7 Psychos

7 Psychos © 2012 dcm

Ein sonniger Tag irgendwo in Los Angeles, ganz in der Nähe leuchtet das Hollywood-Zeichen unter kobaltblauem Himmel. Unterhalb der berühmten Sehenswürdigkeit diskutieren zwei Auftragskiller (Michael Pitt, Michael Stuhlbarg) entspannt über Einzelheiten ihres nächsten Jobs — insbesondere darüber, ob sie ihrem Opfer in die Augen schießen sollen oder nicht —, als sich von hinten mit schnellen Schritten eine maskierte Gestalt nähert und den Männern ohne Vorwarnung ein paar Kugeln in den Kopf jagt.

Der Trailer zu 7 PSYCHOS


Aber ist dieser Doppelmord tatsächlich passiert? Treibt wirklich ein Serienkiller namens Karo-Bube in L.A. Sein Unwesen, der nur Mafiatypen abknallt? Oder entspringt er lediglich der Fantasie des Drehbuchautors Marty Flanaran (Colin Farrell), der zwar eine Grundidee für seinen nächsten Film hat und auch schon einen vielversprechenden Titel — „Sieben Psychopathen“ —, aber abgesehen davon nicht viel mehr. Vor allem mangelt es Marty an Inspiration. Was sich täglich mehr auf seine Laune niederschlägt, auf seinen Alkoholkonsum (reichlich!) und auf seine Beziehung zu seiner Freundin Kaya (Abbie Cornish), mit der es eigentlich nur noch Streit gibt. Auch deshalb, weil sie der Meinung ist, dass Marty viel zuviel Zeit mit seinem besten Freund Billy (Sam Rockwell) verbringt, einem arbeitslosen Schauspieler, der ihrer Meinung nach schlechten Einfluss auf ihn hat.

Das findet Billy natürlich nicht. Im Gegenteil: Er meint es doch nur gut und will Marty helfen, seine Schreibblockade zu überwinden. Deshalb setzt er ungefragt eine Annonce in die Zeitung, mit der er nach Menschen sucht, die sich für Psychopathen halten und bereit sind, von sich und ihren „verrückten, ungewöhnlichen“ Erlebnissen zu erzählen. Wenn er Marty nicht gerade beim Trinken Gesellschaft leistet oder abgefahrene Ideen für sein Drehbuch unterbreitet, betreibt Billy mit seinem alten Kumpel Hans (Christopher Walken) ein einträgliches Nebengeschäft: die Entführung von Hunden wohlhabender Herrchen und Frauchen.

Was bislang nicht mehr als ein harmloses Spiel war, das immer reibungslos klappte, wird jedoch zur tödlichen Angelegenheit, als sie sich das falsche Opfer aussuchen: einen niedlichen Shih Tzu, der dem kaltblütigen Gangster Charlie (Woody Harrelson) gehört. Weil Bonny so ziemlich das einzige Lebenwesen auf Erden ist, das dem Gangster eine menschliche Regung entlockt, gibt er wutschnaubend die Devise aus, Bonny zu finden und diejenigen, die hinter ihrem Verschwinden stecken, zur Rechenschaft zu ziehen.

Dass sie sich definitiv mit dem Falschen angelegt haben, merken Hans und Billy spätestens, als sie Bonnies Hundemarke lesen: „Zurück an Charles Castello — oder du wirst verdammt noch mal sterben!“ Diese Warnung entdecken sie jedoch erst, nachdem zwei von Charlies Männern Hans dabei beobachten, wie er einen entführten Hund zu seiner Besitzerin zurückbringt. Sie schnappen sich den alten Herrn, bringen ihn zum Reden und fahren mit ihm zu der abgelegenen Lagerhalle, in der Hans und Billy die gekidnappten Vierbeiner zwischenlagern. Dort treffen sie zwar auf einen ahnungslosen und von der plötzlich über ihn hereinbrechenden Gewalt schockierten Marty, aber nicht auf Bonny, die Billy bei sich zu Hause untergebracht hat. Die Mafiosi sind mit ihrer Geduld am Ende und kurz davor, Marty und Billy über den Haufen zu schießen, als überraschend der maskierte Karobube-Killer auftaucht und wortlos Charlies Leute niedermäht, um dann wieder so schnell zu verschwinden, wie er gekommen ist.

Trotz der Gefahr, in der jetzt alle schweben, kommt für Billy und Hans nicht in Frage, zur Polizei zu gehen. „Und was sollen wir stattdessen tun?“, will Marty wissen. „Wir könnten uns die schweren Jungs irgendwo draußen in der Wüste vorknöpfen“, schlägt Billy vor. „Nein“, erwidert Marty entnervt, „ich meinte, im wahren Leben…“ Im wahren Leben wartet ein älterer Mann mit einem weißen Kaninchen im Arm vor Billys Haus. Er heißt Zachariah (Tom Waits), hat die Anzeige gelesen und ist bereit, aus seinem Leben zu erzählen. Billy macht sich jedoch wegen eines angeblichen Termins aus dem Staub und überlässt es Marty, sich die blutrünstige Geschichte eines Serienkiller-Pärchens anzuhören, das durchs Land reist und andere Serienkiller umbringt. Unterdessen kommt Charlie dahinter, dass Hans’ Frau Myra (Linda Bright Clay) sich nach einer Krebsoperation in einem Krankenhaus erholt. Dort sucht er die alte Dame auf und will ihr Informationen über Bonnys Verbleib entlocken — oder zumindest den Aufenthaltsort ihres Mannes herausfinden. Als sie sein perfides Spiel nicht mitspielt, schießt Charlie ihr kaltblütig in den Kopf.

In einer Villa hoch über der Stadt treffen sich Angela (Olga Kurylenko) und Billy zum Sex am Nachmittag, was nicht weiter der Rede wert wäre, wenn die junge Frau nicht die Freundin von Charlie Costello wäre. Als Angela von Billy erfährt, dass er es ist, der Bonny entführt hat, fleht sie ihn an, den Vierbeiner zurückzugeben, schließlich sei Charlie ein Psychopath. Sekunden später bekommt Billy einen Anruf von Hans, der ihm mitteilt, dass Costello seine Frau ermordet hat. Er sei in 20 Minuten bei ihm, sagt Billy noch, dann schießt er Angela in den Bauch. Zuvor hat er ihr etwas in die Hand gedrückt: eine Spielkarte mit einem Karo-Buben.

Angesichts der eskalierenden Gewalt beschließen Billy, Hans und Marty, sich in die Wüste zurückzuziehen — wenigstens so lange, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Doch dann findet Marty heraus, dass Billy der Karo-Bube-Killer ist, und außerdem sind Charlie und seine Männer dem Trio hart auf den Fersen. Ein Showdown zwischen Riesenkakteen und bizarren Felsformationen ist nur noch eine Frage der Zeit…

Details zu 7 Psychos

Titel:7 Psychos
Seven Psychopaths (USA, Großbritannien 2012)
FSK:16
Verleih:DCM
Genre:Gaunerkomödie
Regie:Martin McDonagh
Darsteller:Colin Farrell, Sam Rockwell, Christopher Walken
Spielzeit:109 Minuten
Filmstart:6. Dezember 2012
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