Filminfo: Ein russischer Sommer  
 

Kinostart: 28. Januar 2010

1910. Leo Tolstois Frau Sofia (Helen Mirren), seit 48 Jahren mit dem weltberühmten Autor verheiratet, ist außer sich: Tolstois (Christopher Plummer) engster Vertrauter Tschertkow (Paul Giamatti) hat ihren geliebten Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet, die wertvollen Rechte an seinen Werken nicht ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem russischen Volk zu vermachen. Und das, obwohl sie ihm ihr Leben gewidmet hat. Ja sogar, eigenhändig, das Manuskript von „Krieg und Frieden“ sechs Mal abgeschrieben hat!

Voller Leidenschaft nimmt sie den Kampf um ihr gutes Recht auf – doch an den Idealen (und dem Ego) ihres Mannes ist nicht zu rütteln. Je mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, Tolstoi von der Richtigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen.

Genau zwischen die Fronten dieses Minenfelds gerät Walentin (James McAvoy), Tolstois junger neuer Sekretär.

Als glühender Verehrer bewundert er vor allem Tolstois Ansichten über die bedingungslose Liebe – auch wenn sich seine eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet bisher noch in Grenzen halten.

Ganz im Gegensatz zur schönen und geistreichen Lehrerin Mascha (Kerry Condon), die ihre Gedanken über freie Liebe und Sex zum Erstaunen Valentins offen und unbekümmert äußert.

Während der Konflikt zwischen Tolstoi und Sofia epische Ausmaße annimmt und eine wunderbare, lebenslange Liebe nach Jahren des Glücks zum Scheitern zu bringen scheint, lernt Walentin selbst in diesem Sommer die Liebe endlich kennen…

EIN RUSSISCHER SOMMER erzählt die bewegende, faszinierende Geschichte der letzten Tage des ersten weltbekannten Bestseller- Autors und Medienstars Leo Tolstoi. Eine Geschichte, die von Leidenschaft, Liebe, Ehe, Familie, Geiz, Intrigen und Revolution handelt. Und die auf mal humorvolle, mal dramatische Weise zeigt, wie schwierig es ist zu lieben; und gleichzeitig wie unmöglich, ohne die Liebe zu leben.

Das Drehbuch zu EIN RUSSISCHER SOMMER, geschrieben von Regisseur Michael Hoffman (Ein Sommernachtstraum, Tage wie dieser...), basiert auf dem Roman „Tolstojs letztes Jahr“ von Jay Parini, der sich auf Tagebucheinträge von Tolstois engsten Freunden und Verwandten stützt.

Die Geschichte spielt im Jahr 1910 – im Tolstoi-Jubiläumsjahr 2010 jährt sich der Tod des großen Schriftstellers zum 100. Mal.

Für die Verfilmung konnte Michael Hoffman ein beeindruckendes Ensemble internationaler Stars vor der Kamera versammeln, das durch darstellerische Meisterleistungen glänzt: Neben Oscar®-Preisträgerin Helen Mirren (Die Queen) als Tolstois Ehefrau Sofia sind Hollywood-Legende Christopher Plummer (Oben, The Sound of Music, Insider) als Leo Tolstoi, Oscar®-Nominee Paul Giamatti (Sideways) als Wladimir Tschertkow, Anne-Marie Duff (Tagebuch eines Skandals) als Sascha, Kerry Condon (Unleashed – Entfesselt) als Mascha und Shooting-Star James McAvoy (Abbitte, Wanted) als Privatsekretär Walentin Bulgakow zu sehen.

Produziert wurde EIN RUSSISCHER SOMMER von Chris Curling und Jens Meurer, der in Vergangenheit u.a. mit Russian Ark und 27 Missing Kisses schon umfangreich in Russland Filme gemacht hat.

Nach fast 50 Jahren Ehe, in denen sie Leo Tolstoi (Christopher Plummer) treu ergebene Ehefrau, leidenschaftliche Liebhaberin, Muse und Sekretärin war – das Manuskript von „Krieg und Frieden“ hat sie sechs Mal abgeschrieben...eigenhändig! -, steht Gräfin Sofia Tolstois (Helen Mirren) Welt plötzlich Kopf. Im Namen seiner neuen Glaubenslehre hat sich ihr Mann, der weltweit gefeierte Schriftsteller, seines Adelstitels, seiner Besitztümer und sogar seiner Familie entledigt – zu Gunsten von Armut, einer vegetarischen Lebensweise und sexueller Enthaltsamkeit. Und das, nachdem sie ihm 13 Kinder geboren hat!

Als Sofia dann auch noch entdeckt, dass Tolstois engster Vertrauter, der von ihr so verachtete Wladimir Tschertkow (Paul Giamatti), ihren Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet hat, ein neues Testament aufzusetzen, ist sie außer sich. Nicht mehr ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem russischen Volk will er die Rechte an seinem Werk vermachen – das bringt das Fass zum Überlaufen. Mit jeder noch so kleinen List und Verführungskunst, die sie in ihrem eindrucksvollen Arsenal bereithält, kämpft sie voller Leidenschaft für ihr gutes Recht. Doch je mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, Tolstoi davon zu überzeugen, welchen Schaden sie seinem glorreichen Erbe zufügen wird.

Genau zwischen die Fronten dieses Minenfelds – das sich im übrigens vor den Augen und Kameras der Weltpresse abspielt, (Michael Jackson lässt grüßen) – gerät Tolstois neuer Sekretär, der junge und ein wenig naive Walentin (James McAvoy), ein glühender Verehrer des Schriftstellers. Er wird zum Spielball des intriganten Tschertkow und der gekränkten, rachsüchtigen Sofia, die beide versuchen, ihn verschwörerisch für ihre Zwecke einzuspannen. Als Walentin dann auch noch auf die schöne und temperamentvolle Mascha (Kerry Condon) trifft und sich voller Leidenschaft in sie verliebt, wird sein Leben bei den Tolstois immer komplizierter. Zwar ist auch sie eine Anhängerin der tolstoischen Ideen, zum Erstaunen Valentins äußert – und lebt! – sie ihre unkonventionellen Gedanken über freie Liebe und Sex jedoch völlig offen und unbekümmert.

Angetan von Tolstois Idealen der bedingungslosen Liebe, gleichzeitig jedoch verstört von seiner turbulenten Ehe, lernt Walentin in diesem Sommer, welche Komplikationen die Liebe in der wirklichen Welt bereithalten kann…

 
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