Filminfo: Drag me to Hell
 
     
 

Starttermin: 11.06.2009

Christine Brown (Alison Lohman) führt ein glückliches Leben mit ihrem Freund Clay Dalton (Justin Long) in Los Angeles. Als Kreditsachbearbeiterin entscheidet sie über die Darlehen für ihre Kunden und kann auf eine Beförderung hoffen, wenn sie vielleicht etwas skrupelloser mit Risikokandidaten umgeht. Bei der alten Mrs. Ganush (Lorna Raver), die sie um Hilfe anfleht, ergreift sie die Chance, Punkte bei ihrem Chef (David Paymer) zu sammeln, und entschließt sich mit schlechtem Gewissen gegen eine Kreditverlängerung. Eine Entscheidung, die nicht folgenlos bleibt und ihr Leben zum Höllentrip macht.

Erst wird sie beschimpft und bespuckt, dann lauert ihr Mrs. Ganush in der Tiefgarage auf und nach einem wilden Zweikampf wird sie auch noch mit dem gnadenlosen Lamia-Fluch belegt, der schon bald seine grausame Wirkung entfaltet. Christine sieht und hört Dinge, die nicht von dieser Welt sind, und der Höllendämon Lamia macht seine Absichten immer unmissverständlicher und brutaler klar. Verständnis und Rat findet Christine allein bei dem Seher Jas (Dileep Rao), der ihr einen möglichen, aber schwierigen Weg zeigt, der ewigen Verdammnis zu entgehen. Während die finsteren Mächte immer näher rücken, muss Christine eine Entscheidung treffen: Wie weit wird sie gehen, um sich aus den Klauen der Lamia zu befreien?

 

Der Schöpfer der „Spider-Man"-Trilogie und der „Tanz der Teufel"-Serie widmet sich nach langer Horror-Abstinenz endlich wieder seiner Paradedisziplin. Mit „ Drag me To Hell" kehrt Sam Raimi zu seinen Wurzeln zurück und schickt eine junge Frau (Alison Lohman) auf eine wüste Geisterbahnfahrt, an deren Ende schon das Tor zur Hölle auf sie wartet. Verflucht von einer zornigen alten Frau greift ein unbarmherziger Dämon nach ihr und sie muss alles aufbieten, um dem unmenschlichen Fluch vielleicht doch noch entkommen zu können.

Lauernde Erscheinungen, geisterhafte Schrecken und handfeste Prügeleien beherrschen Sam Raimis lang erwartetes Grusel-Comeback - ein fesselnder, geradliniger Horrorthriller mit dem berühmt-berüchtigen Raimi-Sinn für Humor – „Drag me to Hell“.

Vor über 10 Jahren schrieben die Brüder Sam und Ivan Raimi den ersten Entwurf des Drehbuchs, aus dem schließlich „ Drag me to Hell“ wurde. Am Anfang hieß das Buch noch ganz einfach „The Curse“. „Wir mochten die Idee von Flüchen schon immer“, erklärt Ivan Raimi. “Es gefällt uns, darüber nachzudenken, was mit einer ganz normalen Person geschehen würde, wenn sie verflucht und in diese außergewöhnliche Situation geraten würde.“

Zufällige, ungewollte Helden oder Krieger haben die beiden schon immer gereizt – von „Darkman“ über „Armee der Finsternis“ bis „Spider-Man“ 2 und 3. So wie der „Tanz der Teufel“-Held Ash Williams und Spider-Mans Alter Ego Peter Parker ist Christine ein ganz normaler Mensch, den es in eine fantastische Parallelwelt verschlägt. Ohne jede Vorwarnung mehren sich bizarre Schrecken und ihr normaler Alltag wird von einem gespenstischen Grauen überrollt. Ein Überraschungsangriff durch eine zornige Frau in ihrem Auto, groteskes Nasenbluten mitten an ihrem Arbeitsplatz, schlimme Tagträume und noch schlimmere Alpträume in der Nacht – übertroffen wird das Ganze noch durch eine surreale Séance und einen atemlosen Endkampf gegen das Böse, um dem sicheren Ende zu entgehen.

Beim Schreiben erdachten sich die Raimi-Brüder jenes Wesen, das zur übernatürlichen Heimsuchung Christines wird, und entschlossen sich für eine mythologische Bestie: die dämonische Lamia. Die Lamia gibt es in verschiedenen Verkörperungen in vielen Kulturen – von der griechischen Göttin, die nach dem Diebstahl ihrer Kinder durch Hera zur Mörderin wurde, über den menschenfressenden Unhold bis zum Sukkubus oder zur Chimäre aus Mensch und Ziegenbock. Die Sagen über diese Wesen haben eines gemein, so Ivan Raimi: „Lamia ist in all diesen Geschichten ein Dämon, der seine verzweifelt schreienden Opfer gewaltsam in die Hölle zerrt.“

Abgesehen von den ersten Szenen des Films schrieben Sam und Ivan Raimi „ Drag me to Hell“ aus der Perspektive von Christine. Nach dem Prolog ist sie in jeder Szene zu sehen. Der Film ist wie eine Fahrt durch eine Geisterbahn und Christine ist der Wagen, in dem man sitzt. Alle Nebenplots werden immer unwichtiger angesichts ihrer zunehmenden Panik und ihrer Verzweiflung über die böse Heimsuchung.

Als Gegenpart zum Aberglauben und zu den Ängsten Christines schrieben die Drehbuchautoren ihren rationalen und vernunftgläubigen Freund Clay ins Drehbuch, einen Professor, der ihr zunächst nicht wirklich glauben kann, dass Mrs. Ganush sie verflucht haben soll. Ivan Raimi beschreibt die Beziehung der beiden so: “Clays Liebe zu Christine ist stärker als das, was ihm sein Verstand sagt – insofern ist der Film auch eine echte Liebesgeschichte.“

Sam Raimi wollte den Film schon nach dem ersten Entwurf des Drehuchs machen, doch dann nahmen andere Projekte an Fahrt auf und „The Curse“ wurde zurückgestellt. Die „Spider-Man“-Trilogie nahm fast ein ganzes Jahrzehnt in Anspruch und so gab es bis 2007 keine Möglichkeit, „ Drag me to Hell“ mit der nötigen Aufmerksamkeit anzugehen. Dann aber entwickelten Rob Tapert, Raimis Partner bei Ghost House Pictures, und Grant Curtis das Projekt weiter, Ghost House Pictures sicherte die Finanzierung und Universal übernahm den Verleih in Amerika und ausgewählten internationalen Territorien, während Mandate - geführt von den ausführenden Produzenten Nathan Kahane und Joe Drake – den Löwenanteil der internationalen Distribution besorgte.

„Dieser Film ist Sams Möglichkeit zu der Art Filmemachen zurückzukehren, die ich als Horrorfan immer in ihm gesehen und geliebt habe“, so Tapert. „Etwas Wildes, Unberechenbares und Überraschendes.“

Raimis langjähriger Produktionspartner war neugierig darauf, was sein Freund nach drei gigantischen Blockbustern mit einem kleineren Budget anfangen würde. „Nach den ‚Spider-Man’-Filmen beherrscht er alle Instrumente des Filmemachens mit noch größerer Souveränität“, fügt Tapert hinzu. „Er versteht alles über das Filmemachen und über Spezialeffekte. Und er hat all das bei „ Drag me to Hell“ genutzt, um etwas zu erschaffen, was das Publikum so hoffentlich noch nicht vorher erlebt hat.“

 
     
 
 
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