Deutscher Kinostart: 7. Juni 2007
Wenn Danny Oceans Team abrechnet, macht es Kassensturz: Jemand zahlt. Und jemand stürzt.
Danny Ocean (George Clooney) und seine Jungs können sich nur einen einzigen guten
Grund vorstellen, den ehrgeizigsten und riskantesten Casino-Coup aller Zeiten in Angriff zu
nehmen: Sie müssen einem der Ihren beistehen. Doch diesmal brauchen sie mehr als nur Glück,
um „Die Bank“ zu sprengen.
Der skrupellose Casino-Besitzer Willy Bank (Al Pacino) hätte sich nie träumen lassen,
dass seine Chancen denkbar schlecht stehen: Er hat nämlich Danny Oceans Freund und Mentor
Reuben Tishkoff (Elliott Gould) übers Ohr gehauen – jetzt liegt der verzweifelte Reuben im
Krankenhaus, sein Zustand ist kritisch.
Bank hat sich allerdings verrechnet. Einen von Oceans Original-Elf hat er zwar
ausgeschaltet, aber die übrigen nicht. Und die haben jetzt ein gemeinsames Ziel. Sie wollen es
Bank heimzahlen – genau an jenem Abend, an dem er seinen größten Triumph feiern will: die
Eröffnung seines neuen Casinos, das passenderweise „Die Bank“ heißt.
Oceans Männer entwickeln eine zweigleisige Strategie. Zunächst werden sie ihn
finanziell ruinieren, indem sie das Prinzip auf den Kopf stellen, dass das Casino immer gewinnt.
Doch dabei geht es nur um Geld. Der K.o.-Schlag soll ihn dort treffen, wo es am meisten
wehtut: Als einziger Hotelier genießt Bank den Ruf, dass jedes seiner Hotels mit den fünf
Diamanten des Royal Review Board ausgezeichnet worden ist.
Ein komplizierter Plan – die Durchführung ist gefährlich und praktisch unmöglich… doch
wenn es um einen der Ihren geht, gibt es kein Zurück.
Rache ist süß
Regisseur Steven Soderbergh berichtet, dass er die Arbeit an „Ocean’s 12“ (Ocean’s 12)
noch nicht einmal abgeschlossen hatte, als er bereits Ideen zu „Ocean’s 13“ entwickelte. „Wir
befanden uns in der Endphase des zweiten Films, als ich mir überlegte, dass ich gern nach Las
Vegas zurückkehren und einen weiteren Film drehen würde. Unsere Motivation besteht vor
allem darin, dass wir wieder zusammenarbeiten wollen. Aber wir waren uns auch einig über das
,Alle oder keiner‘: Entweder machen alle wieder mit, oder die Produktion kommt nicht
zustande.“
Produzent Jerry Weintraub fügt hinzu: „In den sechs Jahren seit dem ersten Film hat sich
im Leben der Beteiligten viel getan. Alle mitwirkenden Schauspieler sind nicht nur beruflich
sehr gefragt, sie haben auch Familie, Kinder, und sie entwickeln neue Interessen, die wir
berücksichtigen müssen. Tatsächlich wäre eine derart riesige Produktion überhaupt nicht
möglich, wenn nicht alle stark motiviert wären. Außerdem waren sie alle vorgewarnt: Ich rief
alle Beteiligten schon 18 Monate im Voraus an und sagte: ,Wir drehen unseren Film im Sommer
2006. Bereitet euch vor: Ihr entkommt uns nicht.‘ Und aufgrund dieser Ankündigung wussten
sie, dass es auch klappen würde.“
Weintraub berichtet weiter, dass sich der Begriff „alle Beteiligten“ nicht nur auf die
Darsteller bezieht, sondern auch auf den Mann im Regiestuhl: „Für mich als Produzenten bildet
Steven Soderbergh eine Klasse für sich. Als Partner haben wir bei allen unseren gemeinsamen
Projekten bestens zusammengearbeitet. All die Lorbeeren, die er einheimst, hat er wirklich
verdient. Er ist ganz einfach ein großartiger Typ.“ Um die Terminkalender von Showbusiness-Schwergewichten wie George Clooney, Brad
Pitt, Matt Damon, Andy Garcia, Don Cheadle, Bernie Mac, Elliott Gould, Carl Reiner und so
weiter unter einen Hut zu bekommen, brauchte man allerdings einen strategischen Plan, der
selbst Danny Ocean Kopfzerbrechen bereitet hätte. Aber der Darsteller des Danny Ocean weiß genau, wem diese Ehre wirklich gebührt. „Steven ist die künstlerische Triebfeder dieser Filme,
doch Herz und Seele der ,Ocean‘-Filme bildet eindeutig Jerry Weintraub“, sagt Clooney. „Man
muss sich nur mal vor Augen halten, wie kompliziert es ist, all diese Jungs zusammen vor die
Kamera zu holen. Der Wille ist zwar da, aber es ist wirklich schwierig, alle Termine aufeinander
abzustimmen, weil wir alle verschiedene Projekte entwickeln. Es ist also richtig kompliziert,
einen Zeitraum zu finden, in dem alle zur Verfügung stehen – so etwas gelingt nur Jerry. Er
weiß, wie man das anstellt… er packt uns bei unserem Schuldgefühl“, sagt der Schauspieler
augenzwinkernd.
Und dann setzten Soderbergh und Weintraub noch eins drauf: Als ob die Besetzung noch
nicht hochkarätig genug wäre, engagierten sie Al Pacino als skrupellosen Casinobesitzer Willy
Bank, der Reuben Tishkoff (gespielt von Elliott Gould) seinen Anteil an einem neuen Casino in
Las Vegas abschwindelt. Hinzu kommt außerdem Ellen Barkin als Banks rechte Hand Abigail
Sponder.Ähnlich wie die Darsteller sind auch Danny Oceans Bandenmitglieder seit ihrem letzten großen Coup eigene Wege gegangen. Doch einen guten Grund gibt es, um sie unter allen
Umständen wieder zusammenzubringen: Sie müssen einem der Ihren beistehen. „Klar, diese
Jungs sind Diebe und Gauner“, gibt Soderbergh zu. „Doch Geld ist nicht ihr einziges Motiv. In
diesem neuen Fall sind sie jedenfalls durch ihre Freundschaft und durch Rachegefühle
motiviert. Ihr Motto ,Alle für einen und einer für alle‘ beinhaltet ja auch, dass der Betrug an
einem der Ihren (vor allem ein so schändlicher wie in diesem Fall) mit gleicher Münze
zurückgezahlt wird. Das erschien uns als überzeugender Ausgangspunkt.“
Dabei wussten die Filmemacher genau, dass es bei ihrem neuen Projekt nicht nur um die
Freundschaft und den Wunsch nach einer weiteren Teamarbeit ging: Auch das Drehbuch spielt
eine wesentliche Rolle. Für die Umsetzung des Skripts zu „Ocean’s 13“ wählten sie schließlich
das Autorenduo Brian Koppelman & David Levien aus, die sich bereits für den Pokerfilm„Rounders“ (Rounders) mit dem Umfeld hartgesottener Glücksspieler vertraut gemacht hatten.„Ich mag Brians und Davids ,Rounders‘ – es geht nicht nur um Poker, sondern auch um
Freundschaft“, sagt Weintraub. „Ich erwähnte die beiden Steven gegenüber, und als wir sie
kennen lernten, merkten Steven und ich sofort, dass wir die Autoren für unseren Film gefunden
hatten.“
Dazu Soderbergh: „Ich hatte von Brian und David über gemeinsame Freunde gehört, und
,Rounders‘ gefiel mir sehr. Es gab jedenfalls nicht viele Leute, denen wir zutrauten, sich in
unser Universum einzuleben und mit dem ganz spezifischen Jargon, mit dem besonderen
Humor auszugestalten. Brian und David trafen sofort den Nagel auf den Kopf. Wir verabredeten
uns zum Lunch, setzten uns zusammen und schon wenige Minuten später arbeiteten wir bereits
am Drehbuch. Sie fühlen sich in diesem Milieu wie zu Hause – sie schätzen diese Art Filme und
ihre Helden.“
„Man kann fast sagen, dass David und ich unser ganzes Leben auf diesen Film
hingearbeitet haben“, bestätigt Brian Koppelman. „Viele Jahre lang haben wir uns mit der
Kultur von Las Vegas und dem Lebensstil der Spieler beschäftigt. Wir haben jedes verfügbare
Buch über Betrüger und Diebe gelesen. Als wir dann Steven kennen lernten, diskutierten wir
mit ihm über die berühmten Gauner-Filme, über das Besondere der Coups und über die
Entwicklung der Figuren seit dem ersten Ocean-Film, der David und mir sehr gefällt. Wir waren
sofort auf derselben Wellenlänge.“
„Bei einem Film über Gauner kommt es sehr darauf an, wie sympathisch sie sind und wie
sehr wir ihrem Gegner die Niederlage wünschen“, betont David Levien. „In ,Ocean’s 11‘ will
sich Danny mit seiner Frau aussöhnen und den Casinobesitzer Terry Benedict ruinieren. Also
tun sich die Jungs zusammen, um dieses unglaublich komplizierte Ding zu drehen. In ,Ocean’s
12‘ würden sie ohne ihre Fähigkeiten buchstäblich untergehen – sie müssen sich aus dem
Schlamassel herauslavieren, in den sie durch ihr erstes Abenteuer geraten sind. In ,Ocean’s 13‘ geht es um Freundschaft – eine tolle Ausgangsposition für den Film. Wir sind begeistert von
den Hauptfiguren und wissen genau, wie viel sie einander bedeuten. Als Reuben von einem
Außenseiter gelinkt wird, kommen sie seinetwegen alle wieder zusammen – das ist der Impuls,
der die gesamte Story in Bewegung setzt. Es geht also nicht um einen Coup, der die große
Kohle bringen soll.“
„Man könnte das als karitativen Coup bezeichnen“, stimmt Andy Garcia zu. Er spielt
Terry Benedict, auf den es die Elf im ersten Film abgesehen hatte. Im zweiten Film hat er sich
gerächt, um sich im dritten Abenteuer plötzlich mit der Bande zu verbünden. „Daran zeigt sich,
was die Freundschaft der Jungs ausmacht – und darin kann sich der Zuschauer sofort
wiederfinden.“
Dazu Don Cheadle, der den Londoner Ingenieur Basher Tarr spielt: „Ihre Motivation ist
aller Ehren wert, das heißt: Es geht ihnen nicht ums Geld. Selbst unter Dieben kann man
uneigennützig handeln.“ Koppelman erklärt: „Unser Konzept sieht vor, dass die Elf das Casino ,auf den Kopf
stellt‘, so dass die Spieler jedesmal gewinnen – was für Bank eine Katastrophe bedeutet. Damit
erfüllen sie den Herzenswunsch aller, die jemals ein Casino besucht haben“, lacht er. |