Der 22-jährige Christopher McCandless (Emile Hirsch) hat gerade das College mit Auszeichnung abgeschlossen. Eine viel versprechende Zukunft liegt vor ihm. Eigentlich. Denn ganz zum Leidwesen seiner Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) pfeift er auf das Jurastudium an der renommierten Harvard Universität. Stattdessen spendet Christopher seine gesamten Ersparnisse, immerhin vierundzwanzigtausend Dollar, zerschneidet Kreditkarten und Sozialversicherungsausweis und macht sich auf, sein Leben für sich neu zu erfinden. Er lässt seinen Wagen stehen, verbrennt sein letztes Bargeld und trampt ohne einen Cent in der Tasche quer durch Nordamerika, Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, erfährt menschliche Nähe, schließt Freundschaften. Doch es zieht ihn weiter, bis das Abenteuer in Alaska ein jähes Ende findet...
Der Traum vom Aussteigen, ein Leben in absoluter Freiheit – mit seinem Roman „In die Wildnis“, der die wahre Geschichte des jungen Abenteurers Christopher McCandless nachzeichnet, bewegte Bestseller-Autor Jon Krakauer eine ganze Generation. Oscar-Preisträger Sean Penn hat das Buch mit dem herausragenden Emile Hirsch in der Hauptrolle verfilmt. In den USA ist INTO THE WILD ein absoluter Überraschungshit und gilt bereits jetzt als heißer Kandidat für die wichtigsten jährlichen Auszeichnungen.
INTO THE WILD ist ein modernes Abenteuer – brisant, aktuell und packend bis zum dramatischen Ende!
INTO THE WILD erzählt die wahre Geschichte des jungen Christopher Mc- Candless, der sein privilegiertes und gesellschaftlich vorbestimmtes Leben hinter sich lässt, um auf seiner Reise durch Amerika die absolute Freiheit und ungefilterte Wahrheit zu erfahren. Seine Sinnsuche endet tödlich - jenseits der Zivilisation, in der tiefen und einsamen Wildnis Alaskas. Bestseller-Autor Jon Krakauer hat McCandless‘ Motive erforscht, seine Reise in den Tod rekonstruiert und das traurig-schöne Buch „In die Wildnis“ geschrieben. Oscar-Preisträger Sean Penn hat Christopher McCandless nun mit seiner filmischen Adaption ein Gesicht gegeben und ein Werk von atemberaubender Schönheit geschaffen. Er beschreibt McCandless’ Reise nicht als bloßes physisches Abenteuer, sondern lässt den Zuschauer in seine Seele blicken.
Maßgeblich unterstützt wurde Penn von seinem französischen Kameramann Eric Gautier (DIE REISE DES JUNGEN CHE), der mit viel Sensibilität und präzisem Blick sowohl Momente von poetischer Kraft als auch eindrucksvolle Landschaften voller Schönheit und Anmut mit seiner Kamera eingefangen hat. Die melancholischen Songs stammen von Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder und reflektieren auf musikalischer Ebene den inneren Kampf, den Christopher mit sich bis an sein Lebensende führte.
Hollywood-Jungstar Emile Hirsch (ALPHA DOG - TÖDLICHE FREUNDSCHAFT, DOGTOWN BOYS) hat die Hauptrolle des nachdenklichen und unbeugsamen Idealisten Christopher McCandless übernommen und gibt die bisher beste Performance seiner Karriere. Die Oscar-Preisträger Marcia Gay Harden (MYSTIC RIVER, POLLOCK) und William Hurt (DER GUTE HIRTE, A HISTORY OF VIOLENCE) sind in den Rollen der verhassten Eltern zu sehen, die sensible Schwester Carine wird gespielt von Jena Malone (LYING, SCHUTZLOS - SCHATTEN ÜBER CAROLINA). Auch die Rollen der Weggefährten, die Chris auf seiner langen Reise trifft, sind hochkarätig besetzt: Catherine Keener (CAPOTE, DIE DOLMETSCHERIN) spielt eine Hippiefrau, die ihren eigenen Sohn vermisst, Vince Vaughn (TRENNUNG MIT HINDERNISSEN, MR. AND MRS. SMITH, THUMBSUCKER) gibt in seiner erfrischenden Performance den verständnisvollen Farmer, der gerne mal einen über den Durst trinkt und Hollywood- Veteran Hal Holbrook (WALLSTREET, DIE FIRMA, DER JUNGGESELLE) überzeugt als einsamer Witwer, der in Christopher den Sohn sieht, den er nie hatte.
Ein junger Mann in dürftiger Ausrüstung stapft offenen Blickes durch die weite, schneebedeckte einsame Wildnis Alaskas. Endlich ist er an dem eigentlichen Ziel seiner fast zweijährigen Reise quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika angekommen. In Rückblenden erfahren wir, wer dieser junge Randseiter ist, welche Pfade er einschlug und was ihn bewegte, sich auf einen Trip zu begeben, der schließlich jenseits der Zivilisation und des Konsums in der rauen Natur Alaskas ein jähes Ende findet.
Mai 1990, Atlanta :
Der 22jährige Christopher McCandless (Emile Hirsch) hat gerade das Collage in Emory, Atlanta, mit Auszeichnung abgeschlossen. Seine Eltern (Marica Gay Harden und William Hurt) und seine jüngere Schwester Carine (Jena Malone) sind zur Abschlussfeier extra aus Washington D.C. angereist. Beim gemeinsamen Essen im Restaurant herrscht eine etwas angespannte Stimmung, bis Christopher erzählt, dass er an der Harvard Universität für ein Jurastudium angenommmen wurde. Die Eltern zeigen sich erfreut. Doch insgeheim schmiedet Christopher längst ganz andere Pläne. Inspiriert von Abenteuerromanen wie Jack Londons „Der Ruf der Wildnis“, Henry David Thoreaus „Walden. Ein Leben in den Wäldern“ und vom puristischen Gedankengut Leo Tolstois will er auf Reisen gehen, sein Leben neu erfinden.
Wenige Tage später, Eltern und Schwester sind wieder abgereist, unternimmt Chris die letzten Vorbereitungen, um endlich sein großes Abenteuer beginnen zu können: Er überweist seine gesamten Ersparnisse, immerhin 24.000 Dollar, die eigentlich für das Studium gedacht waren, an die Hilfsorganisation Oxfam (Oxford Committee for Famine Relief), zerschneidet sämtliche Kreditkarten sowie seinen Sozialversicherungsausweis und wirft sogar die alten Familienfotos weg. Dann packt er seinen Rucksack und bricht auf - ohne eine weitere Nachricht zu hinterlassen.
Von Atlanta aus fährt Christopher zunächst mit seinem alten Wagen Richtung Westen und landet in der Wüste von Arizona. Zwar warnt hier ein Verkehrsschild vor Springfluten, aber Chris lässt sich nicht abschrecken und beschließt, am Rand der Straße auf dem Rücksitz des Wagens ein paar Stunden zu schlafen. In der Nacht wird er plötzlich jäh aus dem Schlaf gerissen. Eine riesige Wasserwelle rollt auf das Auto zu. Geistesgegenwärtig kann sich Chris gerade noch retten, sein Wagen wird allerdings von den Wassermassen mitgerissen. Nun muss er seine Reise also zu Fuß fortsetzen. Um eine Identifizierung des verbeulten Wagens zu erschweren, schraubt er die Nummernschilder ab und wirft sie später in eine Mülltonne. Chris verbrennt auch sein letztes Bargeld, von jetzt an wird er per Anhalter reisen.
Juli 1990, Lake Mead, Arizona:
Chris denkt darüber nach, ob er seinem neuen Lebensstil nicht auch durch seinen Namen Ausdruck verleihen könnte. Eine neue Identität wäre zudem auch nicht schlecht, um etwaige Nachforschungen seiner Eltern zu erschweren. Als er sich auf der Toilette einer Raststätte frisch macht, entdeckt er im Mülleimer einen roten Lippenstift. In diesem Moment hat er die Idee: In großen Lettern schreibt er die Worte ALEXANDER SUPERTRAMP auf den Spiegel. Das ist der Name, den er von nun an tragen wird. Jedem, den er auf seine Reise treffen wird, will er sich so vorstellen.
August 1990, Pacific Crest Trail, Nord-Kalifornien:
Beim Trampen lernt Chris alias Alex das Hippiepärchen Rainey (Brian Dierker) und Jan (Catherine Keener) kennen, die mit ihrem bunt bemalten Bus von Ort zu Ort ziehen. Gerne nehmen die beiden den jungen Tramper auf ihrer Fahrt mit. Eine Rast an einem einsamen Strand bietet für Alex eine weitere Gelegenheit, die Schatten seiner Vergangenheit abzustreifen. Obwohl er immer Angst vorm Wasser hatte, geht er zusammen mit Jan ins Meer baden. Auch den Abend verbringt er mit dem Paar, zu denen er schnell eine besondere Verbindung, Wärme und Zuneigung spürt. Trotzdem bricht er am nächsten Morgen in aller Frühe wieder allein auf. Als Rainey und Jan aufwachen, finden sie nur eine Nachricht von Alex, die er in den Sand geschrieben hat: Er bedankt sich für die gemeinsame Zeit mit ihnen.
September 1990, Östliches South Dakota:
Golden stehen die Getreidefelder vor der Ernte im Korn. Alex beschließt, einen Job bei dem sympathischen Farmer Wayne (Vince Vaughn) anzunehmen. Er lernt, die Erntemaschinen zu bedienen, fährt vom frühen Morgen bis zum blutroten Sonnenuntergang mit dem Mähdrescher über die Getreidefelder, packt an, wo es nötig ist. Die körperlich Arbeit macht Alex richtigen Spaß. Abends sitzen er gemeinsam mit Wayne bei einem Bier an der Bar. Alex erzählt Wayne von seinen Maximen und davon, dass er seine persönlichen Grenzen in der Wildnis von Alaska ausloten will. Wayne kann die Beweggründe des Jungen verstehen, warnt ihn aber auch zur Vorsicht. Eines Morgens wird Wayne überraschend verhaftet. Alex muss nun weiterziehen, denn ohne Wayne gibt es für ihn keine Arbeit mehr auf der Farm. Er hält aber weiter Kontakt zu seinem liebgewonnenen neuen Freund. Von den verschiedenen Stationen seiner Reise schickt er Wayne Postkarten ins Gefängnis. Bei seinen Eltern und seiner Schwester meldet er sich dagegen auch weiterhin nicht.
Colorado River, Arizona:
Mit einem Kanu den Colorado River zu befahren, Richtung Mexiko – das war schon immer Alex’ großer Traum. Doch von offizieller Stelle erfährt er, dass eine solche Flußfahrt ohne teuer zu erwerbende Lizenz und erhebliche Wartezeit nicht erlaubt ist. Von Regeln und Vorschriften will Alex sich aber nicht länger bevormunden lassen. Kurzerhand kauft er sich von seinem ersparten Lohn aus der Farmarbeit ein Kanu und lässt es einfach illegal zu Wasser. Er durchquert die Stromschnellen, das wilde Wasser umtost ihn, endlich fühlt er sich der Natur ganz nah.
Dann wird der Fluss breit und ruhig, er treibt dahin. Am Ufer vergnügt sich ein dänisches Pärchen bei lauter Musik aus einem Ghetto-Blaster. Ein flachsblonder Typ (Thure Lindhardt) balgt mit seiner Freundin (Signe Egholm Olsen) herum. Die beiden winken Alex, ans Ufer zu kommen, um einen Hot Dog mit ihnen zu essen. Doch auf einmal ertönt das Signal der Flusskontrolle. Alex muss schnell flüchten. Es gelingt ihm, der Patrouille mit seinem Kanu zu entkommen. Mühsam zieht er es einen Hügel hinauf.
Dezember 1990, Sea of Cortez:
Alex wird am mexikanischen Grenzübergang in die Vereinigten Staaten von US-Zollbeamten aufgegriffen. Mit seinem Kanu hatte er es bis nach Mexico geschafft. Die Rückkehr in die Staaten scheint nun allerdings ohne Papiere unmöglich. Alex wird verhört, will aber seine wahre Identität unter keinen Umständen Preis geben. Dann, im günstigen Moment, kann er flüchten. Er springt auf einen Zug auf, der ihn bis nach Los Angeles bringt.
In der Millionenmetropole versucht Alex, einen Unterschlupf zu finden und einen neuen Ausweis auf den Namen Alexander Supertramp zu beantragen. Doch die freundliche Schalterbeamtin der Meldebehörde glaubt ihm seine Geschichte nicht und verweigert ihm die neuen Papiere. In der Nacht läuft Alex verloren durch die Straßen. Verkrachte Existenzen und Obdachlose vegetieren am vom Neonlicht erhellten Straßenrand, während sich der wohlhabende Teil der Bevölkerung hinter den sicheren Glasscheiben der Restaurants und Bars amüsiert. So einer hätte auch er sein können, fährt es ihm widerwillig durch den Kopf. Ein Gedanke, der ihn so sehr anwidert, dass er schnellstmöglich die Stadt verlassen will, wieder mit dem Zug.
Doch dieses Mal verläuft die Fahrt alles andere als reibungslos: Ein Mann, der mit seinem Hund die Waggons nach blinden Passagiere durchsucht, spürt Alex auf. Brutal schlägt er den wehrlosen Jungen zusammen und lässt ihn dann am Schienenrand liegen. Schlimme Erinnerungen werden in Alex wach: Erinnerungen an die Streitereien der Eltern, die sich nicht selten derart zuspitzten, dass der jähzornige Vater seine Frau selbst vor den Augen der Kinder schlug.
Dezember 1991, Niland, Kalifornien, Slab Cit y:
Jan und Rainey, das Hippie-Pärchen, staunen nicht schlecht, als Alex plötzlich vor ihnen steht. Die beiden hatten ihm von Slab City, der wundersamen Siedlung der Nonkonformisten erzählt, und nun ist Alex gekommen, um die beiden an diesem Ort zu besuchen. Jan und Rainey nehmen Alex freudig bei sich auf, und er hilft ihnen beim Verkauf alter Bücher.
Bei einem geselligen Abend lernt Alex auch die 16-jährige Tracy (Kristen Stewart) kennen, die ihn mit ihrem Gesang und dem Spiel auf der Gitarre berührt. Von nun an verbringen die beiden viel Zeit miteinander, reden über Gott und die Welt, und Tracy verliebt sich Alex. Doch er kann und will sich nicht darauf einlassen, ihn zieht es immer noch weiter.
Bevor er aufbricht, vertraut Jan ihm an, dass sie selber auch einen Sohn hat, ungefähr in Alex’ Alter. Seit zwei Jahren hat sie nichts mehr von ihm gehört, und die Trennung und Ungewissheit über sein Schicksal belasten sie sehr. Jan vermutet, dass Alex’ Eltern ebenso leiden wie sie. Zum Abschied schenkt sie Alex eine selbstgestrickte rote Wollmütze.
Januar 1992, Anza Borrego Desert, Oh My God Hotsprings:
Alex letzte Station vor Alaska ist die Anza Borrego Wüste in Kalifornien. Dort lernt er den greisen Witwer und Army-Veteranen Ron Franz (Hal Holbrook) kennen, der ihn einlädt, eine Zeit lang bei ihm zu wohnen. Seitdem er Frau und Sohn vor etlichen Jahren durch einen Autounfall verlor, lebt Ron einsam und zurückgezogen. Er betreibt eine kleine Lederwerkstatt. Von ihm lernt Alex, wie man Leder bearbeitet. Er fertigt sich einen Ledergürtel, in den er die einzelnen Stationen seiner fast zweijährigen Reise ritzt. Am Ende des Gürtels steht ein großes „N“. Ron fragt Alex, für was das „N“ stehe, und Alex antwortet: „Es steht für Norden. Für Alaska.“
März 1992:
Alex will endlich zum letzten Teil seines Abenteuers aufbrechen. Ron fährt ihn mit seinem Auto ein Stück des Weges. Als sie sich verabschieden, gesteht er Alex, dass er ihn gerne adoptieren würde. Alex vertröstet ihn. Er würde gerne mit ihm darüber reden, wenn er aus der Wildnis zurückgekehrt ist.
Von Fairbanks aus schreibt Alex seine letzte Karte an Wayne: „Grüße aus Fairbanks! Dies wird meine letzte Nachricht an Dich sein, Wayne. Bin vor zwei Tagen hier angekommen. Dieses Abenteuer geht vielleicht tödlich aus, und es kann sein, dass du nie wieder von mir hören wirst. Ich möchte aber, dass Du weißt, wie sehr ich Dich bewundere. Ich breche nun auf in die Wildnis. Alex.“
April 1992:
Alex hat eine Mitfahrgelegenheit bis zum Stampede Trail bekommen, einem mit Schnee bedeckten Pfad, von dem aus er direkt in die Wildnis gelangt. Der freundliche Fahrer schenkt ihm noch ein paar Gummistiefel, die seine Füße trocken halten sollen. Alex hat Glück. Schon bald findet er mitten in der Wildnis einen verlassenen Bus. Der Motor fehlt zwar, aber es gibt darin eine alte Matratze und einen Ofen. Alex steht auf dem Dach des Busses und ruft so laut er kann: „Ist hier jemand?“ Er bekommt keine Antwort, und genau darüber ist er mehr als froh. Er fühlt sich frei wie nie zuvor, ist eins mit der Natur. Er ernährt sich von Reis, mit dem er sich bevorratet hatte, und schießt von Zeit zu Zeit ein kleines Nagetier. Zur körperliche Hygiene hat er sich eine Dusche gebaut; heißes Wasser macht er sich auf dem Ofen, der auch den Bus beheizt.
Langsam wird es wärmer, der Schnee beginnt zu schmelzen. Alex fühlt sich glücklich, noch nie hat er sein Leben so geliebt. Er streift durch die Wälder, beobachtet Tiere, baut kleine Staudämme, lässt sich nackt im Fluss treiben. Das ist die absolute Freiheit! Über alles führt er Tagebuch. Er liest viel. „Es lebe das urzeitliche, reißende Raubtier! Und Captain Ahab ebenfalls!“ ritzt er in die Wand seines Trailers. Das ist die Wahrheit, nach der er gesucht hat. Aber irgendwann holt ihn die Einsamkeit ein, und damit einher kommt die Erkenntnis, dass Glück nur dann wahrhaftig ist, wenn man es teilen kann. Mit dieser neu gewonnen Weisheit will Alex zurück in die Zivilisation aufbrechen. Doch der Bach, den er vor ein paar Wochen noch ohne große Mühe überqueren konnte, hat sich mit der Schneeschmelze in einen reißenden Fluss verwandelt und ist nicht mehr passierbar.
Alex’ Reisvorräte sind bald aufgebraucht, und auch die Jagd bleibt jetzt erfolglos. Kein einziges Tier ist in Sicht. Verzweiflung und Hunger werden immer größer. Er macht sich auf die Suche nach essbaren Pflanzen und gerät dabei an eine giftige Kartoffelpflanze, die er erst identifizieren kann, als es schon zu spät ist: Er hat sich vergiftet. Sein Magen kann keine Nahrung mehr aufnehmen und verarbeiten. Mit jedem Tag wird Alex dünner und schwächer. Er sieht dem Tod ins Auge und überlegt, wie es wäre, seine Eltern noch einmal in die Arme zu schließen. Ob sie wohl das sehen, was er gerade sieht?
Alex stirbt, nicht ohne vorher eine Nachricht zu hinterlassen: „Ich hatte ein glückliches Leben. Christopher Johnson McCandless.“ Die Dinge beim Namen nennen – den Rat des Doktor Schiwago aus Pasternaks Roman befolgte er in seiner Todesstunde: Aus Alex Supertramp wurde wieder Christopher McCandless.