Männerherzen und die ganz ganz große Liebe

Männerherzen und die ganz ganz große Liebe © 2011 Warner Bros.

Eine neue Runde für die sechs Prototypen des starken Geschlechts ist eingeläutet: Philip (Maxim Mehmet) hat es geschafft und in Berlin sein Bio-Café „Life“ eröffnet. Es läuft so gut, dass er eine zweite Filiale plant und mit seiner Nina (Jana Pallaske), die kurz vor der Geburt von Zwillingen steht, in eine schöne, große Wohnung zieht. Freund Niklas (Florian David Fitz) dagegen, einst erfolgreicher Werber, ist nach dem Scheitern seiner Beziehung und dem Verlust des Jobs auf dem Tiefpunkt angekommen und träumt nur noch vom Wiedersehen mit Maria (Inez Björg David), inzwischen erfolgreicher Serienstar. Musikproduzent und Ex-Womanizer Jerome (Til Schweiger) kehrt, nachdenklich geworden, zurück in seine Vergangenheit und sucht in der Provinz bei den Eltern nach einem neuen Sinn in seinem einstigen Überflieger-Leben. Nur Schlagerstar Bruce (Justus von Dohnányi) explodiert geradezu vor Energie: Er entdeckt das Internet und steigert sich in einen Jugendwahn hinein, der seinen neuen Song „Die ganz, ganz große Liebe“ auf einer Welle ganz, ganz nach oben tragen soll.

Während der Gewerbeaufsichtsbeamte Günther (Christian Ulmen) weiter an sich und seiner Männlichkeit arbeitet, die Freundin Susanne (Nadja Uhl) von ihm einfordert, verbüßt ihr Ex-Mann Roland (Wotan Wilke Möhring) seine Haftstrafe — immerhin hatte er Günther den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen. Roland hofft auf vorzeitige Entlassung und kämpft um die Zuneigung seines Sohnes.

Lebensentwürfe und Wahrheiten prallen turbulent aufeinander und berühren, bei aller Komik, ganz ganz tief mit ihrer Ehrlichkeit — Männer eben! Jetzt pochen sie wieder: MÄNNERHERZEN war im Herbst 2009 mit über 2,1 Millionen Kinozuschauern ein Publikumshit. Aber auch die Kritik begeisterte sich für die urkomischen und nicht nur Männerherzen berührenden Erlebnisse einer Gruppe von Männern auf der Suche nach sich selbst, der Liebe und dem eigenen kleinen Glück. Zahlreiche Preise zeigen, dass Regisseur Simon Verhoeven und seinen Produzenten Quirin Berg und Max Wiedemann mit ihrer Komödie etwas Außergewöhnliches gelungen war — keine Selbstverständlichkeit in diesem Genre. Simon Verhoeven gewann mit seinem Drehbuch 2009 den bayerischen Filmpreis, Justus von Dohnányi erhielt den deutschen Filmpreis Lola als Bester Nebendarsteller und Nadja Uhl war als Beste Nebendarstellerin nominiert. Zudem wurde „Männerherzen“ mit dem „Jupiter-Award“, dem größten deutschen Publikumspreis, als bester deutscher Film des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Dem Publikum sind seine MÄNNERHERZEN-Helden richtig ans Herz gewachsen nur folgerichtig also, dass es weitergeht mit deren humor- und gefühlvollen Großstadteskapaden, die Sucht bildend sind wie bei den besten US-Serien. Nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei den Stars selbst: Alle wollten wieder dabei sein, wenn Regisseur und Autor Simon Verhoeven ein neues Kapitel im Leben seiner Geschlechtsgenossen aufschlägt. Bereits beim Schreiben des ersten Films hatte er eine Fortsetzung skizziert und insgeheim von einem zweiten Teil geträumt. Nun also ist es soweit und Verhoeven lauscht wieder dem schüchternen oder auch leidenschaftlichen Herzschlag seiner Helden und hält mit der Kamera fest, mit welchen haarsträubenden Überraschungen das Schicksal die Männer — und ihre Frauen — in den neuen Abenteuern überrumpelt.

Dabei gelingt es ihm auch, „ernstere“ Themen aufzugreifen, ohne dabei den Boden der Komödie zu verlassen. Der Film erzählt, bei aller Unterhaltung, berührende und realistische Geschichten.

Mit von der Partie sind wieder Til Schweiger, Christian Ulmen, Florian David Fitz, Nadja Uhl, Justus von Dohnányi, Jana Pallaske, Maxim Mehmet und Wotan Wilke Möhring. Unterstützung bekommen sie diesmal u. a.

Von Mina Tander, Pasquale Aleardi, Christine Schorn, Samuel Finzi, Michael Mendl und Barbara Schöneberger. Eine weitere Hauptrolle spielt auch wieder die Hauptstadt selbst — wo sonst könnte sich der ganz normale Wahnsinn des Lebens besser entfalten als in Berlin und Umgebung.

Produziert wurde MÄNNERHERZEN… UND DIE GANZ GANZ GROSSE LIEBE von Quirin Berg und Max Wiedemann, die 2007 mit DAS LEBEN DER ANDEREN den Oscar® für den Besten Fremdsprachigen Film gewannen und mit FRIENDSHIP! Den Erfolgreichsten Deutschen Film des Jahres 2010 produzierten. Sie setzen damit ihre Zusammenarbeit mit Simon Verhoeven nach MÄNNERHERZEN (2009) fort. Das Projekt wurde gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA und DFFF. Warner Bros. Pictures Germany bringt den Film am 15. September 2011 in die deutschen Kinos.

Was haben die sechs Männer und die Frauen an ihrer Seite erlebt, seit sie das Berliner Studio Fitnessworld verlassen haben und ihre Kämpfe quasi im Alltagsleben auf der Straße austragen? Jerome (Til Schweiger) hat Berlin und dem Leben auf der Überholspur nach einem Unfall den Rücken gekehrt und sucht Erlösung in der Provinz bei einer alten Liebe — vielleicht der einzig wahren? Doch seine Ex-Freundin, die er vor Jahren verlassen hat, hat längst ein neues Leben mit Mann und Kindern und will nichts mehr von ihm wissen. Verunsichert nistet Jerome sich — „ist ja nur vorübergehend“ bei seinen Eltern im alten Jugendzimmer ein und hält sich mit Holzhacken fit — sehr zur Freude von Mama, die ihn endlich wieder mit Wurstbroten versorgen kann. Eines Tages hat er eine Erscheinung: Auf einem weißen Pferd galoppiert ein Wesen aus einer anderen Welt an ihm vorbei …

Er folgt ihr mit dem klapprigen Moped zu einem Reiterhof und verliebt sich sofort in die schöne Reiterin Helena (Mina Tander). Leider ist deren Herz schon vergeben an den Schlagerstar und Aufreißer Maurizio Marquez (Pasquale Aleardi), einem aalglatten, über alle Maßen von sich überzeugten Schönling, von dessen sexuellen Vorlieben seine Fans besser nichts erfahren sollten. Die geplante Hochzeit mit der schönen Helena strebt er auch eher aus Imagegründen und auf Drängen seines Managers Martin (Fritz Karl) an.

In Berlin kann sich Philip (Maxim Mehmet), früher ein liebenswerter Chaot, dem nichts gelingen wollte, über den Erfolg seines Bio-Fastfood- Cafés „Life“ im Szenebezirk Kreuzberg freuen. Es läuft sogar so gut, dass er ans Expandieren denkt und einen zweiten Laden aufmachen will. Das Geld kann er mehr als gut gebrauchen, denn Freundin Nina (Jana Pallaske), mit der er bauchatmungsintensive Geburtsvorbereitungskurse besucht, steht kurz vor der Niederkunft. Die Nachricht, dass es Zwillinge werden, haut die werdenden Eltern dann doch kurz um. Aber da die Einnahmen sprudeln, und da Nina plant, in ihrem neuen Beruf als Grafik-Designerin zu arbeiten, zieht die junge Familie hoffnungsvoll in eine schicke, geräumige Altbauwohnung.

Für Philips Freund Niklas (Florian David Fitz), einem ehemals erfolgreichen Werbeexperten, läuft es nach der Trennung von seiner Verlobten indes nicht so gut. Er weiß nichts mit sich anzufangen vor lauter Selbstmitleid und Lebenskrise, bis ihn Philip auf eine Spur bringt: Zum letzten Mal glücklich gewesen sei er mit Maria (Inez Björg David), der jungen Schauspielerin, die drei Wochen vor seiner geplanten Hochzeit alle Weichen bei Niklas neu gestellt hatte. Via Spacebook versucht Niklas die inzwischen anerkannte Seriendarstellerin zu finden und scheut auch nicht davor zurück, ihrem Fanclub beizutreten, der aus drei exzentrischen jungen Männern besteht. Das allerdings erweist sich als ausgesprochen kontraproduktiv. Zwar gelingt es ihm, an Maria heranzukommen, aber er wird als Stalker verhaftet. Es braucht einige Anläufe und noch mehr guten Willen von Seiten Marias, bis Niklas, der von einem Fettnapf in den nächsten tapst, doch noch eine echte Chance erhält.

Als Verkäuferin bei Fressnapf arbeitet immer noch Susanne (Nadja Uhl). Ihre Freundschaft zum unbeholfenen Gewerbeaufsichtsbeamten Günther (Christian Ulmen) hat sich gefestigt. Doch sie will mehr als die netten Familienausflüge in den Zoo. Sie sehnt sich nach Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Der Versuch, Günther beim DVD-Abend sanft zu verführen, schlägt allerdings fehl — nicht nur, weil der kleine Sohn wissen will, ob sich die beiden denn nun endlich „befrüchten“. Die eigentliche Barriere ist Günthers Unsicherheit in punkto Liebesverhalten nach viel zu vielen Jahren ohne Sex. Verzweifelt ruft Günther sein Männlichkeits-Vorbild Jerome an und notiert fleißig dessen Tipps für eine heiße Liebesnacht … Während Günther sich darauf vorbereitet, Susannes Ex-Ehemann Roland (Wotan Wilke Möhring) in allen Bereichen zu ersetzen, verbüßt der U-Bahn Führer seine Haftstrafe. Immerhin hatte er versucht, seinen Rivalen durch einen beherzten Wurf ins Krokodilgehege zu entsorgen. Aus dem Knast heraus kämpft Roland, der wegen guter Führung mit vorzeitiger Entlassung rechnen darf, um die Liebe seines Sohnes. Doch dann brennen im Verlauf eines pädagogisch gut gemeinten, albernen Rollenspiels bei Roland wieder die Sicherungen durch — und damit sind alle Hoffnungen auf eine Haftverkürzung dahin.

Nur einer schwebt über allen kleinlichen Alltagsnöten und -sorgen: Schlagersänger Bruce Berger (Justus von Dohnányi). Der exzentrische, sentimentale Star ist dem Jugendwahn verfallen und will im Rapper-Outfit seine neuesten Hits vermarkten: „Die ganz, ganz große Liebe“ und den Hip Hop Versuch „Positive Energy“. Manager Martin ist angetan von der Musik, nicht aber von Bruce’ Outfit und seinem stark alkoholisierten Auftritt bei der Schlagerparade. Bruce hat genug und beschließt in einem Anfall von Größenwahn, den Song auf eigene Faust unter seinem Label herauszubringen.

Im Café Life, wo Bruce sich täglich seinen gesunden Saft abholt, rekrutiert er neue, junge Mitarbeiter und hört daraufhin zum ersten Mal von einer sagenhaften, neuen Erfindung: dem Internet. Bruce, der sofort die phänomenalen Möglichkeiten der Vermarktung erkennt, ist elektrisiert. Philip vermittelt ihm Niklas als Berater, Günther als Buchhalter und Nina als Designerin der Bruce Berger Website.

A new business is born! Doch vor dem Erfolg steht noch einmal der totale Absturz: Bruce bringt sein Geld innerhalb kürzester Zeit mit Spacebook-Partys in seiner Wohnung durch, sein Song wird ihm vom Konkurrenten Maurizio Marquez gestohlen, und Bruce sieht keine Möglichkeit, seine Urheberschaft zu beweisen. Vor allem aber schmerzt die Erkenntnis, dass ein Outfit allein nicht automatisch zehn Jahre jünger macht … In dieser Lebenskrise führt ihn sein Weg ganz automatisch zu Jerome, dem Freund in allen Lebenslagen, und Bruce schließt gleich auch dessen Eltern in sein großes Herz mit ein: „We are family!“. Auf Jerome wartet aber nicht nur die Aufgabe, als Produzent Bruce’ Karriere zu retten und den empfindsamen Star vor einer Dummheit zu bewahren. Er muss auch eine Herzensangelegenheit ins Reine bringen: Mutig gesteht er Helena seine Gefühle, auch wenn er weiß, dass sie bald einen anderen heiraten wird. Was beide zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen, ist, dass sich der Rivale bzw. Verlobte im fernen Berlin durch einen sexuellen Übergriff selbst aus dem Verkehr gezogen hat. Ein Vorfall, der wiederum Günther die Gelegenheit bietet, sich einmal mehr als vielleicht unbeholfener, aber echter Held zu beweisen …

Details zu Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe

Titel:Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe
Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe (Deutschland 2011)
FSK:6
URL:http://wwws.warnerbros.de/maennerherzen/
Verleih:Warner Bros.
Genre:Komödie
Regie:Simon Verhoeven
Darsteller:Justus von Dohnanyi, Christian Ulmen, Florian David Fitz
Spielzeit:112 Minuten
Filmstart:15. September 2011
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