Deutscher Kinostart: 16. August 2007
Detective Carter (Chris Tucker) und Inspector Lee (Jackie Chan) sind wieder da – allerdings nicht dort, wo sie hingehören: Diesmal mischen die unfreiwilligen Partner die französische Hauptstadt auf, um einer brisanten Verschwörung der Triaden auf die Spur zu kommen. Denn die Killer dieses mächtigsten Verbrechersyndikats der Welt schießen den Botschafter Han nieder, bevor der vor dem internationalen Strafgerichtshof den obersten Triaden-Boss identifizieren kann. Inspector Lee war persönlich für den Schutz des Botschafters verantwortlich – jetzt will er persönlich abrechnen. Aber wie?
Weder Carter noch Lee waren jemals in Paris, sie können „voilà“ nicht von „bonjour“ unterscheiden – im Grunde wissen sie nicht einmal, was sie an der Seine eigentlich suchen. Klar scheint nur zu sein, dass die schöne Geneviève (Noémie Lenoir) eine Schlüsselrolle spielt. Und in den Fall verwickelt ist auch Lees einstiger Jugendfreund, der skrupellose Kenji (Hiroyuki Sanada). Am Airport besteigen die beiden Supercops ein Taxi, das ausgerechnet der gallischgallige Ami-Hasser George (Yvan Attal) steuert. George ahnt nicht, auf welches halsbrecherische Action-Abenteuer er sich mit dieser Fuhre einlässt: Mit coolen Sprüchen und beinharten Handkanten pflügt das irre Duo quer durch Paris – von der stinkenden Unterwelt der Abwasserkanäle bis auf die Spitze des Eiffelturms.
Très chaotique? Oui! Très magnifique!
Seit ihrer ersten Teamarbeit in „Rush Hour“ (Rush Hour; 1998) haben sich Jackie Chan und Chris Tucker als unwahrscheinlichstes, lustigstes und kinotauglichstes Duo bewährt. „Chris ist ein wahrhaftiges Comedy-Genie“, sagt Regisseur Brett Ratner, der bereits die ersten beiden „Rush Hour“-Filme inszeniert hat, aber vor kurzem auch „X-Men: The Last Stand“ (X-Men: Der letzte Widerstand) und „Red Dragon“ (Roter Drache). „Er ist ein unglaublich talentierter Komiker, der aus jedem Satz einen Gag machen kann. Und dabei braucht er eigentlich gar keinen Text – sein Gesicht sagt mehr als tausend Worte.“
„Jackie Chan ist auf seine Art genauso genial“, fährt der Regisseur fort. „Bei der Arbeit mit Jackie darf ich zur Filmgeschichte beitragen: Er ist eine Kombination aus Buster Keaton, Charlie Chaplin und Harold Lloyd – alles in einer Person. Ich habe noch nie mit einem so erfahrenen und begabten Experten für körperliche Komik gearbeitet.“ Die Chemie zwischen den beiden Stars funktioniert auf geradezu magische Weise, berichtet Ratner: „Man kann die Augen nicht von ihnen lassen, fiebert buchstäblich mit ihnen mit. Dazu habe ich selbst überhaupt nichts beigetragen – das hat sich einfach so ergeben.“
Die in den ersten beiden Filmen bewährte Dynamik setzt sich natürlich auch im neuen Film fort – sie ergibt sich nicht nur aus der Konfrontation unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Persönlichkeiten, sondern wird auch von der Zuneigung und Kameradschaft der beiden wunderbaren Darsteller bestimmt. „Chris und Jackie verstehen die Sprache ihres Partners nicht – sie stammen aus völlig unterschiedlichen Kulturen“, sagt Ratner. „Schon beim ersten Film lief das buchstäblich so ab: Wenn einer den Raum verließ, sagte der andere: ,Ich habe nicht kapiert, was er gerade gesagt hat.‘ Was beiden riesig Spaß machte. Sie bilden ein tolles Team – sie ergänzen sich perfekt, und ich schaue ihnen unheimlich gern zu. Wenn man diese Filme sieht, denkt man sofort: ,Wow, die haben beim Dreh sicher eine Menge Spaß gehabt.‘ Und das stimmt tatsächlich.“
Schon bevor Jackie Chan sich dem amerikanischen Publikum vorstellte, war er in der asiatischen Filmbranche bereits ein Superstar – nach wie vor dreht er in beiden Welten seine international erfolgreichen Filme. Doch während seine fernöstlichen Fans auf die nächste „Police Story“ warten, wird ihm überall sonst immer nur eine Frage gestellt: „Schon wenn ich durch die Passkontrolle komme, höre ich: ,Jackie, wann kommt der nächste ,Rush Hour‘?‘“, sagt Chan. „,Rush Hour‘ funktioniert durch das Publikum – das liegt nicht an uns. Die Zuschauer sehen sich die ersten beiden Filme immer wieder an, vor allem im amerikanischen Fernsehen. Diese Art Film wirkt wie ein Familientreffen – also sind auch wir glücklich damit.“
„Das wird nie langweilig“, sagt Chris Tucker, der nach sechs Jahren Leinwandpause ins Kino zurückkehrt – zuvor hatte er sich neben der „Rush Hour“-Serie in so unterschiedlichen Filmen wie „Jackie Brown“ (Jackie Brown), „The Fifth Element“ (Das fünfte Element) und „Friday“ (Friday) bewährt. „Sobald wir zusammenkommen, bringen wir uns ständig zum Lachen, und wir sind auch privat befreundet. Die Comedy entwickelt sich also aus realen Situationen. Schon vor unserer Zusammenarbeit war ich ein großer Fan von Jackie. Ich freue mich immer darauf, mit ihm zu arbeiten. Wir bilden ein gutes Team, uns fällt immer wieder etwas Neues ein, und das macht den Spaß an diesen Filmen aus.“ „Genau wie im Film kannten wir uns nicht, als wir die Arbeit am ersten Film begannen“, berichtet Chan. „Ich stamme aus Hongkong, Chris aus Los Angeles. Jetzt sind wir Buddys. Das bringt immer riesig Spaß.“
Genau wie die Schauspieler sind sich auch die Filmhelden im Laufe der drei Filme immer näher gekommen. „Im ersten Film begann ihre Partnerschaft“, sagt Brett Ratner. „Im zweiten Film wurden sie Freunde. Und im neuen Film werden sie zu Brüdern.“ Nach dem phänomenalen Erfolg der ersten beiden Filme (1998 und 2001) wollten die Filmemacher unbedingt wieder mit Drehbuchautor Jeff Nathanson zusammenarbeiten, um den weiteren Abenteuern von Carter und Lee ein zündendes Konzept zu verpassen. „In den ,Rush Hour‘-Filmen geht es um die unverbrüchliche Freundschaft zweier Typen“, kommentiert Nathanson. „Keiner von uns wollte die bisherigen Filme einfach nur wieder aufkochen. Wir 4 bleiben den Figuren treu, entwickeln ihre Freundschaft weiter, behandeln Folge 3 aber ansonsten als ganz eigenständigen Film.“
Darin ist sich Produzent Arthur Sarkissian mit ihm einig: „Ich erlebe die ,Rush Hour‘- Filme nicht als Fortsetzungen, sondern als eine Weiterentwicklung im Leben dieser beiden Typen – ob sie sich nur eine Woche nicht gesehen haben oder sechs Jahre. Die Story ergibt sich aus ihrem Charakter. Sie kennen sich seit Jahren, und keiner kennt sie besser als Brett. Ich vertraue ihm blindlings und bin überzeugt, dass dies der bisher beste Film der Serie ist.“ „Ohne Jackie und Chris wären diese Filme gar nicht vorstellbar. Aber auch ohne Brett könnten wir sie nicht drehen“, fügt Produzent Roger Birnbaum hinzu. „Damit die Filme funktionieren, brauchen wir ihn genauso wie die beiden Stars. Er leitet ihre Energie meisterhaft in die richtigen Bahnen. Manchmal gerät das etwas aus dem Ruder, manchmal wird es richtig wild, aber immer bleibt es lustig. Und Jeff Nathanson ist bei diesem Projekt der vierte Musketier. Er ist einer der fähigsten Komödienautoren und kennt Jackie und Chris in- und auswendig. Er kennt die Bedürfnisse der Filmhelden und weiß genau, was Brett vorschwebt.“
Sowohl Tucker als auch Chan sind für ihr Improvisationstalent bekannt – Ratner steuert im Gegenzug eine Basisstruktur für das kontrollierte Chaos im Zentrum aller drei Filme bei. „Diese Atmosphäre erlebe ich als sehr anregend“, erzählt Tucker. „Brett ähnelt dem Trainer von Muhammad Ali: Er treibt uns immer wieder an, weil er weiß, wozu wir fähig sind. Wir bilden ein gutes Team, verstehen uns bestens und brauchen kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Brett hört sich alles an, was wir zu sagen haben. Eine gute Partnerschaft.“
Nicht nur die Stars und der Regisseur, auch alle Produzenten und viele Mitarbeiter im Team waren bereits an den ersten Filmen beteiligt – die Atmosphäre beim Dreh kann man also mit Recht als familiär bezeichnen. „Ich bin von der Dynamik am Set richtig begeistert“, sagt Ratner. „Beim Dreh ist die positive Energie und die Freude an der Arbeit deutlich zu spüren. Man merkt, dass alle Beteiligten an die Sache glauben und ihr Bestes geben. Deshalb fühle ich mich außerordentlich positiv unterstützt, denn meine Produzenten, die seit dem ersten Film dabei sind, wissen ganz genau, was wir brauchen, um einen hervorragenden ,Rush Hour‘-Film zu drehen – sie stärken mir in jeder Phase den Rücken. Ein Film dieser Größenordnung benötigt ein riesiges Team. Ich habe alle meine Filme mit meinem Regieassistenten Jamie Freitag gemacht – noch nie habe ich jemanden erlebt, der sich so ins Zeug legt wie er. Alle Mitarbeiter sind gern dabei und engagieren sich hundertprozentig für unser Projekt.“
„Ich habe mich wirklich auf den Dreh gefreut“, erinnert sich Chan. „Ich kann Urlaub nicht ausstehen – viel lieber arbeite ich weiter, weil wir es mit fähigen Leuten zu tun haben – viele waren bereits an den ersten beiden Filmen beteiligt. Wir gehören zusammen, sind eine Familie.“ |