Filminfo: Planet Terror

 
 

Kinostart: 23. August 2007

Ein biologisches Experiment geht schief und fortan treibt eine Horde Zombies ihr Unwesen. Bekämpft werden sie von einer Gruppe rebellischer, bewaffneter Jungs und Mädels auf Motorrädern, die versuchen, den Monstern das „Un-Tot-Sein“ schwer zu machen. Vor allem eine sexy Schönheit mit einer Maschinengewehr- Beinprothese, gespielt von ROSE MCGOWAN, verbreitet Angst und Schrecken unter den menschenfressenden Ungeheuern.

Robert Rodriguez fährt alles auf, was Hollywoods Effekt-Magier zu bieten haben - Unmengen Kunstblut, fliegende Gedärme, zerplatzende Köpfe, Explosionen und Schießereien - gut nur, dass das alles augenzwinkernd und mit rabenschwarzem Humor erzählt wird. Der Regisseur von „Sin City" und „From Dusk Till Dawn" ist zurück! Sein neuestes Werk PLANET TERROR ist abermals ein atemberaubender Bilderrausch des Genrefilms. PLANET TERROR ist eine spaßig-fiese, retro-futuristische Horrorvision, die vergnüglich mit dem subversiven Geist des Trash-Horrorfilms spielt.

„Ich habe diese coole Idee für einen Zombiefilm. Ich weiß noch nicht genau, was darin wirklich passieren wird, aber er soll von einem Arzt-Ehepaar in einem Krankenhaus handeln.“

Robert Rodriguez

Als Robert Rodriguez vor einigen Jahren begann, die ersten Ideen zu PLANET TERROR niederzuschreiben, wollte er ein totes Genre wiederbeleben. Das visionäre Allround-Talent ist ein großer Fan von Zombie- und Horrorfilmen „Es hatte schon so lange niemand mehr einen Zombiefilm gedreht“, gibt Rodriguez als Motivation für PLANET TERROR an. Doch Rodriguez war es nie genug, das Genre einfach nur wiederzubeleben. Der Ausnahmeregisseur hatte immer den Anspruch, den Zombiefilm zu erweitern und ihn mit modernen Elementen zu erzählen. Ihm schwebte ein Film vor, der sehr viel Wert auf die Figuren setzt, ein atemloses Tempo vorlegt und völlig überzeichnet sein sollte. Trotz einer zwischenzeitlichen Schreibblockade und anderer Projekte, verlor er diese Idee nie aus den Augen.

Greg Nicotero, Rodriguez’ langjähriger Mitarbeiter und Freund, erinnert sich an den verzögerten Reifeprozess des PLANET TERROR-Drehbuchs: „Als wir SPY KIDS (Spy Kids, 2001) drehten, es mag auch schon bei THE FACULTY (Faculty – Trau keinem Lehrer, 1998) gewesen sein, sagte Robert, ‘Ich habe diese coole Idee für einen Zombiefilm. Ich weiß noch nicht genau, was darin wirklich passieren wird, aber er soll von einem Arzt-Ehepaar in einem Krankenhaus handeln. Und es soll eine großartige Szene vorkommen, die ein Mädchen auf einer Straße zeigt, und jedes Mal, wenn ein Wagen sie passiert, sieht man Zombies als Silhouetten näher und näher auf sie zukommen’.“

Rodriguez gab Nicotero die ersten dreißig Seiten seines Drehbuchs, das diese Szenen bereits enthielt. „Ich habe es gelesen und fragte, ‘Wie geht es weiter?’. Und Robert antwortete: ‘Ich habe keine Ahnung’.“ „Ich bin damals nie über diese dreißig Seiten hinausgekommen“, gesteht Rodriguez, „und dann kam plötzlich auch noch diese regelrechte Zombiefilm-Welle.“ 28 DAYS LATER (28 Days Later, 2002), DAWN OF THE DEAD (Dawn of the Dead, 2004), LAND OF THE DEAD (Land of the Dead, 2005) und SHAWN OF THE DEAD (Shawn of the Dead, 2004) stürmten die Kinos und weckten mit ihrem frischen und ungewöhnlichen Ansatz den Appetit des Publikums auf fleischgierige Monster. Die Filme entmutigten Rodriguez nicht – im Gegenteil: Sie verstärkten seinen Wunsch und beflügelten seine Kreativität zu einfallsreichen Höhenflügen. In den Jahren danach lebte er jedoch ersteinmal seine kindliche Vorstellungskraft mit der SPY KIDS-Trilogie aus und widmete sich dem Mega-Hit SIN CITY (Sin City, 2005) – all diese Filme bewiesen, dass Rodriguez in der Lage ist, Fantasy- Welten zu erfinden und sie auf die Leinwand zu bannen

Anschließend floss seine ganze Kreativkraft wieder in das Drehbuch von PLANET TERROR. Er war entschlossen, es mit „Dingen zu füllen, die ich in anderen Filmen noch nicht gesehen hatte. Dabei ging es mir vorrangig um die Figuren.“

Zu den Einwohnern seiner anonymen, texanischen Kleinstadt gehören ein grillsüchtiger Ladenbesitzer, ein stoischer, argwöhnischer Sheriff, ein Go-Go-Girl mit MG-Beinprothese, eine Spritzen schleudernde Ärztin, ein mysteriöser Held auf einem Mini-Motorrad und psychotische, eineiige Babysitter-Zwillinge. PLANET TERROR ruft mit diesen Figuren ungläubiges Staunen hervor und überrascht das Publikum immer wieder. Wie in SIN CITY (Sin City, 2005) mixen sich auch hier verschiedene Geschichten, bis sie auf schier unfassbare Art und Weise eskalieren.

Obwohl sich Rodriguez zu einer frischen und radikalen Erzählweise geradezu verpflichtet fühlt, hat PLANET TERROR seine Wurzeln im klassischen Kino weit vor der Grindhouse-Ära. Die Dialoge zwischen Wray und Cherry beispielsweise wurden, wie ihre Liebesgeschichte, durch den Film Noir inspiriert. Die politische Paranoia und die Spionage-Elemente zitieren Filme wie INVASION OF THE BODY SNATCHERS (Die Dämonischen, 1978), KISS ME DEADLY (Rattennest, 1955) und andere kulturelle Überbleibsel der McCarthy-Ära.

Als Nicotero das Script zu PLANET TERROR erneut erhielt, ahnte er gar nicht, dass Rodriguez wieder an dem Projekt arbeitete: „Wer hätte das gedacht? Ich bekomme dieses Drehbuch, lese es und denke, ‘Hey, da ist ein Arzt und seine Frau’, und dann komme ich zu der Szene mit Tammy auf der Straße und denke, ‘Das habe ich doch schon mal gelesen…’“ „Man sollte meinen, in einem Zombiefilm laufen nur Leute vor Zombies davon“, witzelt Michael Biehn, der Hague spielt „aber bei uns haben die Figuren darüber hinaus alle eine starke Beziehung zueinander. Die Charaktere sind wirklich erstklassig ausgearbeitet. Ich glaube, deshalb funktioniert es auch so ausgezeichnet – und natürlich weil es ein ziemlich durchgeknallter Film geworden ist.“

 
     
 
 
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