Für Johannes Brahms und Robert Schumann war sie der Mittelpunkt der Welt: Clara Schumann. Im Jahr 1850 ist die berühmte Pianistin und Komponistin Clara Schumann (Martina Gedeck) mit ihrem Mann Robert Schumann (Pascal Greggory) und ihren Kindern auf dem Weg nach Düsseldorf. Nach vielen anstrengenden Jahren auf Tournee will Robert dort eine feste Stelle als städtischer Musikdirektor antreten. Doch nach ihrem letzten Konzert in Hamburg lernt Clara den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms (Malik Zidi) kennen, dessen Talent auch ihren Mann begeistert. Aber Brahms ist nicht nur Claras Virtuosität am Klavier verfallen …
Musik, Liebe, Eifersucht, Drama: Die Lebensgeschichte der Clara Schumann ist schon an sich „großes Kino“. Regisseurin und Drehbuchautorin Helma Sanders-Brahms (Deutschland bleiche Mutter), selbst Nachfahrin von Johannes Brahms, erweckt diese Geschichte nun zu fulminantem Leben auf der großen Leinwand. In der Hauptrolle beeindruckt Martina Gedeck (Der Baader Meinhof Komplex). Pascal Greggory (La Vie en Rose) und Malik Zidi (Tropfen auf heiße Steine) spielen die zwei wichtigsten Männer ihres Lebens: Robert Schumann und Johannes Brahms.
Helma Sanders-Brahms. - Drehbuch, Regie
Helma Sanders-Brahms wurde am 20.11.1940 in Emden geboren. Nach dem Abitur studierte sie zwei Jahre lang Schauspiel an der Niedersächsischen Hochschule für Musik und Theater in Hannover und anschließend von 1962 bis 1965 Theaterwissenschaft, Anglistik und Germanistik an der Universität Köln, welches sie mit Examen abschloss. Von 1965 bis 1973 war sie als Rundfunksprecherin und Fernsehansagerin beim WDR tätig und modelte für diverse Fotografen, darunter Charles Wilp und Charlotte March. 1967 absolvierte sie Hospitanzen bei Sergio Corbucci und Pier Paolo Pasolini (Medea) in Rom. Ab 1968 realisierte sie erste eigene Beiträge in den Regionalprogrammen des WDRs, darunter das einzig existierende, private Interview mit Ulrike Meinhof im Jahr 1969. Im selben Jahr entstand auch ihr erster Film Angelika Urban, Verkäuferin, verlobt, der zwei Preise beim Festival in Oberhausen erhielt.
Martina Gedeck als Clara Schumann
Martina Gedeck absolvierte ihre Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar der Universität der Künste in Berlin. Sie spielte an verschiedenen deutschen Bühnen, u.a. am Schauspielhaus Hamburg, am Theater am Turm in Frankfurt am Main und an den Kammerspielen in Hamburg. Gleichzeitig begann sie, Filme zu drehen. Ihr filmisches Schaffen umfasst Filme wie Bella Martha (2002), Elementarteilchen (2005) und Das Leben der Anderen, der 2007 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Auf der Bühne überzeugte sie zuletzt als Minna von Barnhelm am Deutschen Theater Berlin. Martina Gedeck wurde mit zahlreichen bedeutenden Film- und Fernsehpreisen geehrt und war außerdem 2006 Jurymitglied bei den Berliner Filmfestspielen. Bereits 2006 hat sie sich intensiv mit Clara Schumann beschäftigt: In dem Hörbuch „Songs and Letters“ liest sie zusammen mit dem Schauspieler Sebastian Koch abwechselnd aus Briefen und Tagebüchern von Robert und Clara Schumann. Trotz ihres vielfältigen Rollenportfolios ist Clara die erste historische Figur, die Martina Gedeck im deutschen Film und Fernsehen verkörpert.