Filminfo: Once
 
 

Kinostart: 17. Januar 2008

Ein talentierter Straßenmusiker (Glen Hansard) träumt in Dublin von der großen Karriere, während er im Geschäft seines Vaters Staubsauger repariert. Eines Tages wird er von einer jungen Pianistin (Markéta Irglová), die sich mit Gelegenheitsjobs durchschlägt, angesprochen. Ihr gefallen seine Lieder, und sie hat einen Staubsauger, der dringend repariert werden muss. Da wissen beide noch nicht, dass man nur einmal im Leben die richtige Person trifft: Eine bezaubernde, aber unmögliche Liebesgeschichte beginnt.

Ein kleiner Film aus Irland macht sich auf, zum Musikfilm einer Generation zu werden: ONCE. Unvergesslich schöne Lieder, der Publikumspreis von Sundance und hymnische Besprechungen trugen die bezaubernde Geschichte einer einzigartigen Liebe in die Herzen der amerikanischen Kinogänger. Längst für den Oscar® gehandelt, kommt John Carneys Film nun auch in die deutschen Filmtheater. In den Hauptrollen sind Glen Hansard (Commitments) und Markéta Irglová zu sehen.

 

In der Fußgängerzone Dublins wimmelt es nur so von Menschen. Mit Einkaufstaschen bepackt, ziehen sie gestresst, nahezu gehörlos an ihm vorbei, dem jungen Straßenmusiker, der hier vor der Toreinfahrt zwischen zwei Modeshops täglich sein Geld verdient. Keiner bleibt stehen, außer einem Junkie, der völlig unrhythmisch zur Melodie zappelt. Blitzschnell allerdings scheint er nüchtern, greift nach der Gitarrentasche samt Spendengeldern und sprintet durch die Stadt zum Park, wo er außer Atem, vom Musiker eingeholt wird. Doch anstatt dem Kleindieb die Leviten zu lesen, ist er nachsichtig. Er kennt ihn und weiß, dass auch er sich allein fühlt und ums tägliche Überleben kämpfen muss.

Abends, zurück am gewohnten Standort in der Stadt, hallt seine Stimme laut durch die spärliche Menge. Dieses Mal spielt er keine bekannten Lieder, sondern seine eigenen Kompositionen. Offensichtlich angetan von seiner Performance spricht ihn eine junge Tschechin an, die tagsüber auf der Straße Blumen verkauft. Sie glaubt, in seinem Lied den Schmerz von vergangenen Erlebnissen herauszuhören. Während ihrer Unterhaltung stellt sich heraus, dass er tatsächlich von seiner Freundin verlassen wurde. Neben seinen Einnahmen als Straßenmusiker verdient er sich sein Geld im Geschäft seines Vaters, indem er Staubsauger repariert.

Emotional aufgewühlt von der Begegnung ruft er seine Ex-Freundin in London an, doch sein Mut verlässt ihn, als er ihr eine Nachricht auf Band sprechen will. Traurig, frustriert und einsam gibt er sich seinem Gitarrenspiel hin. Am nächsten Morgen wird er von seiner neuen Bekanntschaft in der Fußgängerzone aufgesucht: Im Schlepptau befindet sich ihr Staubsauger, der dringend repariert werden muss. Von der Komik überwältigt, lädt er sie zum Mittagessen ein. Dabei findet er heraus, dass sie eine Immigrantin ist, die zwar Piano spielen, sich aber aus finanziellen Nöten kein eigenes leisten kann. Aus diesem Grund übt sie in einem Musikgeschäft auf einem zum Verkauf stehenden Klavier. Neugierig auf ihr Können drängt er sie, ihm etwas vorzuspielen. Was er hört, beeindruckt ihn zutiefst.

Beiden wird bewusst: Sie sind musikalisch auf einer Wellenlänge und proben ein Lied aus seinem Repertoire. Und als sie zusammen spielen, verschmelzen sie miteinander in der Musik. Doch damit ist der Staubsauger nicht repariert. Auf der Busfahrt zur Werkstatt, wo er das nötige Handwerkszeug hat, gesteht er, dass seine Freundin mit einem anderen Typen durchgebrannt ist. Ein Zurück sei ausgeschlossen.

Obwohl ihr Staubsauger wieder funktioniert, will er sich noch nicht von ihr trennen und lädt sie zu sich aufs Zimmer ein, das sich unterm Dach im Haus seines Vaters befindet. Sie gehen ihrer Leidenschaft nach: Musik hören. Keiner redet, bis er das Schweigen bricht. Er bittet sie, bei ihm zu übernachten, woraufhin sie gekränkt flüchtet. Am nächsten Morgen sucht er sie in der Stadt, um sich zu entschuldigen. Er sei einsam, er wolle nur Gesellschaft. Sie verzeiht ihm und lädt ihn retour zu sich nach Hause ein. In ihrer bescheidenen Wohnung, die sie mit ihrer Mutter und kleinen Tochter Ivonka teilt, kommen sich die beiden näher. Doch ihre Verpflichtung als Mutter ruft, und sie schickt ihn nach Hause. Bevor er geht, überlässt er ihr eine CD mit einem Song, für den sie den Text schreiben soll.

Es ist spät. Sie räumt auf, wäscht das Geschirr, aber sie kommt nicht zur Ruhe. Sie hört die Melodie auf der CD immer wieder und schreibt noch in derselben Nacht einen passenden Text, der ihre unglückliche Situation ausdrückt. Nicht anders geht es dem Straßenmusiker. Auch er zieht sich zurück, und während er sich ein Video aus den gemeinsamen Tagen mit seiner Freundin ansieht, gibt er sich beim Gitarrenspiel seiner melancholischen Stimmung auf der Gitarre hin. Dabei erkennt er, dass es Zeit ist, endlich loszulassen: von vergangenen, glücklichen Tagen mit seiner Freundin, vom sinnlosen Leben als Straßenmusiker und Staubsaugermechaniker. Er trifft die Entscheidung, endgültig seinem Traum einer großen Musikkarriere nachzugehen – und das mit seiner neu gefundenen Muse.

Euphorisch zieht er los, um ihr von seinem Vorhaben zu berichten, ein Demo für Plattenfirmen in London aufzunehmen. Sie soll Mitglied seiner Band werden. Sichtlich erfreut stimmt sie zu. Kurzerhand gehen sie los, kaufen ihm einen neuen Anzug und sprechen bei der örtlichen Bank für einen Kredit vor. Der Bankangestellte, selbst Musiker, der ihnen sogar noch ein Ständchen auf seiner Gitarre vorspielt, willigt ein. Ausgestattet mit den nötigen finanziellen Mitteln heuern sie eine Straßenband und ein Tonstudio an. Berauscht von der gemeinsamen Initiative, holt er sie auf eine Spritztour mit dem Motorrad seines Vaters ab. Doch beim romantischen Spaziergang am Meer schockiert ihn die traurige Wahrheit: Sie ist verheiratet, doch der Altersunterschied sei zu groß gewesen. Sie möchte aber nicht, dass Ivonka ohne Vater aufwächst und will deshalb bei ihrem Ehemann bleiben. Er ist enttäuscht, doch gleichzeitig motiviert, seine Musikerkarriere anzugehen.

Es ist morgens um vier. Zwei Tage und Nächte lang spielt die neu gefundene Band in den angemieteten Samson-Tonstudios, um das Demo aufzunehmen. Trotz Müdigkeit halten sie durch. In der letzten Spielpause findet sie im dunklen Nebenraum des Studios einen Flügel, den perfekten Flügel. Er bittet sie, eine ihrer Kompositionen zu spielen. Zunächst zögert sie, willigt dann aber ein. Und während sie ihm vorsingt, stockt ihr der Atem, sie weint. Beiden ist klar, dass sie starke Gefühle füreinander haben. Aber hat ihre Liebe eine Chance?

 
     
 
 
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