Parkes liegt das Herz des Buches in der geheimnisvollen, gleichwohl zerbrechlichen Jugendfreundschaft, die es überall auf der Welt gibt. „Ich erinnerte mich sofort an meinen besten Freund, als ich 10 oder 11 Jahre alt war. Und an unsere gemeinsamen, geheimen Fantasiewelten, die sich Jungs in diesem Alter so ausdenken“, erläutert Parkes. MacDonald ergänzt: „Es geht um die Kindheit. Kinder haben die Fähigkeit, in ihrer ganz eigenen Welt Freundschaften und Abenteuer zu finden. Darin liegt sehr viel Wahrheit und viel Hoffnung. Und genau diese Werte haben mich in diesem Buch stark angesprochen.“

Die Filmemacher sicherten sich die Mitarbeit von Khaled Hosseini am kreativen Prozess der Verfilmung. „Khaled war unser Botschafter in dieser Welt, die keinem von uns vertraut war“, betont Horberg. Nach der Hälfte der Projektentwicklung verließen Horberg und Yeldham im Jahr 2005 DreamWorks. Horberg wechselte zu Sidney Kimmel Entertainment (SKE), einer Produktionsfirma mit ausgezeichnetem Ruf für renommierte Regisseure und qualitativ hochwertige Geschichten. Sidney Kimmel erwies sich als großer Förderer des Projektes und Horberg führte den Film als Produzent weiter. Ein früher und leidenschaftlicher Fan des Romans war auch der Ko-Finanzier Jeff Skoll von Participant Productions, jener schnell wachsenden jungen Firma, deren Motto lautet: „mit der richtigen Story die Welt verändern“.

Mitten in die Vorbereitung platzte der enorme Erfolg des Romans, der zu einem kulturellen Phänomen geriet. Leser und Kritiker waren gleichermaßen beeindruckt. Die preisgekrönte Autorin Isabel Allende sagte über das Buch: „Es ist so stark, dass alles, was ich anschließend gelesen habe, für lange Zeit leer erschien.“ Die Filmemacher waren ebenso erstaunt wie begeistert über die enorme Popularität. „Offen gestanden hat niemand von uns geglaubt, dass ‚Drachenläufer’ ein derart großer Erfolg werden würde”, gesteht Parkes. „Es war eine großartige Geschichte mit einem kinotauglichen Helden, der sich existenziellen Problemen stellen muss: Vergebung und Suche nach Identität sind wundervolle, klassische Themen. Aber dass aus dieser multikulturellen Story einmal ein solcher Besteller und einige Jahre später ein großer Hollywood-Film werde würde? Damit hat niemand rechnen können.“

 
     
 
 
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