Filminfo: Spiderman 3
 
 

Kinostart: 1. Mai 2007

Bilder der Deutschlandpremiere in Berlin

Im dritten Teil von SPIDER-MAN hat Peter Parker (TOBEY MAGUIRE) es endlich geschafft, seine Liebe zu Mary Jane (KIRSTEN DUNST) und seine Pflichten als Superheld in Einklang zu bringen. Doch schon ziehen am Horizont dunkle Wolken auf. Als sich Spider- Mans Anzug pechschwarz verfärbt und ihm neue, ungeahnte Kräfte verleiht, verändert dies auch Peter und bringt die dunklen, rachsüchtigen Seiten seines Charakters ans Licht, Eigenschaften, die Peter bald nicht mehr kontrollieren und beherrschen kann. Unter dem Einfluss des Anzugs wird Peters Ego immer größer. Dabei vernachlässigt er zunehmend all die Menschen, denen er am meisten am Herzen liegt. Bald ist Peter gezwungen, sich zwischen der verführerischen Kraft des neuen Anzugs und dem mitfühlenden Helden, der er einst war, zu entscheiden. Peter muss seine persönlichen Dämonen bezwingen, während zwei der meist gefürchteten Schurken, Sandman (THOMAS HADEN CHURCH) und Venom (TOPHER GRACE), beispiellose Macht erlangen und in ihrer Rachsucht Peter und jeden, den er liebt, bedrohen.

Basierend auf der legendären Comicserie von Marvel, vereint SPIDER-MAN 3 erneut Cast und Crew der ersten beiden phänomenalen Blockbuster, die neue Maßstäbe gesetzt und weltweit über 1,6 Milliarden US-Dollar eingespielt haben. In dem packenden Abenteuer, dessen spannende Geschichte ein komplexes Netz aus Geheimnissen, Rache, Liebe und Vergebung spinnt, agieren wie schon in den ersten beiden Teilen unter der Regie von Sam Raimi Tobey Maguire als Peter Parker, Kirsten Dunst als Mary Jane Watson und James Franco als Harry Osborn. An ihrer Seite spielen Thomas Haden Church ("Sideways"), Topher Grace ("Mona Lisas Lächeln") und Bryce Dallas Howard ("The Village – Das Dorf").

Über den Film

Eine der Lieblings-Filmfiguren aller Kinofans kehrt auf die Leinwand zurück – in Columbia Pictures’ SPIDER-MAN 3, der die Erfolgsstory von einem der größten Blockbuster- Franchises der Filmgeschichte fortschreiben wird. Spider-Man und Spider-Man 2 haben zusammen am weltweiten Box-Office mehr als 1,6 Milliarden Dollar eingespielt. Mit den neuen Abenteuern Peter Parkers, von denen SPIDER-MAN 3 erzählt, wird die charakterliche Entwicklung einiger Figuren, die in den ersten beiden Filmen begann, zu ihrem Abschluss gebracht. Sam Raimi, Regisseur aller drei Teile sagt: „Das Herz der Spider-Man- Filme sind stets die Tiefe ihrer Figuren und ihre miteinander verwobenen Leben gewesen. Peters Liebe zu Mary Jane und seine Freundschaft mit Harry Osborn waren immer die reichhaltigsten Teile unserer Geschichten.“

„Als wir den dritten Teil entwickelt haben, fragten wir uns: ,Was muss dieser junge Mann noch lernen?‘“, fährt Raimi fort. „Wir haben ihn in Situationen gebracht, in denen er gezwungen war, sich seinen charakterlichen Makeln zu stellen – Hindernisse, die er in den vorigen Geschichten vielleicht nicht überwunden hätte. So gab es zwei Möglichkeiten: entweder er wird von ihnen besiegt oder er wächst an ihnen und entwickelt sich zu dieser heldenhaften Person, die in der Lage ist, diese Hindernisse zu überwinden. Die Tiefe unserer Figuren wächst und sie werden zu komplexen Charakteren, die mehr erreichen können als in den beiden vorigen Filmen.“ Am Ende des zweiten Films gibt es erstmals einen Grund zum vorsichtigen Optimismus in Peters Leben“, sagt der Produzent Avi Arad, der bis vor kurzem noch der CEO von Marvel war. „Er hat das Herz des Mädchens gewonnen – aber wenn sie sagt: ,Hol sie dir, Tiger‘, weiß man, dass sie realistisch denkt und sich schon Sorgen macht, wie ihr Leben von nun an verlaufen wird. Sam liebt es, seine Helden zu prüfen – und das bedeutet, dass uns SPIDERMAN 3 mitnimmt an Orte in Peters, Mary Janes und Harrys Leben, die wir noch nicht kennen.“

In SPIDER-MAN 3 muss sich Peter Parker seiner bisher größten Herausforderung stellen– und dem größten Kampf von allen: dem mit sich selbst. Wenn der Film beginnt, scheint alles wunderbar für Peter zu laufen und der Erfolg steigt ihm sogar ein bisschen zu Kopf … aber als auf einmal diese schwarze Substanz an Peters Motorroller klebt, ändern sich die Dinge. Die Substanz heftet sich an Peters Spider-Man- Kostüm und verwandelt es von dem gewohnten rotblauen Dress in ein tiefschwarzes Outfit. Das transformierte Kostüm verändert auch Peter selbst: Er wird stärker und schneller als je zuvor … aber es bringt auch die dunkle Seite seiner Persönlichkeit ans Licht, die er verzweifelt versucht zu kontrollieren.„Wir wollten die dunklere Seite von Peters Charakter erforschen“, erläutert die Produzentin Laura Ziskin. „Als sein Kostüm schwarz wird, verstärkt und fördert es Wesenszüge, die bereits in seinem Wirt vorhanden sind. In diesem Falle macht es ihn schneller und stärker, aber auch hochmütig und aggressiv.“

„Als ich das Drehbuch las, war ich begeistert von der neuen Richtung, die wir mit Peter Parker und den anderen Figuren und Storylines einschlagen wollten“, sagt auch Tobey Maguire, der zum dritten Mal die Rolle von Peter Parker übernimmt. „Wir wagen uns auf unerforschtes Gebiet, geben der Geschichte einen frischen Dreh, aber verlieren die Entwicklung der Figuren aus den vorangegangenen beiden Filmen nicht aus den Augen.“ Auch Kirsten Dunst kehrt in SPIDER-MAN 3 zu ihrer Figur Mary Jane Watson zurück. „Ich denke, die Fans werden diesen Film lieben, denn wir selbst lieben ihn auch“, bringt sie es auf den Punkt. „Er bedeutet uns allen unendlich viel und wir haben hart daran gearbeitet, jede einzelne Szene so gut wie möglich zu machen.“

Ebenfalls wieder mit an Bord ist James Franco in seiner Rolle als Harry Osborn. „Harrys Geschichte knüpft nahtlos an das Ende von Spider-Man 2 an, als er die schreckliche Wahrheitüber seinen Vater und seinen Freund erfährt – auch wenn er nicht die ganze Geschichte kennt“, erläutert er. „Harry ist eine aufgewühlte Seele: Sein ganzes Leben hat er für seinen Vater gelebt und seit ihm der genommen wurde, ist das Einzige, was er noch in seinem Lebenübrig hat, die Rache für den Tod seines Vaters.“

Natürlich gibt es auch in SPIDER-MAN 3 die unglaublichsten Action-Sequenzen, die alle Spider-Man-Fans erwarten. In dem Film muss Spider-Man gegen zwei klassische Bösewichte kämpfen: gegen Sandman, der seinen ersten Auftritt schon in der vierten Ausgabe von „The Amazing Spider-Man“ hatte, und Venom, einen der beliebtesten Schurken der Comic-Serie.„Marvel-Comics – und besonders die ,Spider-Man‘-Comics – hatten immer großartige Bösewichter, aus deren Fundus wir uns bedienen konnten“, bemerkt Raimi. „Viele grandiose Marvel-Künstler und -Autoren haben diese Figuren entwickelt. Es war eine einfache Aufgabe, diese wunderbaren Geschichten und Bilder als Vorlage zu nehmen und von dort aus unsere eigene Story zu entwickeln.“

Thomas Haden Church spielt Flint Marko, einen Mann, der von seinen begangenen Fehlern aus der Vergangenheit verfolgt wird und nun das Opfer eines physikalischen Experiments wird, das auf furchtbare Weise schief läuft. Seine DNA vermischt sich mit Sand … und er wird zum Sandman, einem Bösewicht, der seine Gestalt, Größe und Form nach seinem Willen verändern kann. „Ich betrachte das als eine echte Ehre“, sagt der für seine Rolle in Sideways (Sideways, 2004) Oscar®-nominierte Church über seine Teilnahme an dem Franchise. „Die Spider-Man-Filme stehen ganz oben im Olymp der Superhelden-Filme. Viele sind gerufen worden, nur wenige auserwählt. Ich bin stolz darauf, zu den wenigen zu gehören.“

„Flint Marko wird zu Sandman, als er auf ein radioaktiv verseuchtes Testgelände stürmt, auf dem gerade ein Experiment zur Molekularfusion stattfindet, und unbeabsichtigt fusioniert er selbst mit dem Sand“, ergänzt Church. „Das Ergebnis: Er kann seine Form verändern und sich seiner Umgebung anpassen. Er kann drei, 30 oder auch 50 Meter groß werden. Er kann gigantische Fäuste, Hämmer, Keulen aus Sand formen. Er kann sich in einen ganzen Tornado aus Sand verwandeln oder einfach irgendwo durchrieseln. Er ist der feindseligste, bedrohlichste Schurke, den man sich vorstellen kann.“ Topher Grace stößt in seiner Rolle als Eddie Brock zum Ensemble – eine Figur, die der von Peter Parker auf verschiedene Arten nicht unähnlich ist, die sich aber in Spider-Mans Erzfeind Venom verwandelt. „Als ich zum ersten Mal mit Sam über den Film sprach, fragte er mich, ob ich wüsste, was mit dem Begriff ,Erzfeind‘ gemeint ist“, sagt Grace. „Ich dachte, er meint einen gewaltigen Schurken, aber er hat mir erklärt, dass es sich dabei um einen Bösewicht handelt, der die gleichen Kräfte und Fähigkeiten hat wie der Held, sie aber nutzt, um Böses zu tun. Sam hat alles in die Waagschale geworfen, um diese Figur Spider-Man als gleichwertigen Gegner gegenüberzustellen.“

„Eddie Brock, der später zu Venom werden wird, ist Peter Parker sehr ähnlich“, fährt Grace fort. „Sie arbeiten beide bei der gleichen Zeitung, sie streben nach dem gleichen Job, sie haben beide die gleiche Frau in ihrem Leben – aber der Unterschied zwischen ihnen ist, dass Eddie sehr unsicher ist. Man könnte denken, dass Eddie der Typ ist, zu dem Peter geworden wäre, wenn er nicht das Glück gehabt hätte, dass Tante May und Onkel Ben ihn erzogen hätten.“ Einmal mehr zogen die Special-Effects-Künstler von Sony Pictures Imageworks die Fäden von Spider-Mans Netzen. Das Team war bereits für seine Arbeit an Spider-Man für den Academy Award® nominiert und bei Spider-Man 2 brachte es die Trophäe für die besten visuellen Effekte nach Hause. In SPIDER-MAN 3 fährt das Team nun mit seiner Arbeit fort: Visual Effects Supervisor Scott Stokdyk war verantwortlich für die Arbeit von mehr als 200 Animatoren und Künstlern bei Imageworks.

„Meine größte Herausforderung bei SPIDER-MAN 3 war die Notwendigkeit, alles noch mal zu hinterfragen und sich den Veränderungen zu stellen, die auf uns zukamen“, sagt Stokdyk.„Er passiert so unglaublich viel in diesem Film – es gibt mehr Figuren und mehr Handlungsstränge. Sam arbeitet sehr hart, um sicherzustellen, dass alle Puzzleteile perfekt zusammenpassen und es war unsere Aufgabe, für die Durchführung seiner Visionen zu sorgen.“ Laura Ziskin bemerkt, dass die Zuschauer von SPIDER-MAN 3 so wie bei den ersten beiden Filmen eine mitreißende Geschichte und außergewöhnlich gezeichnete Charaktere mit komplexen Beziehungen erwarten dürfen – nur noch umfangreicher und besser: „Wir haben mehr Charaktere, mehr Schurken und mehr Kämpfe für Peter Parker. Wahrscheinlich den größten Kampf seines Lebens.“

Alte Freunde…

„Zu Beginn von SPIDER-MAN 3 finden wir Peter Parker dort vor, wo wir ihn am Ende der zweiten Spider-Man-Geschichte verlassen haben“, sagt Regisseur Sam Raimi. „Er ist im Reinen mit dem, was es bedeutet, ein Held zu sein – und mit den Opfern, die man bringen muss, um das Richtige zu tun. Was seine Beziehung zu Mary Jane angeht: Die beiden sind sich näher als je zuvor – am Ende des zweiten Films hat sie erfahren, dass Peter Spider-Man ist und sie versucht, ihr Versprechen einzuhalten, dass sie die Verantwortung teilt, die sich Peter als Superheld auferlegt hat.“„Wir haben verfolgt, wie Peter, Mary Jane und Harry im Verlauf der ersten beiden Filme wachsen und wir wollten jetzt etwas Überraschendes und gleichzeitig Unvermeidliches tun“, ergänzt Laura Ziskin. „Wir wollten diese Figuren auf eine Reise schicken, mit der wir die Zuschauer zufriedenstellen und die zu den Charakteren passt.“ Mit auf dieser Reise sind ein weiteres Mal Tobey Maguire, Kirsten Dunst und James Franco.„Peter fühlt sich ziemlich gut – die Dinge stehen so gut in seinem Leben wie nie zuvor“, sagt Maguire. „Er bekommt endlich Anerkennung als Spider-Man, als jemand, der der Gemeinschaft hilft. Und er steckt in einer großartigen Beziehung zu Mary Jane, die ihrerseits ihren eigenen Erfolg genießt. Er fängt an, Selbstvertrauen zu entwickeln und das vermischt sich mit der zunehmenden Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird.“

Raimi bemerkt: „Peter hatte bisher niemanden, der zu ihm aufgeschaut und ihn bewundert hat. Und ganz sicher hat ihm nie jemand zugejubelt. Das hat nun einen unerwarteten Effekt: Er fühlt sich geschmeichelt es es macht ihn stolz. Und das ist der Beginn der Reise zu seiner dunklen Seite in diesem Film.“ Diese dunkle Seite kommt zum Vorschein, als er mit einer schwarzen Substanz in Kontakt kommt, die sich an Peters Spider-Man-Kostüm heftet. Nachdem die Substanz das Kostüm schwarz gefärbt hat, bemerkt er, dass er größere Kraft und Wendigkeit besitzt als je zuvor … aber er merkt auch, dass die Substanz seinen Stolz und seine Rachsucht hervorbringt. „Beim Höhepunkt des Films muss Peter seinen Stolz beiseite räumen. Er muss sein Verlangen nach Rache unterdrücken“, fährt Raimi fort. „Er muss lernen, dass wir alle Sünder sind und dass niemand von uns über jemand anderem steht. In dieser Geschichte muss er lernen, was Vergebung bedeutet.“ Maguire war begeistert, wieder in die Rolle von Peter Parker schlüpfen zu können. „Man möchte immer neue Gebiete erforschen und hier hatte ich die Gelegenheit, dies mit bereits bekannten Figuren zu tun“, erläutert er. „Dieser frische, neue Zugang ist eine direkte Fortführung – er stammt aus Spider-Man und Spider-Man 2. Für mich als Schauspieler ist das unglaublich aufregend – es gibt viel, mit dem man spielen kann.“

„Wir haben stets nach einer Möglichkeit gesucht, die Maske abzunehmen, so dass man sehen kann, was Peter gerade durchleidet“, sagt Maguire. „Wenn ich einen Film sehe, versetze ich mich in die Figuren und fühle mit ihnen. Ich muss eine Verbindung zu ihnen spüren, damit ich fühlen kann, was sie fühlen.“ Die Veränderungen in Peters Verhalten fordern ihren Tribut bei der Beziehung zu Mary Jane.„Mary Jane ist sehr selbstbewusst in ihrer Karriere, selbst wenn da immer noch kleine Unsicherheiten existieren, was ihr Familienleben betrifft“, erklärt Kirsten Dunst. „Aber als sie ihren Job verliert, gerade als Spider-Man so populär ist, ist Peter nicht in dem Maße für sie da wie sie es gern hätte. Sie nimmt nicht mehr diese wichtige Rolle für ihn ein und ihre Beziehung beginnt auseinanderzubrechen.“

„Peter und M.J. müssen mit Dingen kämpfen, die in jeder Beziehung für Stress sorgen“, ergänzt Ziskin. „Sie versuchen beide herauszufinden, wo die Probleme liegen und sie sind sich nicht einig darüber, wo sie jeweils im Leben stehen – in einem sehr kritischen Moment ihres Lebens laufen sie sozusagen aneinander vorbei.“„Nachdem Tobey und ich nun in drei Filmen zusammengearbeitet haben, kennen wir uns ziemlich gut“, sagt Dunst. „Ich weiß, welche Knöpfe ich bei ihm drücken muss und er kennt die meinen. Das führt zu einer komplizierteren, aber auch erwachseneren Beziehung und das tut dem Film sehr gut. All das, was wir füreinander empfinden, findet sich im Film wieder. Unsere Beziehung ist erwachsener geworden.“

Nachdem sie schon in The Cat’s Meow (2001) ihr Talent als Sängerin unter Beweis gestellt hatte, nutzte Dunst erneut die Chance, auf der Leinwand zu singen. „Es machte mir viel Spaß, die Gesangsszenen zu spielen“, sagt sie. „Ich habe die Lieder im Vorfeld aufgenommen – ich hatte nämlich schreckliche Angst, sie live zu singen – aber am ersten Arbeitstag bin ich in High-Heels und in einem langen Kleid die Treppen der Broadway-Bühne von ,Manhattan Memories‘ herabgestiegen und habe auf der Bühne angefangen zu tanzen.“ Das Trio komplettiert einmal mehr James Franco in seiner Rolle als Harry Osborn. Am Ende des letzten Films hat er die Wahrheit über den Tod seines Vaters – und von der geheimen Identität seines Freundes Peter – erfahren. Harrys Wut und Verbitterung gegenüber Spider- Man dehnen sich auf Peter aus, den er nun als seinen Feind betrachtet. Eingenommen von Rachegedanken gegenüber Peter, den er für den Tod seines Vaters verantwortlich macht, tritt Harry das Erbe seines Vaters an – und wird zum Neuen Kobold.

Die Filmemacher wollten einen frischen Look für den hartherzigen Harry. „Wir haben lange darüber gesprochen, wie Harry die neueste Technologie von OsCorp nutzen könnte, um sein eigenes Waffenarsenal aufzubauen“, sagt der Ausführende Produzent Kevin Feige. „Wir wollten etwas Zeitgemäßes, aber auch Praktikables.“„Harry benutzt ein Fahrzeug, das schneller und wendiger ist als der Gleiter – er hat die Waffen seines Vaters genommen und sie verfeinert“, erläutert der Produzent Grant Curtis.„Auf der anderen Seite kann man manche Waffen wie die Kürbis-Bomben einfach nicht toppen. Der Neue Kobold mischt die klassischen Dinge wie die Kürbis-Bomben mit neuen Errungenschaften wie dem aufgemotzten Sky-Stick.“

Der Kostümdesigner James Acheson arbeitete eng mit den Filmemachern an Harry Osborns militärischem Look. „Harrys Kleidung reflektiert eine Kreuzung zwischen den Eliteeinheiten einer Großstadtpolizei und der Rüstung eines Schwarzen Ritters – und zwar mit ein paar fiesen Kleinigkeiten wie den Klingen, die aus dem Ärmel seines Kostüms hervorspringen“, sagt Acheson. „Sein Kostüm ist hauptsächlich schwarz. Hier und da gibt es einen grünen Akzent als Reminiszenz an seinen Vater, aber unterm Strich ist Harry seine eigene Persönlichkeit.“

„Harrys großes Dilemma kann man in einer Frage zusammenfassen: Wie sehr liebt er seine Freunde?“, erklärt Franco. „Wenn er die Tatsache akzeptiert, dass er Peter und M.J. liebt, muss er auch akzeptieren, dass sein Leben bisher eine Lüge gewesen ist – er hat für den Hass gelebt, er hat nur diesen bösen Mann geliebt, der sein Vater gewesen ist und ihm stets den Weg gewiesen hat.“„Wir sind mit diesen Figuren einen so weiten Weg gegangen“, sagt Raimi. „Dieser Film gab uns die Chance, jede ihrer Geschichten fortzusetzen, ihre Reise zu zeigen, die sie zurückgelegt haben, seitdem wir sie vor fünf Jahren kennengelernt haben – und zu erkunden, wie weit sie noch gehen müssen.“

… und neue Gesichter

In SPIDER-MAN 3 legten die Filmemacher – wie schon in den ersten beiden Teilen – besonderen Wert darauf, dass die Schurken eine Reflektion dessen sind, was Peter ist und was er auf seinem Weg zum Erwachsenwerden bekämpft. Raimi stellt klar, dass jede Figur in SPIDER-MAN 3 die Geschichte von Peter Parker nach vorn bringt. „Wir halten nur einen Spiegel hoch“, sagt der Regisseur. „Jede Figur erfüllt ihren Zweck – jede ist Teil der Bedrohung von Peters Leben.“

„Die ,Spider-Man‘-Comics haben wahrscheinlich die großartigste Galerie von Schurken im Universum der Superhelden – es gibt so viele denkwürdige Bösewichte in der Serie“, sagt Kevin Feige, seines Zeichens Ausführender Produzent und Marvels President of Production.„Mit den Gegnern in SPIDER-MAN 3 wollten wir – nach dem Grünen Kobold und Doc Ock – die Tradition fortsetzen, Gegenspieler zu präsentieren, die Spider-Man nicht nur vor spektakuläre und physische Herausforderungen stellen, sondern auch vielschichtig und von inneren Konflikten getrieben sind.“ Um dies zu erreichen, nahmen sich die Filmemacher zwei der größten und denkwürdigsten Gegner in Spider-Mans Universum vor: Sandman und Venom.

Sandman

Sandman ist einer der klassischen Bösewichte, der seinen ersten Auftritt bereits 1963 in „The Amazing Spider-Man“ Nr. 4 hatte.„Flint Marko alias Sandman ist einer der treuesten Schurken im Marvel-Universum“, bemerkt Produzent Grant Curtis. „Und die Figur ist ein Gegner von Spider-Man, den wir so nie zuvor erkunden konnten – er ist ein scheinbar unbesiegbarer Gegenspieler. Was ist, wenn man seinem Gegner einen Schlag versetzt und auf einmal ist da gar nichts mehr – was ist, wenn er auf einmal zu Staub wird? Das Interessante an Sandman ist, dass man bei ihm wie gegen ein Schweizer Taschenmesser kämpft. Man denkt, man hat ihn einigermaßen verstanden, da verwandelt er sich in eine Sandwolke, schlägt mit seiner zum Hammer verformten Faust zu oder wird einfach zu einer Sandsäule.“

Der für den Academy Award® nominierte Thomas Haden Church spielt die Schlüsselrolle des komplexen Sandman. „Wir hatten das Glück, dass wir einige der außergewöhnlichsten Schauspieler dazu bringen konnten, die Schurken in den Spider-Man-Filmen zu spielen und SPIDER-MAN 3 ist da keine Ausnahme“, sagt Sam Raimi. „Als wir sahen, wie Thomas Haden Church in Sideways seine Rolle spielte und die Figur mit Wärme, Menschlichkeit und Anmut füllte – selbst, wenn diese Figur ständig die falschen Entscheidungen trifft – wussten wir, dass er bei einem klassischen Marvel-Schurken auch dazu in der Lage sein würde.“„Ich denke, sie wollten Sandman als einen Typen wie mich selbst anlegen – ein Kerl, der rau und eckig ist und schnell ein Krimineller werden könnte. Ein Kerl, der manchmal mit bloßer Faust zuschlagen kann, so wie ich es im wahren Leben auch ab und an mal getan habe“, sagt Church. „Ich habe wohl eine Härte und Robustheit, die Sam attraktiv findet.“„Flint Marko ist ein Einzelgänger, der eine ziemlich finstere Vergangenheit hat“, gibt Church weiter zu Protokoll. „Ich habe viel über Lon Chaney Jr. nachgedacht und die Figuren, die er am besten verkörpert hat – er hatte immer traurige Augen und war auf eine besondere Art desillusioniert.“

Church bemerkt, dass er in den ersten Gesprächen mit Raimi eine ganz andere Inspirationsquelle für seine Figur Sandman gefunden hat – eine, deren Wurzeln in einer jahrhundertealten Legende liegen. „Sam gab mir ein Buch mit einer jüdischen Fabel über den Golem, eine Kreatur, die aus Erde besteht. Diese Idee – eine Kreatur, die im Herzen kein Schurke ist – war sehr hilfreich für Sam und beeinflusste uns beide sehr.“„Flint sagt von sich selbst, dass er kein schlechter Mensch ist“, sagt Church. „Er hat nur keine guten Entscheidungen getroffen. Er trägt eine schwere Schuldenlast mit sich herum, wegen etwas, welches in seiner Vergangenheit geschehen ist, aber auch wegen all dessen, was gerade jetzt passiert. Er weiß, dass das, was er tut, kriminell ist, aber ich denke, er sieht sich selbst als integren Mann. Er tut das, was er meint, tun zu müssen. Niemand in den Spider-Man-Filmen hat einfach nur dunkle Seiten.“

Auf der Flucht nach seinem Ausbruch aus dem Gefängnis stürmt Marko auf dieses Testgelände und wird molekular mit Sand verbunden. Nach diesem Unfall entdeckt Marko, dass er das Material aus seiner unmittelbaren Umgebung nutzen kann, um seine Gestalt zu verformen und zu verändern. „Die Geburt von Sandman ist eine der eindrucksvollsten Momente in SPIDER-MAN 3“, verspricht der Produzent Avi Arad. „Flint Marko ist auf der Flucht, er läuft auf das Testgelände, als dieser wissenschaftliche Prozess gerade in vollem Gange ist. In der großartigen Tradition von Marvel führt dieses schlechte Timing zu seiner Verwandlung in Sandman. Es wird faszinierend sein, die Erschaffung dieser Kreatur zu sehen.“

Church verbrachte über ein Jahr damit, sich auf seine Rolle vorzubereiten – durch körperliches Training und eine strikte Diät legte er über 20 Pfund Muskelmasse zu, bevor die Dreharbeiten begannen. „In den Comics ist Sandman ein bulliger, muskulöser Typ – er sieht aus wie ein Wrestler“, erläutert der Schauspieler. „Für den Film strebten wir einen schlankeren Look an – er sollte eher aussehen wie ein Mann, der seine Schlagkraft auf der Straße gelernt hatte, wie Terry Malloy in On the Waterfront (Die Faust im Nacken, 1954).“ Die harte Arbeit zahlte sich für Church aus, als die Dreharbeiten schließlich begannen. „Sam hat angedeutet, welche körperlichen Anforderungen die Rolle mit sich brachte, also war ich nicht überrascht“, meint er. „Die physischen Aktivitäten und das Training hat mir die Vitalität gegeben, die ich für den größten Teil meiner Arbeit an diesem Film gebraucht habe.“

Venom

Eddie Brock, gespielt von Topher Grace, ist ein redegewandter, ambitionierter junger Fotograf, der zum Rivalen von Peter Parker beim „Daily Bugle“ wird. Nachdem Spider-Man endlich die finstere, schwarze Substanz losgeworden ist, befällt diese Brock und transformiert ihn zu dem außerordentlich bösen Venom – einem Favoriten der Marvel-Fans. Auf vielerlei Art ist Venom eine Reflektion von Peter Parker selbst. Man könnte sogar sagen, Venom ist die dunkle Seite von Peter, die zum Leben erwacht ist.

„Wir waren begeistert, Venom in den Film zu bringen, weil er eine Figur ist, die ihre Ursprünge in Peter selbst hat“, erklärt Produzent Grant Curtis. „Wenn Spider-Man das schwarze Kostüm trägt, beginnt der Anzug, die Prägung und die Fähigkeiten von Spider-Man zu übernehmen. Als Peter die schwarze Masse los wird, wandert sie weiter zu Eddie Brock, der in seinen Eigenschaften längst nicht ein so guter Mensch ist wie Peter. Sie verwandelt Brock, eine Person, die allgemein verachtet wird, in Venom. Venom hat einige der Fähigkeiten von Spider-Man und er will um sich schlagen.“„Venom ist eine der schwierigsten Figuren, derer Spider-Man sich erwehren muss“, fügt Arad an. „Venom kennt Spider-Man, er weiß, wie er fühlt, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Er ist der ultimative Gegner.“

„Venom hat eine einzigartige Entstehungsgeschichte und wir haben uns darauf gefreut, diese Geschichte zu erzählen und dabei einer Figur gerecht zu werden, die unbestreitbar einer der populärsten Marvel-Charaktere aller Zeiten ist“, sagt Curtis. „Venom hat die gleichen Kräfte wie Spider-Man, aber es ist bei ihm ein wenig verzwickter und er ist viel aggressiver – er kann weiter springen, beim Schwingen weiter ausholen und schneller laufen. Bei dem Kampf zwischen den beiden ist es ein wenig so, als würde man Spider-Man beobachten, wie er sein stärkeres Selbst bekämpft. Es macht sehr viel Spaß, dabei zuzusehen.“ Die Marvel-Comics stellten Venom in den achtziger Jahren vor. Seinen ersten Auftritt hatte er in „The Amazing Spider-Man“ Nr. 298 und Eddie Brock trat zwei Ausgaben später erstmals in Erscheinung. Davor trug Spider-Man sein schwarzes Kostüm erstmals auf dem Cover von„Secret Wars“ Nr. 8 im Jahr 1984.

Topher Grace war bereits viele Jahre ein Marvel-Fan und er war begeistert von der Gelegenheit, einen seiner Lieblings-Schurken selbst zu spielen: „Ich las die Comics vor Jahren, als Venom zum ersten Mal auftrat und ich erinnere mich daran, dass ich dachte, er ist der coolste und charismatischste Charakter“, sagt Grace. „Ich fühlte mich schon geehrt, als ich mich das erste Mal mit Sam, Laura und Avi treffen durfte; es war toll, wie Sam dabei den ganzen Plot des Films erzählte. Ich war nervös und aufgeregt und ich empfand es ein Jahr später noch ganz genauso, als die Dreharbeiten schon längst begonnen hatten.“ Nachdem Grace schließlich die Rolle von Eddie Brock alias Venom angeboten worden war, diskutierte Regisseur Sam Raimi ausgiebig die Figur mit ihm. „Sams Zugang, Venom sei eine Art böses Double von Peter fand ich von Anfang an sehr interessant“, fährt Grace fort. „Wir sprachen darüber, dass Venom sich daran erfreut, böse zu sein. Er geht förmlich auf in seinen Superkräften.“

„Anders als Sandman, der schon früh im Film präsent ist, unterzieht sich meine Figur Eddie einer sehr langsamen Transformation – sie ist in der ganzen Geschichte eingebettet“, sagt Grace. „Man fragt sich, ob Eddie so weit gegangen wäre, hätte Peter nicht unter einem solch schlechten Stern gestanden. Das ist einer der vielen faszinierenden Aspekte der Geschichte: Peter Parker selbst ist einer der Gründe, warum dieser übermächtige Gegner geboren wird.“ Ziskin bemerkt, dass Grace die perfekte Besetzung für Eddie Brock/Venom sei: „Topher ist einfach sensationell, einfach großartig! Er ist komisch und angsteinflößend und er ist eine wunderbare Ergänzung unseres Ensembles.“ Grace, wie er sich selbst beschreibt, ein „dürrer Typ“, legte zwischen 15 und 20 Pfund für seine Rolle zu und trainierte monatelang, bevor die Dreharbeiten begannen. Während der Vorproduktion musste er sich immer wieder Body-Scans und Motion-Capture-Datenanalysen unterziehen, damit Kostümbildner und Visual-Effects-Team an die Arbeit gehen konnten.„Sie haben meinen kompletten Körper eingescannt und jemand meinte, dass diese Daten sehr hilfreich bei der Herstellung meiner Actionfigur sein würden. Meine Actionfigur!“, erinnert sich Grace. „Ich hatte noch gar nicht dran gedacht, dass ich mal eine Actionfigur werden würde! Das war für mich total aufregend.“

Gwen Stacy

Noch ein weiterer Liebling der Fans gibt sein Filmdebüt in SPIDER-MAN 3: Gwen Stacy. Fans der Comics wissen genau, dass Gwen erstmals im Dezember 1965 in „The Amazing Spider-Man“ Nr. 31 auftrat und schnell zu Peter Parkers erster Liebe avancierte. In SPIDER-MAN 3 ist Gwen eine schöne Kommilitonin von Peter, die für Spider-Man schwärmt. Ihre Gegenwart bringt eine neue Dynamik in die Beziehung zu Peters wahrer Liebe M.J. Gwen ist darüber hinaus das Objekt der Begierde von Eddie Brock, der ihre lockere, freundschaftliche Art als romantisches Interesse missversteht.

Bryce Dallas Howard spielt die Rolle von Gwen Stacy. Sie sagt, dass sie – trotz der unterschiedlichen Zugänge im Comic und im Film – die Comics als Inspiration nutzte, um Gwen Stacy zum Leben zu erwecken. „In den Comics gibt es diese sehr tiefe Beziehung zwischen den beiden – das wurde meine Grundlage“, erklärt die Schauspielerin. „Gwen ist eine Nebenfigur in diesem Film, aber in ihren Szenen mit Peter gibt es viele Nuancen und viel, was zwischen den Zeilen steht. Sie ist nicht einfach nur eine Ablenkung für Peter. Sie ist eine Person, die unter anderen Umständen eine Seelenverwandte wäre. Weil ihr Vater ein Polizist ist, ist sie es gewöhnt, dass jemand aus dem Haus geht und Tag für Tag sein Leben riskiert - und sie liebt ihn bedingungslos. Darauf konnte ich aufbauen, um diese Figur zu spielen, die für die Comics geschaffen worden war.“ Die Produzentin Laura Ziskin verrät, dass Howard geradezu begierig darauf war, ihre eigenen Stunts durchzuführen und nach allem zu greifen, das ihr Raimi bot. „Bryce haute uns schlichtweg um, als sie zusammen mit Tobey für den Part von Gwen Stacy vorsprach“, erinnert sich Ziskin. „Sie ist eine Art Sonnenschein inmitten dieser Finsternis und Dramatik unserer Geschichte. Und sie ist auch noch hart im Nahmen. Alles, was wir von ihr forderten– ob es darum ging, einige Stockwerke hoch aus einem Gebäude zu hängen oder zusammen mit Spider-Man durch die Lüfte zu schwingen – sie war einfach spektakulär.“

Der Oscar®-nominierte Schauspieler James Cromwell spielt Gwens Vater, den NYPDCaptain George Stacy, der Peter neue, verstörende Informationen über den Tod seines Onkels Ben mitteilt und der besorgt das wachsende Interesse Eddie Brocks an seiner Tochter beobachtet. Theresa Russell spielt Emma Marko, Flint Markos seltsame Frau.„Es ist wunderbar, neue Schauspieler in die Serie zu bringen, denn – obwohl man bereits etliche Regeln und Storylines hat, denen man folgen muss – man ist in der Lage, dies aufzubrechen und neue Stimmen und Energien einfließen zu lassen, die wir vorher noch nicht miterleben konnten“, sagt Raimi. „Das gibt auch den Zuschauern eine neue Erfahrung: mit den Figuren, die sie bereits lieben, aber auch mit einer neuen, energischen Dynamik, die unsere neuen Gesichter mit auf die Leinwand bringen.“

 
 
 
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