Regency Enterprises und Twentieth Century Fox laden Sie ein, MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH („Meet the Spartans“) kennen zu lernen. Der Film wurde von den neuen Meistern der Filmparodie, dem Autoren- und Regie-Team Jason Friedberg und Aaron Seltzer in Szene gesetzt. Nachdem sie das Gruselgenre (als zwei der Autoren von SCARY MOVIE („Scary Movie“, 2000)), romantische Komödien (DATE MOVIE („Date Movie“, 2006)) und die Hollywood Blockbuster (EPIC MOVIE („Fantastic Movie“, 2007)) kräftig durch den Kakao gezogen haben, nehmen sie nun die beliebten Speer-und-Sandalen-Epen à la 300 („300“, 2006) sowie andere beliebte Zeitgeist-Produkte unserer Pop-Kultur ins Visier.
Der heroische Leonidas, angetan mit nichts außer lederner Unterwäsche und einem Cape, führt 13 – in Worten dreizehn! – tapfere Spartaner in den Krieg gegen die persischen Invasoren. Die haben in ihren Reihen den „Ghost Rider“, Rocky Balboa, die „Transformers“ sowie eine Paris Hilton mit Buckel... eine große Herausforderung für die Spartaner, die nichts fürchten - außer dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Oder waren das die Gallier?
In MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH machen sich Friedberg und Seltzer über die „ach so coole, höchst stilisierte Welt“ von 300 lustig. Dabei scheuen sie sich nicht, auch über andere Blockbuster wie TRANSFORMERS („Transformers“, 2007), SHREK („Shrek – Der tollkühne Held“ 2001), CASINO ROYALE („Casino Royale“, 2006), SPIDERMAN („Spider-Man“, 2002) und HAPPY FEET („Happy Feet“, 2006) sowie die Reality- Shows „American Idol“, „Dancing with the Stars“, „America’s Next Top Model“ und „Deal oder No Deal“, das Videospiel „Grand Theft Auto“ und Berühmtheiten wie Paris Hilton, Lindsay Lohan, Britney Spears, Donald Trump, Dr. Phil, Tom Cruise, J-Lo oder „Brangelina“ herzuziehen.
In Friedbergs und Seltzers Sparta grüßen sich Männer mit einem Kuss und Frauen mit einer speziellen Form des Händeschüttelns. Auf dem Weg in den Krieg singen die tapferen 13 Spartaner „I Will Survive“, während es ihr Anführer Leonidas mit einem „Happy Foot“- Pinguin zu tun bekommt. Der buckelige Sandman, der die Spartaner verrät, entpuppt sich als Paris Hilton, während die Handlung wie aus Zauberhand plötzlich am Set von „Deal or No Deal“ stattfindet. Was hat die Filmemacher dazu veranlasst, 300 zum Ziel ihres Spottes zu machen? „Uns gefiel die Brutalität des Films und besonders die lederne Unterwäsche,“ antwortet Friedman grinsend. „Die Figuren sind alle extreme Machos und auch an homoerotischen Untertönen mangelt es nicht. Diese Themen gefielen uns und wir finden, dass sie sich geradezu für eine Parodie aufdrängen.“
Seltzer präzisiert: „Die Figuren von 300 nehmen sich wirklich sehr wichtig. Deren humorlose Art bot sich als Zielscheibe von Spott geradezu an. In MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH nehmen sich die Figuren immer noch sehr ernst – und wir nehmen das in parodistischer Art auf die Schippe.“ Die erotischen Untertöne von 300 sind auch in MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH allenthalben zu spüren – manchmal höchst subtil und dann wieder ganz geradeheraus. So wurden beispielsweise einerseits die markanten Bauchmuskeln der Spartaner aus 300 übernommen, andererseits haben Seltzer und Friedberg die spartanische Grußtechnik etwas umgekehrt.
„Man muss der Gerechtigkeit halber sagen, dass nicht wir die homoerotischen Untertöne erfunden haben,“ sagt Friedberg. „Darauf wiesen bereits zahlreiche Kritiker in ihren Besprechungen hin. Und im gezeichneten Original trugen die Männer nicht einmal Hosenbeutel. Sie waren nackt, ganz so wie die alten Griechen. Also mussten wir nicht lange nach unseren Themen suchen – sie wurden uns geradezu auf dem Silbertablett serviert. Aber unser Humor ist nie gehässig, er bleibt immer aufrichtig und herzlich.“ Um ihren Leonidas zu finden, jenen Mann, der die tapferen 300 – ähh, 13 – in die Schlacht gegen die persische Übermacht führt, trafen sich die Filmemacher mit Hunderten von Schauspielern. Die Wahl fiel auf den Briten Sean Maguire, der dies- und jenseits des Atlantiks bereits seit Jugendjahren für Film und Fernsehen gearbeitet hat. Er ist ein perfekter Wiedergänger des Leonidas (Gerard Butler) aus 300, Aussehen, Stimme und knallhartes Auftreten inklusive.
Maguire beeindruckte Seltzer und Friedberg vor allem damit, dass er sein Spiel ganz geradlinig anlegte und auf „komödiantische“ Ticks verzichtete. „Um diese Art von Komödie zum Leben zu erwecken, muss man als Hauptdarsteller seinen Part ganz in der Realität verankern. Während des Drehs schien es oft so, als wäre sich Sean gar nicht bewusst, dass er in einer Parodie spielt,“ erinnert sich Friedberg. „Das Problem einer Parodie besteht für den Schauspieler darin, sich über einen anderen Film, eine andere Rolle lustig zu machen, dabei aber vollkommen die Contenance zu bewahren,“ führt Maguire aus. „Wenn das klappt, klappt auch diese Art von Komödie.“
Maguire nahm sich bei seinem Spiel sehr zurück, wollte seinen Part nie übertreiben. „Wir haben MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH gemacht, weil wir 300 mochten,“ erklärt der Darsteller. „Obwohl es so aussehen mag, als ob wir uns nur über Zack Snyders Werk und dessen Figuren lustig machen, gefiel uns seine Arbeit wirklich. Ich versuchte so gut ich konnte, Gerard Butler meine Referenz zu erweisen. Er hat als Leonidas einfach Hervorragendes geleistet. Und außerdem machte es Spaß, die besonderen Momente von 300 wiederzubeleben und gleichzeitig etwas ganz Eigenes zu kreieren “ Die Rolle des Leonidas war für Maguire auch in physischer Hinsicht eine echte Herausforderung. Um an Butlers Leistung heranzukommen, musste er körperlich in bester Form sein. Und auch fit aussehen. „Ich hatte drei Wochen Zeit, mir sieben Kilo Muskeln anzutrainieren,“ erinnert sich der Mime. „Ich trainierte zweimal täglich. Ich hatte einen Fitnesstrainer und einen Ernährungsberater – und so gut wie kein Privatleben und keinen Spaß mehr. Ich durfte nicht trinken, keine Fette zu mir nehmen, keine Kohlehydrate, keinen Zucker. Es war echt öde.“ „Aber es hat sich ausgezahlt,“ sagt Seltzer, „Sean sieht bei uns ebenso glänzend aus wie Gerard in 300.“
In der Rolle von Leonidas Ehefrau, Königin Margo, ist Carmen Electra zu bewundern, eine „Veteranin“ der beiden früheren Seltzer-Friedman Kooperationen DATE MOVIE und EPIC MOVIE. Electra, so sagen die Filmemacher, weiß, worum es bei dieser Art von Filmen geht. „Carmen weiß genau, worauf wir abzielen,“ sagt Friedberg. „Sie ist wunderhübsch und sexy, versteht es aber auch, witzig zu sein. Sie brachte alle Qualitäten mit, die für diesen Part notwendig sind – darunter Sexappeal und Zügellosigkeit.“ „Ich spiele gerne in Parodien mit, besonders in jenen, bei denen Jason und Aaron ihre Finger mit im Spiel haben. Sie haben einfach diesen ganz speziellen Humor,“ erklärt Electra. „Es ist ein Vergnügen, in ihren Filmen mitzuspielen. Ich gehe jeden Tag mit Freude zur Arbeit, habe dabei jede Menge Spaß und kann mich sogar über mich selbst lustig machen. Man muss für diese Art Film aber auch etwas Mut mitbringen, bereit sein, sich zum Affen zu machen.“
Besonders gefällt Electra wie Seltzer und Friedberg die Erwartungshaltung des Publikums unterlaufen, bis hin zu dem Punkt, welcher Schauspieler oder welche Schauspielerin nun sein/ihr Kleidungsstück – oder eben den Hosenbeutel – ablegen wird. „Normalerweise bin ich es, die in Filmen nahezu nichts anhat. Aber in MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH tragen die Jungs noch weniger als ich – was zur Abwechslung auch einmal recht schön ist. Es war nett, mit anzusehen, wie manche der Kerle versuchten, ihre Blößen zu bedecken,“ lacht Carmen Electra. Die rechte Hand von Leonidas, den Hauptmann, spielt Kevin Sorbo. Ihm sind Schwert, Sandalen und Hosenbeutel nicht fremd, spielte er doch jahrelang den Titelhelden in der populären TV-Serie „Hercules: The Legendary Journeys“. „Uns gefiel die Idee, jemanden als Hauptmann zu besetzen, der auf diesem Gebiet reichlich Erfahrung mitbringt,“ erklärt Friedman. „Wir wollten einen Kräftigen, einen Harten, und Kevin war ganz offensichtlich der richtige Typ. Nicht umsonst hat er über Jahre hinweg Hercules gegeben.“
Die Filmemacher und Sorbo sehen dessen Figur in MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH als würdige Referenz zu seiner Rolle des Hercules. „Es macht Spaß, sich über den eigenen Part mal lustig machen zu können,“ erklärt Friedberg und erinnert sich: „In EPIC MOVIE hat Kal Penn eine Dialogzeile, in der er über die Hamburger-Kette White Castle räsoniert – ein parodistischer Hinweis auf Penns Part in der Komödie HAROLD AND KUMAR GO WHITE CASTLE („Harold & Kumar“, 2004). Ganz ähnlich sagt Kevin Sorbo in MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH: „I’m going to go Hercules on your ass“. „Bei den Test-Screenings ist gerade diese Zeile besonders gut angekommen. Wir mögen diese Art von Spaß und bauen ihn gerne in unsere Filme ein,“ sagt Friedberg.
Sorbo, der sowohl in „Hercules: The Legendary Journeys“ also auch in der darauf folgenden Sci-Fi-Serie „Andromeda“ viele seiner Stunts selbst absolvierte, fühlte sich bei den Schwertkämpfen in MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH überaus wohl. Aber er musste auch andere Arten von Kämpfen meistern. Sorbo: „Der Hauptmann landet plötzlich in einem ziemlich brutalen Tanzwettbewerb. Da mussten wir kräftig zutreten anstatt die Klingen zu kreuzen.“