Filminfo: Die zweigeteilte Frau
 
 

Bundesweiter Start: 10. Januar 2008

Die schöne fünfundzwanzigjährige Gabrielle (Ludivine Sagnier) ist hin- und hergerissen zwischen Charles (Francois Berléand), einem berühmten Schriftsteller und notorischen Frauenverführer, und Paul (Benoît Magimel), dem attraktiven aber unsteten Erben eines Familienvermögens. Als sie sich seinen Annäherungsversuchen widersetzt, entwickelt Paul einen wilden, verrückten Hass auf den Rivalen. Ein gefährlicher Reigen aus Liebe und Eifersucht beginnt ...

Basierend auf der exzentrischen Lebensgeschichte eines New Yorker Star-Architekten entfacht Regie-Legende Claude Chabrol einen sinnlichen, gefährlichen Tanz der Passionen. Verführung, Verleugnung und Selbstverleugnung liefern den schillernden Hintergrund für ein spektakuläres Verbrechen aus Leidenschaft. Der Großmeister der Gesellschaftsanalyse (ver)führt den Zuschauer in ein Universum der Täuschung und des Scheins, der Medien und der sexuellen Reize.

 

Chabrol erschafft, glänzend sarkastisch, was er am besten kann: Ein bourgeoises, erotisch aufgeladenes Milieu der Dekadenz, in dem sich seine getriebenen, zwiespältigen, abgründigen Figuren verirren. Das Drehbuch, das gemeinsam mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Cécile Maistre entstand, liefert Vorlagen für exzellente Darstellerleistungen: In Traumrollen brillieren Frankreichs Symbol für Sinnlichkeit, Ludivine Sagnier („Swimming Pool“) und die großen Franko-Stars und Chabrol- Darsteller François Berléand („Geheime Staatsaffären“) und Benoît Magimel („Die Brautjungfer“) als Rivalen um die Liebesgunst der Schönen.

In seiner Heimat bereits ein großer Kinoerfolg, lief DIE ZWEIGETEILTE FRAU beim Filmfestival Venedig 2007 als offizieller Wettbewerbsbeitrag außer Konkurrenz.

Um sein neues Buch zu promoten, schickt die Literatur-Agentin und langjährige Freundin Capucine Jamet (Mathilda May) ihren Star-Autor Charles Saint-Denis (Francois Berléand) aus der abgeschiedenen Idylle seiner Luxus-Villa in der Provinz auf Publicity-Tour in die Stadt. In Lyon muss er ein Fernsehinterview geben, zu Empfängen gehen und Bücher signieren. Der geübte Blick des notorischen Verführers bleibt sofort an der jungen, hinreißend schönen Gabrielle Deneige (Ludivine Sagnier) hängen, die beim Sender als Wetterfee arbeitet und am Anfang einer viel versprechenden Karriere stehen könnte. Sie ist in ihrer natürlichen Art einfach umwerfend, und als Charles sie wenig später beim Signieren in einer Buchhandlung, in der Gabrielles Mutter (Marie Bunel) arbeitet, wieder sieht, lässt er sich die Gelegenheit nicht entgehen und verabredet sich mit ihr.

Er nimmt Gabrielle mit zu einer Auktion, wo er eine wertvolle Erstausgabe ersteigert, und führt sie anschließend in seine romantische Stadtwohnung, sein geheimes kleines Versteck, auf dessen Klingelschild der Name „Paradies“ steht. Dieses Versprechen soll sich allerdings für die junge Frau nicht erfüllen. Gabrielle wird Charles Geliebte und findet mit dem erfahrenen Mann sexuelle Erfüllung. Sie geht auf all seine Wünsche ein, lebt unbefangen mit ihm seine sexuellen Obsessionen und perversen Gelüste aus. Er nimmt sie mit in einen elitären Privatclub, wo Politiker und einflussreiche Geschäftsleute verkehren. Zunehmend verfällt sie dem älteren Mann und verliebt sich ernsthaft in ihn. Was die junge Frau nicht weiß: Charles, glücklich mit Dona (Valéria Cavalli) verheiratet, würde seine Ehe nicht wegen einer Affäre aufs Spiel setzen. Für ihn ist Gabrielle ein weiteres aufregendes sexuelles Abenteuer, bei dem er Inspiration sucht. Als er davon genug hat, begibt er sich einstweilen auf Geschäftsreise ...

Bei der Signierstunde in der Buchhandlung hat Gabrielle zur gleichen Zeit wie Charles den reichen Erben Paul Gaudens (Benoît Magimel) kennen gelernt. Paul ist, nach dem frühen Tod seines einflussreichen Industriellen-Vaters, hauptberuflich Sohn seiner dominanten Mutter Geneviève (Caroline Silhol). Charles, so etwas wie eine starke „Vaterfigur“, betrachtet er als Intimfeind, mit dem er nicht nur um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit buhlt, sondern bald auch um die Gunst Gabrielles. Paul verfolgt die junge Frau mit seinen Liebesbekundungen und bemüht sich einfallsreich, bei ihr zu landen. Gabrielle mag den gut aussehenden, exzentrischen jungen Mann, der allerdings unter großem psychischem Druck zu stehen scheint. Sie geht mit ihm aus, ist aber gefangen in ihrer obsessiven Liebe zu Charles.

Als sie begreift, dass der Schriftsteller sie fallen gelassen hat und buchstäblich vor der Tür stehen lässt, verfällt sie in Depression und Apathie. Ihre Mutter bittet schließlich Paul, der sich weiter um sie bemüht, um Hilfe. Er unternimmt mit Gabrielle eine Reise nach Lissabon, ihr Sehnsuchtsziel, das sie immer mit Charles besuchen wollte. Paul begreift, dass die geliebte Frau den älteren Mann nicht vergessen kann, und packt, gedemütigt und wütend, die Koffer. Doch jetzt ist es Gabrielle, die sich voller Panik an den Strohhalm klammert, den ihr Paul reicht. Er ist der Mann, der ihr eine Zukunft in Aussicht stellt, Liebe, Anwesenheit, Schutz und Wohlstand verspricht – Gabrielle nimmt Pauls Heiratsantrag an.

Als Charles aus der Klatschpresse von der Verbindung erfährt, reagiert er gekränkt und arrangiert ein Treffen mit seiner verflossenen Geliebten – ausgerechnet bei der Anprobe des Hochzeitskleides. Gabrielle stellt ihn vor die Wahl: Wenn er seine Ehefrau verlässt, wird sie den reichen Erben nicht heiraten. Eine Option, die für Charles natürlich nicht in Betracht kommt.

Nach der Hochzeit verschärfen sich die Spannungen zwischen dem jungen Paar. Paul steigert sich immer mehr in seine Eifersucht hinein, kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Bei einer von Pauls Mutter organisierten Wohltätigkeitsveranstaltung ist auch Charles als Gastredner geladen. Am Arm seiner schönen Frau betritt Paul den Raum, das Aufeinandertreffen der Erzrivalen ist unausweichlich ....

 
     
 
 
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