Filminfo: Hitman - Jeder stirbt alleine
 
 

Kinostart: 13. Dezember 2007

HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE basiert auf dem gleichnamigen, preisgekrönten Bestseller-Videospiel und handelt von dem genmanipulierten Elite-Auftragskiller Agent 47. Seine Kennzeichen sind Nervenstärke, Präzision, tödliche Entschlossenheit und der Stolz, mit dem er seine Aufträge erfüllt. Doch nicht einmal Agent 47 kann erahnen, wie das unerwartete Auftauchen einer geheimnisvollen Russin sein exakt austariertes Leben durcheinander bringen wird: Diese rätselhafte Frau wühlt sein Innerstes auf und löst bei ihm ganz ungewohnte Gefühle aus.

Timothy Olyphant (DEADWOOD, STIRB LANGSAM 4.0) spielt die Titelrolle, einen mysteriösen, komplizierten Mann voller Widersprüche: Agent 47 ist ein Geschöpf, das im Genlabor aus der Kombination der DNS von fünf Superschurken entstanden ist und von einer verbannten Bruderschaft der Kirche aufgezogen wurde Seine ganze Existenz scheint auf einer Sünde zu beruhen, doch er führt einen stillen Krieg, um die Welt vom Bösen zu befreien. Er ist brillant, charismatisch und charmant. Auf der anderen Seite gibt er kaum etwas von sich preis und hat keinen Namen – man kennt ihn bloß unter den letzten beiden Ziffern des Barcodes, der auf seinen Hinterkopf tätowiert ist: 47.

 
In weiteren Rollen spielen Dougray Scott (M: I 2, DESPERATE HOUSEWIVES), Olga Kurylenko (PARIS, JE T’AIME), Robert Knepper (PRISON BREAK), Ulrich Thomsen (DAS FEST), Henry Ian Cusick (LOST) und Michael Offei (JAMES BOND 007 – CASINO ROYALE). HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE ist der zweite Spielfilm des Regisseurs Xavier Gens (FRONTIER(S)), der sich sehr von der religiösen Ikonografie von Graphic Novels inspirieren ließ. Gens hat sich bei der Herangehensweise an den Film von seiner Hauptfigur leiten lassen, wie sie ist der Film stylish und cool. Produziert haben den Film Pierre-Ange Le Pogam, Charles Gordon und Adrian Askarieh. Das Drehbuch stammt von Skip Woods (PASSWORT: SWORDFISH). Zum weiteren HITMAN-– JEDER STIRBT ALLEINE Team gehören Kameramann Laurent Barès (FRONTIER(S)) und der für den Oscar nominierte Production Designer Jacques Bufnoir (INDOCHINE).

HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE entstand in zwölf Wochen an Originalschauplätzen in Sofia und den Boyana Film Studios in Bulgarien. Dazu fanden zusätzliche Second-Unit-Drehs in Südafrika, Istanbul, St. Petersburg und London statt.

Der Weg von der Spielkonsole auf die Leinwand begann für HITMAN, als die Produzenten Charles Gordon, Adrian Askarieh und Ko-Produzent Daniel Alter mit dem Projekt zu Twentieth Century Fox gingen. Später stieß EuropaCorp dazu, zu dessen Partnern Filmemacher Luc Besson (LÉON – DER PROFI, NIKITA) und Produzent Pierre-Ange Le Pogam gehören. Zu dieser Zeit befand sich EuropaCorp in der Postproduktion von FRONTIER(S), dem Regiedebüt des jungen Franzosen Xavier Gens. Besson und Le Pogam waren so beeindruckt von dem Film, dass sie den Verantwortlichen bei der Fox vorschlugen, sich einige Szenen daraus anzusehen. Le Pogam erinnert sich: „Am Ende des Screenings sagten die Verantwortlichen bei der Fox nur begeistert: Abgemacht, wir haben unseren Regisseur!“

Zusätzlich zu Gens’ FRONTIER(S), der seine nordamerikanische Premiere 2007 auf dem Toronto International Film Festival feierte, beeindruckte die Produzenten und die Studiobosse aber auch Gens’ umfangreiche Filmerfahrung. Er hatte vom Laufburschen bis zum Regieassistenten bei diversen großen Actionfilmen sämtliche Bereiche einer Produktion kennengelernt. Davon abgesehen ist Gens’ Begeisterung für Filme und das Filmemachen unerschöpflich und vor allem höchst ansteckend.

„Xavier ist ein leidenschaftlicher Filmfan“, sagt Le Pogam. „Er liebt alle Aspekte des Filmemachens und geht darin auf, das Beste aus seinen Schauspielern herauszuholen. Die Entwicklung, die eine Figur von Anfang bis Ende durchmacht, interessiert ihn dabei besonders. Und wie andere Künstler auch verfügt er über die Gabe, gleichwertig kreative Leute aus allen Produktionsbereichen um sich zu versammeln, damit sie mit ihm das Bestmögliche aus einem Projekt herausholen.“

Timothy Olyphant führt seine Entscheidung, die Titelrolle in HITMAN zu übernehmen, gar direkt auf Gens zurück. „Xavier ist ein wahrer Cineast“, sagt der Schauspieler. „Mit ihm über seine Ideen für HITMAN zu reden und darüber, was für ein Film ihm vorschwebte, hat für mich den Ausschlag gegeben mitzumachen. Er hat mich wirklich für das Projekt begeistert.“ Darüber hinaus ist Gens ein leidenschaftlicher Gamer. Deshalb war er sofort Feuer und Flamme, als man ihn fragte, ob er bei dem Film Regie führen wolle. Denn er basiert auf einem seiner Lieblingsspiele: HITMAN von Eidos Interactive. Als Spiele-Enthusiast war es für ihn eine Ehrensache, dass er dem einzigartigen Stil und Geist von HITMAN bei der Verfilmung unbedingt treu bleiben wollte.

Die üblichen Fehler, die bei der Adaption eines Videospiels lauern, galt es unbedingt zu vermeiden. „HITMAN sollte eine originelle und packende Geschichte erzählen“, sagt Gens, „und nicht bloß das Spiel in einen Film verwandeln. Unser Ziel war es, aus dem Spiele-Universum etwas „echtes“ zu schaffen, ohne dabei die ikonografischen Aspekte zu vernachlässigen, die von den Fans so verehrt werden.“

Um das zu erreichen, übernahmen Gens und Drehbuchautor Skip Woods viel von der Mythologie und den Symbolen des Spiels, darunter die ausgeklügelten Waffen, die coolen Outfits und das „fleur-de-lis“-Erkennungszeichen. „Skip hat das zugrunde liegende Material zu einem großartigen Drehbuch umgearbeitet“, sagt Le Pogam. „Er hat eine völlig andere Herangehensweise gewählt und dennoch die Schönheit und die Hauptelemente des Videospiels und der Figur erhalten: schwarzer Anzug, weißes Hemd, rote Krawatte, Glatze und Barcode. Auch die psychologische Mehrdeutigkeit und das Geheimnis, das den HITMAN umgibt, ist noch da – woher er kommt und welche Erziehung er genossen hat, um diese beeindruckenden Fähigkeiten zu entwickeln.

„Agent 47 ist ein Killer, dem das Töten absolut kein Vergnügen bereitet“, fügt Le Pogam an. „Er ist ein Profi, der lediglich seinen Job ausübt. Und das ist es, was ihn so rätselhaft erscheinen lässt. Man fragt sich die ganze Zeit, wie er so geworden ist.“

Ausgestattet mit Woods Drehbuch, einem erfahrenen Produktionsteam und einer brillanten internationalen Besetzung, ließ sich Gens zusätzlich von Filmen inspirieren, die mit dem Videospielgenre überhaupt nichts gemein hatten. „Was mich in erster Linie an HITMAN interessierte, war die Originalität der verschiedenen Figuren und die Atmosphäre – das grafische Universum, in dem der Film angesiedelt ist“, sagt er. „Ich wusste, ich könnte daraus etwas richtig Düsteres machen, eine Kombination aus Thriller und Actionfilm.“ Während Gens und Woods die Titelfigur entwickelten, orientierten sie sich an den grandiosen Einzelgängern, die man eher mit Western verbindet, oder den einsamen Spionen aus Thrillern über den Kalten Krieg, die völlig auf sich allein gestellt sind. „Ich wollte, dass 47 ein isolierter Held ist“, sagt Gens. „Er ist von einer unendlichen Einsamkeit umgeben, die fast mythologische Ausmaße hat.“

Jeder Fan des Videospiels HITMAN dürfte so seine eigenen Vorstellungen davon gehabt haben, welcher Schauspieler in der Lage sein könnte, die blankgeputzten Schuhe von Agent 47 auszufüllen. Doch nachdem die Filmemacher Timothy Olyphant in STIRB LANGSAM 4.0 gesehen hatten, wussten sie: Das ist unser Mann! „Als ich Tim zum ersten Mal traf, war das eine echte Offenbarung“, sagt Gens. „Er ist ein interessanter Typ – ein netter Kerl, sehr cool, aber auch ein bisschen „düster“. Ich wusste, er könnte es schaffen, 47s Suche nach der eigenen Menschlichkeit rüberzubringen.“

„Wer immer auch 47 spielen sollte, musste in der Lage sein, Kraft, Intensität, Anmut und Eleganz gleichermaßen auszustrahlen“, ergänzt Gens. „Als Tim am ersten Drehtag ans Set kam war er genau die Figur, die sich alle für den Film erträumt hatten.“ Um sich auf die Rolle vorzubereiten, trainierte Olyphant sechs Wochen mit einem Personal Trainer, dessen Vorgehensweise er lakonisch so beschreibt: „Lass uns Tim doch für eine oder anderthalb Stunden ins Fitness-Studio holen und dann mal sehen, ob wir ihn nicht dazu bringen können, sich vor Erschöpfung zu übergeben.“ Außerdem musste Olyphant an einem Schießstand den Umgang mit automatischen Waffen trainieren. Vollends verwandelte sich Olyphant schließlich in Agent 47, nachdem man ihm die ikonografische Glatze des Killers rasierte. Die Barcode-Tätowierung von 47 wurde vor jedem Drehtag frisch auftragen, was Olyphant zusätzlich half, sich mit seiner Rolle zu identifizieren.

Von der Glatze war Olyphant anfangs nicht sonderlich begeistert, sah es aber gelassen: „Ehrlich gesagt, die Kostüme fand ich cool, aber den Haarschnitt…nicht wirklich. Am Tag, als man mir den Schädel rasierte, dachte ich, wenn ich doch die Rolle bloß mit Haaren spielen könnte. Doch das gab sich relativ bald, denn die Glatze und das Tattoo am Hinterkopf sind natürlich ausgesprochen markant.“ „47 umgibt eine Aura der Gewalttätigkeit und Kaltblütigkeit, doch im Kern ist er einfach ein Typ, der seinen Job macht, tagein, tagaus“, ergänzt Olyphant. „Er kommt einem sehr einsam vor und wirkt emotional völlig abgekoppelt von dem, was er macht – das ist wahrscheinlich die Voraussetzung, um diesen Job überhaupt machen zu können. Aber das trifft wohl auf jeden zu, der sich in einer sehr hohen Position befindet und eigenverantwortlich handelt. Man versucht, die Dinge möglichst simpel, organisiert und emotionslos zu halten, weil man nur so bei klarem Verstand bleibt und den Job überhaupt ausüben kann.“

Das durchgeplante Leben von Agent 47 und sein klarer Verstand geraten kräftig durcheinander, als er Nika kennen lernt. Die russische Prostituierte vernebelt 47s Sinne. Ihm kommen erste Zweifel an seinem Job und er hinterfragt seine Taten zunehmend. Schauspielerin Olga Kurylenko sagt, dass ihre Rolle entscheidend dazu beiträgt, HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE über die einen typischen Actionfilm hinauszuheben. „Unser Projekt bietet neben großartigen Actionszenen echte Gefühle. Das gefällt mir“, sagt sie. „Als ich ans Set kam und gesehen habe, wie Xavier den Film inszenierte, wurde mir klar, dass HITMAN– JEDER STIRBT ALLEINE sich sehr von den üblichen Videospielverfilmungen unterscheiden würde. Ich hoffe, dass die Zuschauer sich genauso für die Figuren interessieren.“

„Nika ist der Auslöser für 47s inneren Kampf“, sagt Le Pogam. „Er befindet sich mitten in diesem politischen Chaos, ist in Konflikte verwickelt und muss sich mit Leuten auseinandersetzen, die er liquidieren soll und mit solchen, die ihn töten wollen. Mittendrin taucht plötzlich Nika auf. Sie ist wunderschön, hart und charmant gleichzeitig – und sie sorgt sich um ihn. Und das ist er überhaupt nicht gewohnt. Niemand hat ihn darüber aufgeklärt, dass Menschen solche Beziehungen miteinander pflegen. Das wirft sein ganzes Leben über den Haufen.“

Als wäre das noch nicht genug, wird 47 auch noch von dem Interpol-Agenten Mike Whittier erbarmungslos gejagt, der dem Killer seit Jahren im Nacken sitzt. Genau wie 47 ist auch Mike eine vielschichtige Figur, die dem Film eine weitere Dimension verleiht, wie Darsteller Dougray Scott findet. „Es tut einem Actionfilm immer gut, wenn die Charaktere sorgfältig ausgearbeitet wurden“, sagt er. „Dadurch wirkt die Welt, in der sie sich bewegen, viel glaubwürdiger. Alles, was zu mehr Realismus innerhalb der Grenzen des Genres führt, ist grundsätzlich eine gute Sache. Man könnte sich auch einfach zurücklehnen und sagen, weil es nur ein Actionfilm ist, braucht man nur anständige Action. Doch das ist total falsch! Xavier und alle Schauspieler des Films haben das verstanden.“

„Dougray ist ein sehr intensiver Schauspieler“, sagt Gens. „Als wir uns das erste Mal trafen, habe ich versucht, ihm klar zu machen, dass Mike eigentlich ein reiner Familienmensch ist, der aber von dem Drang getrieben wird, Agent 47 zu schnappen. Die Jagd nach ihm kommt Mike wie eine Krankheit vor, denn im Grunde genommen jagt er damit auch seinen eigenen inneren Dämonen hinterher. Dougray hat der Figur interessante Nuancen gegeben.“

Zu Olyphant, Scott und Kurylenko stieß schließlich noch Robert Knepper, der vor allem durch seine Schurkenrolle Theodore Bagwell in der FOX-Hitserie „Prison Break“ bekannt ist. Er wusste, die Vielschichtigkeit der Figuren ebenfalls sehr zu schätzen: „Auf dem Papier machen einige der Figuren – auch meine – schreckliche Dinge“, sagt der Schauspieler, der in HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE einen verschlagenen russischen Agenten spielt. „Entweder du bist der Hitman und tötest Menschen. Oder du jagst den Hitman, bist aber außerdem noch korrupt – und bringst ebenfalls Menschen um. Und dann entdeckt man plötzlich die menschlichen Züge dieser Charaktere und erkennt, dass niemand ausschließlich gut oder böse ist.“

Eine weitere Schlüsselrolle kommt der bulgarischen Hauptstadt Sofia zu, die für die russischen Schauplätze herhalten musste. „Wir haben uns für Bulgarien entschieden, weil wir dort unsere Vorstellungen von den Sets und den Locations die nötig waren, um die Welt zu erschaffen, die uns vorschwebte, am besten umsetzen konnten,“ sagt Gens. „Die Geschichte spielt größtenteils in und um St. Petersburg. Aber wir brauchten einen Ort mit mehr Sowjet- Spionagefilm-Feeling aus den 50er und 60er Jahren – kalt und dunkel.“ Um dem Film eine größere Vielschichtigkeit zu geben schickten die Produzenten ein Second-Unit-Team unter der Regie von Olivier Megaton nach Südafrika, wo eine gewaltige Actionszene entstand.

„Wir wollten einen düsteren, aufregenden Film machen, der toll fotografiert ist, mit sorgfältig ausgearbeiteten Figuren, einem einzigartigen Look und einer ganz besonderen Atmosphäre“, sagt Le Pogam. „Sofia bietet wunderschöne Drehorte wie beispielsweise eine Kathedrale, Gerichtssäle, Universitäten und einen Bahnhof. Wir haben diese sehr moderne Architektur mit Bauten aus unterschiedlichen Jahrhunderten kombiniert und bekamen so den düsteren Look, den wir haben wollten.“ Während Gens mit der Endfertigung von HITMAN - JEDER STIRBT ALLEINE beschäftigt war, dachte er darüber nach, was er sich von dem Film erhofft: „Ich wünsche mir, dass die Gamer zufrieden sein werden und ich möchte, dass das Publikum HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE als eine Art modernen Western wahrnimmt, als eine erschreckende Geschichte mit einem Hauch von Poesie. Der Film besteht aus großen Gefühlen und starken Actionszenen. Agent 47 ist ein gewalttätiger Mann, aber er ist auch jemand, der sein Gewissen erforscht. Es geht für ihn um Erlösung, die Chance, seine Menschlichkeit zu entdecken und ein neues Leben zu beginnen. Ob ihm das gelingt, ist natürlich das Schlüsselelement der ganzen Geschichte.“

 
     
 
 
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