Mit jedem Vollmond erwacht ein Mythos zum Leben Der Werwolf feiert ein epochales Comeback - mit den Oscar®-Preisträgern Benicio Del Toro und Anthony Hopkins in den Hauptrollen sowie den virtuosen Effekten des sechsfach oscar®gekrönten Make-up-Designers Rick Baker. Inspiriert vom legendären Universal-Klassiker „Der Wolfsmensch“ bringt Actionspezialist Joe Johnston („Jurassic Park III“) den Horrormythos in neuem düsterem Glanz auf die Leinwand.
Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) in seine Heimat Blackmoor im viktorianischen England zurück, wo eine mysteriöse Serie blutiger Todesfälle die Menschen in Atem hält. Es kommt zum Wiedersehen mit seinem von ihm entfremdeten Vater (Anthony Hopkins). Zusammen mit der Verlobten seines Bruders (Emily Blunt) begibt sich Talbot auf eine Spurensuche, die ihn tief in seine eigene, längst verdrängte Vergangenheit führt.
Doch nachdem er selbst von der Bestie gebissen wird, muss er am eigenen Leibe erfahren, dass die Gerüchte von einem uralten Fluch, der einen Menschen bei Vollmond in ein mörderisches Wolfswesen verwandelt, blutige Realität sind.
Um dem Morden ein Ende zu bereiten und seine neue Liebe zu retten, muss er die teuflische Kreatur in den Wäldern Blackmoors jagen und sich dem wilden Biest stellen, das in ihm selbst lauert.
Mit unbändiger Action, bahnbrechenden Effekten und leidenschaftlicher Energie erwacht die Werwolf-Legende zu neuem, aufregendem Leben. Del Toro und Hopkins machen das Duell zwischen Vater und Sohn, zwischen Tier und Mensch zu einem unvergesslichen Erlebnis und furiosem Horror-Epos. „Wolfman“ ist ein nachtschwarzer Suspense-Thriller von schicksalhafter Größe und ein wildes Kinoereignis voll ungezügelter Kraft.
In den 30er und 40er Jahren präsentierte Universal Pictures eine Serie von Horrorfilmen, die ein neues Genre schufen: den Monsterfilm. Schauspiel-Legenden wie Bela Lugosi, Boris Karloff und Claude Rains erweckten Ikonen wie Dracula, Frankenstein, die Mumie und den Unsichtbaren Mann zu Albträumen auf der Leinwand, die zuvor nur in der Fantasie von Lesern existierten. Eine der schauerlichsten Kreaturen wurde 1941 von Lon Chaney, Jr. geschaffen. Ein einsamer Mensch verwandelte sich in ein unheimliches Wesen, das dem Kinopublikum den Atem nahm. Bei Vollmond kam eine archaische Wut zum Vorschein, die aus den dunkelsten Abgründen der Psyche stammt. Halb Mensch und halb Dämon – ein Fluch für alle Zeiten.
Seit vielen tausend Jahren sind Legenden über Verwandlungen zwischen Mensch und Tier in den verschiedenen Kulturen zu finden. Eine besondere Faszination gilt einer mythologischen Kreatur, die als Lykanthrop bekannt ist – ein Mensch, der sich bei Vollmond zu einer Wolfskreatur verwandelt. Der Mythos Werwolf reicht von der griechischen Antike über die „Otia Imperialia“ von Gervasius von Tilbury aus dem 13ten Jahrhundert bis zu modernen Horrorgeschichten.
Vor sieben Jahrzehnten fand der Werwolf auch den Weg auf die Leinwand. 1935 veröffentlichte Universal „Der Werwolf von London“ von Stuart Walker. Doch erst 1941 wurde mit dem Klassiker „Der Wolfsmensch“ von George Waggner nach dem Originaldrehbuch von Curt Siodmak der Mythos für das Kino etabliert. Die tragische Figur des Lawrence Talbot wird von Lon Cheney, Jr. gespielt, dem Sohn der Stummfilm-Ikone Lon Cheney („Das Phantom der Oper”, „Der Glöckner von Notre Dame”).
Die Figur des Talbot taucht später in weiteren Universal-Filmen auf, so in „Frankenstein trifft den Wolfsmenschen“, „Frankensteins Haus“, „House of Dracula“ und „Abbott und Costello treffen Frankenstein“. Trotz seiner Laufzeit von nur 70 Minuten wurde „Der Wolfsmensch“ zum sofortigen Erfolg und machte Lon Cheney, Jr. zum Star. Andere Helden aus der Monster- Familie von Universal haben hier ebenfalls Auftritte. Claude Rains aus „Der Unsichtbare“ spielt den Sir John Talbot und „Dracula“ Bela Lugosi verkörpert den Zigeuner Bela, der den Fluch erkennt, der auf Lawrence liegt.
Der Schauspieler und Produzent Benicio Del Toro ist seit langem ein Fan dieses Genres und unterhielt sich bereits vor etlichen Jahren mit seinem Manager und Produzenten Rick Yorn über die Idee zu einer Hommage. Über seine Faszination an dem Projekt sagt Yorn: „Als Jugendlicher machten diese Monsterfilme einen großen Eindruck auf mich und meine Brüder. Schon seit meinen Anfängen in Hollywood wollte ich ein Remake von einem alten Horrorfilm machen. Vor ein paar Jahren besuchte ich Benicio in seinem Haus und mir fiel ein Poster von ‚Der Wolfsmensch’ auf, das eine Großaufnahme von Lon Cheney, Jr. als Monster zeigt. Ich schaute auf das Plakat und dann auf Benicio, der damals einen Vollbart trug, und fragte: ‚Was würdest du von einem Remake von ‚Der Wolfsmensch’ halten?’“
Del Toro war sofort fasziniert von der Idee zu einer Hommage, schließlich ist er seit seiner Jugend ein großer Fan dieser Filme. „Frankenstein, Dracula und die Mumie kenne ich seit meiner Kindheit”, erläutert Del Toro. „Meine früheste Erinnerung an einen Schauspieler ist Lon Cheney, Jr. als Wolfsmensch. Wir wollten diesem Klassiker und Henry Hulls ‚Werwolf von London’ die Ehre erweisen und zwar auf eine klassische, handwerkliche Weise.“
Del Toro wollte mit dem Remake keine bloße Kopie des Originals liefern, sondern eine Neufassung für das heutige Publikum. Deshalb haben die beiden Drehbuchautoren Andrew Kevin Walker und David Self dem Film „einige Wendungen gegeben und moderne Elemente eingefügt, dennoch bleiben sie dem Original treu.“ Del Toro und Yorn machten sich an die Umsetzung des Projekts und bei einem Essen mit Produzent Scott Stuber wurde das Update des Originals beschlossen. „Wir haben ein paar Wendungen eingebaut, aber wir wollten dem Original treu bleiben“, erläutert Stuber. „‚Der Wolfsmensch’ ist deshalb solch eine Ikone, weil er auf gewisse Weise in jedem von uns steckt. Wir alle kennen dieses Gefühl der Wut. Jeder erinnert sich an Situationen, in denen er zu weit ging, zu wütend war und Dinge tat, die er bereut. Es gibt etwas Archaisches in jedem von uns, das wir unter Kontrolle halten müssen, um nicht unterzugehen.“
Es gab nie einen Zweifel für den Produzenten, dass Del Toro die perfekte Wahl für die Titelrolle war. Über den Oscar®-Preisträger sagt Stuber: „Benicio hat sehr ausdrucksstarke Augen, die auch noch unter einer Maske große Wirkung entfalten. Wir wollten den Schauspieler nicht vom Wolfsmenschen trennen. Am Ende hatten wir Benicio auf der einen und das Biest auf der anderen Seite. Um Gefühle für eine Figur zu entwickeln, ist die Darstellung entscheidend. Die Spezialeffekte sind großartig, sie verstärken die Darstellung – aber sie erschaffen sie nicht.“
Die drei Filmemacher bekamen Verstärkung durch den Produzenten Sean Daniel, der durch seine Arbeit an „Die Mumie“ für Universal Pictures bereits über Erfahrung mit der Neuauflage von Monsterfilmen besitzt. Über seine Beteiligung an dem Projekt sagt Daniel: „Es war wirklich aufregend dabei zu sein, wenn ein weiteres klassisches Universal Monster, das mich schon als Kind sehr begeistert hat, zu neuem Leben erweckt wird.“
Gemeinsam machten sich die Produzenten auf die Suche nach einem Regisseur, der nicht nur das Drama der Geschichte umsetzen, sondern einen Horrorfilm inszenieren konnte, bei dem visuelle Effekte, Kreaturen und CGI mühelos verbunden sind. Als Mark Romanek das Projekt nach der Vorproduktion verließ, übernahm Regisseur Joe Johnston das Ruder. Als art director bekam Johnston einen Academy Award® für seine Arbeit an „Jäger des verlorenen Schatzes“, als Regisseur stellte er sein Können als Geschichtenerzähler mit Filmen wie „October Sky“ unter Beweis und bewies mit Filmen wie „Jurassic Park III“ und „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm” sein großes Talent für den Umgang mit visuellen Effekten.
Wie bei all seinen Projekten stand für den Regisseur vor allem die Geschichte im Mittelpunkt. Über die Story der Drehbuchautoren Walker und Self sagt er: „Unter der Oberfläche von Action, Blut und Angst gibt es eine Liebesgeschichte zwischen Lawrence Talbot und Gwen, der Verlobten seines toten Bruders. Ich wollte, dass diese Beziehung die Geschichte zusammenhält. Sie ist der Schlüssel, damit das Publikum versteht, welche schrecklichen Dinge mit Lawrence geschehen.“ Der ehemalige art director war begeistert von den visuellen Herausforderungen, die dieser Action-Horrorfilm bot.
„Ich wollte dem Publikum etwas zeigen, was es so noch nie zuvor bei einer Verwandlung zum Werwolf gesehen hat“, erläutert Johnston. „Bei allen bisherigen Werwolf-Filmen geschieht die Umwandlung mehr oder weniger durch die gleichen visuellen Elemente: Knochen werden gestreckt und auf dem Gesicht wachsen Haare. Die Art, wie wir die Verwandlung zeigen, wurde erst durch den Einsatz von computergenerierter Animation möglich. Mit Benicio Del Toro haben wir einen großartigen Ausgangspunkt für die Verwandlung, die mit dem Make-up von Rick Baker vollendet wird.“
Den Filmemachern war klar, dass sie für die spektakulären Sequenzen ein perfektes Gleichgewicht zwischen realen Effekten und Spezialeffekten schaffen mussten. Bevor diese Arbeit in Angriff genommen werden konnte, mussten erst noch die Schauspieler gefunden werden, die Del Toro dabei unterstützen, diese berüchtigte Kreatur noch einmal zum Leben zu erwecken.