Kinostart: 25. Oktober 2007
Als der zehnjährige Michael Myers (Daeg Faerch) in der Nacht von Halloween zum ersten Mal mordet, sind die Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen. Michael wird in eine geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis (Malcolm McDowell) jahrelang versucht, mit dem Jungen zu kommunizieren. Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michael (Tyler Mane) aus der Anstalt. Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.
Michael Myers ist zurück! Regisseur Rob Zombie hat sich im Horrorgenre bereits einen Namen gemacht und mit kompromisslosen Filmen wie "Haus der 1.000 Leichen" und "The Devil’s Rejects" seinen individuellen Stil etabliert. Nun setzt er seine Version des Klassikers "Halloween - Die Nacht des Grauens" von John Carpenter um. Es dürfte kaum einen Kinofan geben, der noch nicht vom Serialkiller Michael Myers gehört hat. Die Geschichte des psychopathischen Mörders mit der unverwechselbaren Maske krönte Jamie Lee Curtis Ende der 70er Jahre zur Scream-Queen und wurde als eines der erfolgreichsten Franchises der Filmgeschichte siebenmal fortgesetzt. Rob Zombie bietet den Kinozuschauern seine eigene Interpretation des Originaldrehbuchs von John Carpenter und Debra Hill - und einen anderen Blick auf die Geschichte von HALLOWEEN, dem auch die bewährten Slasher-Elemente nicht fehlen.
In den USA setzte sich Rob Zombies HALLOWEEN direkt an die Spitze der Kinocharts und stellte einen Einspielrekord für das Labor Day Wochenende auf. In Deutschland startet HALLOWEEN am 25. Oktober 2007 – pünktlich zur gruseligsten Nacht des Jahres und blutrünstiger denn je.
Für seinen neuen Film HALLOWEEN vereinte Regisseur Rob Zombie wieder zahlreiche seiner THE DEVIL’S REJECTS-Mitstreiter („The Devil’s Rejects“, 2005) hinter der Kamera, darunter Kameramann Phil Parmet, Production Designer Anthony Tremblay, Komponist Tyler Bates, Cutter Glenn Garland sowie Wayne Toth, der für die Special Make-up Effects zuständig war. Des Weiteren gehört die Kostümdesignerin Mary McLeod, die schon für 88 MINUTES („88 Minutes“, 2007) sowie RESIDENT EVIL: APOCALYPSE („Resident Evil: Apocalypse“, 2004) verantwortlich zeichnete, zu seinem talentierten und eingespielten Team. Die Produzenten des Films, Malek Akkad und Andy Gould, blicken außerdem auf eine lange Vergangenheit mit der HALLOWEEN-Reihe beziehungsweise mit Rob Zombie zurück.
Akkads verstorbener Vater, Moustapha Akkad, finanzierte John Carpenters Original von 1978, und seine Firma Trancas International Films, der die internationalen Rechte an der Filmreihe gehören, produzierte alle nachfolgenden Fortsetzungen. „In gewisser Hinsicht handelt es sich tatsächlich um eine Familientradition, die ich fortsetze“, beschreibt Akkad seine Beteiligung. „Der neue Film ist für uns alle sehr aufregend, und wir sind begeistert, Rob Zombie mit dabei zu haben. Er sorgt für ganz frischen, aufregenden Wind, sowohl für die Fans des Originals als auch für alle neuen Fans, da wir dieses Mal in komplett neue Bereiche vordringen.“ Für Akkad ist HALLOWEEN im wahrsten Sinne des Wortes eine Familienangelegenheit, schließlich verbrachte er einige der prägendsten Jahre seines Lebens am Set der früheren Filme, beginnend mit HALLOWEEN 4 – THE RETURN OF MICHAEL MYERS („Halloween IV“, 1988).
Produzent Andy Gould, der langjährige Manager von Rob Zombie, produzierte schon dessen vorangegangene Filme HOUSE OF 1.000 CORPSES („Haus der 1.000 Leichen“, 2003) und THE DEVIL’S REJECTS. Er erinnert sich, dass die Basis für Zombies Beteiligung an HALLOWEEN kurz nach dem Erfolg von THE DEVIL’S REJECTS gelegt wurde: „Wir hatten uns eine Auszeit genommen, um ein Album aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Ungefähr zu der Zeit kam ein Anruf von Bob Weinstein, der uns sagte, dass ihnen Robs Arbeit gut gefiele. Sie mochten THE DEVIL’S REJECTS und Robs Vorstellungskraft und wollten wissen, ob er nicht mal vorbeikommen und einen Film für sie drehen wolle.“
Gould hat das Treffen noch genau vor Augen, bei dem sie gefragt wurden, ob sie jemals daran gedacht hätten, HALLOWEEN zu drehen. „Die erste spontane Antwort war ein klares Nein“, erzählt der Produzent. „Das ist einfach ein Klassiker, deswegen waren wir zunächst sehr zögerlich. Doch dann kam Rob auf die Idee, dass man vielleicht einen anderen Standpunkt finden könnte, um eine veränderte Geschichte zu erzählen, die nicht bloß Eins zu Eins ein Remake wäre.“
Der Regisseur wusste, dass er bei dieser Neuverfilmung unter genauester Beobachtung stehen würde, schließlich ist HALLOWEEN („Halloween“, 1978) ein Horrorklassiker, der vielen Fans unglaublich ans Herz gewachsen ist. Doch Rob Zombie war sich im Klaren darüber, welch heiligen Boden er betrat und ging die Sache alles andere als leichtfertig an: sein Film richtet sich eben auch an eine neue, jüngere Zuschauergeneration.
Der Regisseur stand klassischen Remakes zunächst skeptisch gegenüber: „Doch dann begann ich, an Remakes zu denken, die mir gefielen, wie etwa SCARFACE („Scarface“, 1983) oder CAPE FEAR („Kap der Angst“,1991). Mir wurde klar, dass wir wohl heute noch 7 die Stummfilmversion von „Dracula“ sehen würden, wäre die Geschichte nicht neu verfilmt worden. Unter diesen Gesichtspunkten änderte sich dann allmählich mein Standpunkt.“
Er machte sich daran ein Drehbuch zu schreiben, das viele Elemente aus Carpenters Original beinhalten, aber auch die Hintergründe ausbauen würde. „In der Originalfassung wird von vielen Ereignissen erzählt, die der Zuschauer nicht zu sehen bekommt“, erklärt Zombie. „Diese Dinge wollte ich mir vorknöpfen, erweitern und endlich zeigen. Es ist eine gute, schlichte Geschichte und ich war mir sicher, dass man sie noch in ganz unterschiedliche Richtungen würde lenken können.“
Akkad hatte Zombies vorangegangene Filme gesehen und hielt sie für Wegbereiter einer neuen Form von Horrorfilm. Der Regisseur brachte einen ungewöhnlichen, mutigen und modernen Stil mit, der für HALLOWEEN wunderbar funktionieren könnte. „Rob hatte ein großartiges Skript geschrieben“, fügt er hinzu. „Als er uns seine Ideen vorstellte, brachte er ein ausgefeiltes Konzept mit, wie man die Kernelemente des Originals erhalten und trotzdem frische Neuerungen einbringen könnte, die man so noch nicht gesehen hatte. Sein Film ist tatsächlich eher eine Neuerfindung oder Neugestaltung der Reihe.“
„BATMAN BEGINS („Batman Begins“, 2005) ist vermutlich ein gutes Beispiel dafür, wie man eine etablierte Geschichte neu erzählen kann“, erklärt Andy Gould. „Man bedient sich ein wenig bei der Hintergrundsgeschichte und füllte einige Lücken. Wenn man die Originalfassung von HALLOWEEN sieht, beginnt dort alles mit dem kleinen Jungen und den ersten Morden. Bei uns geht es nun noch mehr um das Wie und Warum der Geschichte.“ Er macht keinen Hehl daraus, dass einige Szenen natürlich auch eine Hommage an den ersten Film sind, „doch letztlich entspringt der Film der Gedankenwelt von Rob Zombie.“
„Das Überraschende an der Arbeit mit Rob ist, wie viel er in das Projekt investiert“, fügt Akkad hinzu. „Er gibt immer 200 Prozent, egal ob mit den Schauspielern oder irgendeiner anderen Abteilung des Teams. Es besteht kein Zweifel daran, dass HALLOWEEN durch und durch ein Rob Zombie-Film ist, denn er hat jedem Detail seinen Stempel aufgedrückt.“
Obwohl der Film, gerade in der Geschichte des jungen Michael Myers, viele neue Elemente aufweist, nahmen die Filmemacher in der Story des erwachsenen Michael nicht allzu viele Veränderungen an den bereits etablierten Charakteren vor. „Es gab einfach Figuren und klassische Momente, die wir beibehalten mussten. Hätten wir uns von denen zu weit entfernt, wäre es nicht mehr HALLOWEEN gewesen“, erläutert Akkad. „Die Namen der Personen haben wir fast alle beibehalten und es gibt teilweise sogar gleiche Dialogzeilen von Dr. Loomis und den Mädchen, die einfach Markenzeichen geworden sind. Diese Elemente verknüpfen unseren Film mit dem Original, und trotzdem erscheinen sie, sowohl durch die Schauspieler als auch durch den Schnitt, vollkommen neu und frisch.“
HALLOWEEN konzentriert sich auf drei Phasen im Leben von Michael Myers: seine frühen Jahre als Zehnjähriger in Haddonfield, seine Jahre im Sanatorium unter dem wachsamen Auge von Dr. Loomis und der schicksalsreiche Tag seiner Flucht. |