Führer und Verführer

Biopic über den Propagandaminister Joseph Goebbels und seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs.

Das passiert in "Führer und Verführer"

1938 erreicht die Zustimmung für Hitler und die Nationalsozialisten unter Reichspropagandaminister Joseph Goebbels ihren Höhepunkt. Während Goebbels auf Sicherheit setzt, will Hitler Krieg bis zum "Endsieg". Goebbels passt seine Strategie an und setzt auf antisemitische Filme wie "Jud Süß", um seine Position zu festigen. Auch als der Krieg bereits verloren ist, ringt Goebbels noch verzweifelt darum, die Doktrin vom "Endsieg" aufrechtzuerhalten.

© Bilder: Zeitsprung/SWR/Wild Bunch Germany GmbH

"Führer und Verführer" ist besonders wertvoll

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) hat dem Film "Führer und Verführer" das Prädikat BESONDERS WERTVOLL verliehen. Hier die Meinung der FBW zum Film:

Mit seinem Film setzt Joachim A. Lang ein klares Ziel – welches schon zu Beginn mit einem Disclaimer deutlich gemacht wird: Durch das Gezeigte von Damals auch „die Hetzer von heute zu entlarven“. Ein Ziel, das der Film ohne jeden Zweifel einlöst. Denn die Hassparolen, die durch Goebbels massenverführende Propagandamaschine ihren Weg auf allen Kanälen in die Ohren und Augen der Zuhörer fanden, es gibt sie heute wieder. Und obwohl der Verweis auf aktuelle Geschehnisse klar im Raum steht, bleibt der Film in der historischen Geschichte des Aufstiegs von Joseph Goebbels, bis hin zu seinem Selbstmord. Robert Stadlober spielt ihn mit beeindruckender Genauigkeit.

Der rheinische Dialekt, der eiskalte Schauer erzeugende, manipulative Blick, die manische Hingabe an den „Führer“-Mythos – Stadlober liefert eine darstellerische Glanzleistung. Und auch Franziska Weisz als dem Regime ergebene Vorzeige-Ehefrau und -Mutter Magda Goebbels und Fritz Karl als Hitler können glaubhaft und mit dem Mut zur Ambivalenz die historischen Figuren verkörpern. Lang verbindet – unterstützt von Rainer Nigrellis kongenialer Montage – Original-Bildmaterial mit Re-Enactment und Interviewpassagen mit Holocaust-Überlebenden wie etwa Margot Friedländer oder auch Eva Umlauf. Diese eingeblendeten Passagen verleihen dem Gezeigten zusätzliche Tiefe und machen klar:

Das, was der Film hier beschreibt, ist keine Fiktion, ist keine Übertreibung. Um es mit Primo Levis Worten zu sagen, die den Film als eingeblendete Texttafel einrahmen: „Es ist geschehen – und folglich kann es wieder geschehen.“ FÜHRER UND VERFÜHRER arbeitet die Thematik des Aufstiegs des nationalsozialistischen Terrorregimes durch die Planung RZ_Siegel_FBW_PRÄDIKAT B E S O N D E R S WERTVOLLdes Propagandaleiters Goebbels historisch genau, wissenschaftlich fundiert und mit klugem Gespür für Zwischentöne auf. Das macht ihn zu einem wichtigen Film zur rechten Zeit, der mahnt, aus dem, was geschehen ist, für die Gegenwart zu lernen.

Weitere Informationen zur Wertung der FBW: https://www.fbw-filmbewertung.com/film/fuehrer_und_verfuehrer

Details zu Führer und Verführer

Titel:Führer und Verführer
(Deutschland 2023)
FSK:12
URL:https://www.wildbunch-germany.de/movie/fuehrer-und-verfuehrer
Verleih:Wild Bunch Germany
Genre:Drama
Regie:Joachim A. Lang
Darsteller:Robert Stadtlober, Fritz Karl, Franziska Weisz
Spielzeit:135 Minuten
Filmstart:11. Juli 2024
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