Star Trek – Raumschiff Voyager (TV Serie)

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von Peter Osteried | 22.02.2022

Es hatte sich etabliert, dass zwei „Star Trek“-Serien zeitgleich produziert und ausgestrahlt werden. Als „Star Trek: The Next Generation“ endete, begann man so mit der Arbeit an „Star Trek: Voyager“ (im Deutschen überflüssigerweise „Star Trek: Raumschiff Voyager“). Die Serie wurde von Rick Berman, Michael Piller und Jeri Taylor entwickelte und debütierte im Jahr 1995.

voy1Bild: Star Trek - Voyager (c) Paramount

Star Trek: Voyager

Auch bei dieser Serie sollte wieder etwas neu sein. Erstmals in der Geschichte des Franchise sollte der Captain und damit die Hauptfigur eine Frau sein: Kathryn Janeway. Man hatte dafür auch eine bekannte Schauspielerin rekrutiert, aber Genevieve Bujold fühlte sich dabei nicht wohl. Die Dreharbeiten hatten begonnen, das SF-Setting sprach aber nicht zu ihr. Sie wollte raus und man besetzte neu mit Kate Mulgrew.

Gestrandet

Die neue Serie sollte wieder die Abenteuer eines Raumschiffs erzählen, aber dennoch aus dem üblichen Muster ausbrechen. Darum verschlägt es die Voyager im Pilotfilm auch in den weit entfernten Delta-Quadranten. Die Heimreise dauert somit mindestens 70 Jahre und es gibt keinerlei Ressourcen, auf die man setzen könnte, da alles in diesem Quadranten unbekannt ist. Um die Situation noch zuzuspitzen, müssen sich auf dem Schiff zwei Crews zusammenraufen.

Denn auf der einen Seite hat man die Leute von der Sternenflotte, auf der anderen ehemalige Sternenflottenoffiziere, die sich der Widerstandsbewegung Maquis angeschlossen haben, die gegen Cardassianer kämpfen, aber als Terroristen gelten. Aus dieser Konstellation heraus hätte es an Bord der Voyager einige Konflikte geben müssen, doch dazu kam es nicht. Das dramatische Potenzial dieser beiden Crews ließ die Serie fast völlig links liegen.

Die Hauptcrew besteht aus Robert Beltran als Chakotay, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Roxann Dawson als Halbklingonin B’Elanna Torres, Garrett Wang als Harry Kim, Robert Picardo als Holodoc und Tim Russ als Vulkanier Tuvok. Jennifer Lien als Kes und Ethan Phillips als Neelix stießen erst im Delta-Quadranten dazu – letzterer war der Koch.

Begegnung mit den Borg

Star Trek: Voyager“ lief schlechter als „Star Trek: Deep Space Nine“. Man fragte sich, ob bei den Fans schon eine Übersättigung stattgefunden hatte. Etwas, worüber man heute angesichts einer Vielzahl von aktuellen Serien nur lächeln kann. Damals versuchte man dann aber, dem Trend entgegenzusteuern. Auf ähnliche Weise, wie man es bei „Star Trek: Deep Space Nine“ getan hatte.

Mit der vierten Staffel gab es ein neues Crew-Mitglied – die von Jeri Ryan gespielte Ex-Borg Seven of Nine. Mit ihr hielten auch die Borg Einzug, die im Delta-Quadranten beheimatet sind und eine fortlaufende Bedrohung für die Voyager darstellen.

Um Platz für Seven of Nine zu schaffen, musste Jennifer Lien gehen. Der Abschied von Kes war mehr eine Formalität, als eine Herzensangelegenheit. Mit Seven Of Nine zog eine andere Dynamik ein. Janeway hatte ihr gegenüber etwas Mütterliches, sie entdeckte die Welt um sich herum neu, da sie als Kind assimiliert worden war, und reichlich Sex-Appeal war auch vorhanden. Gemeinhin sind die Folgen der Staffeln 4 bis 7 bei den Fans beliebter als die ersten drei.

Generell gilt aber: „Star Trek: Voyager“ war nie so beliebt wie die beiden direkten Vorgänger-Serien. Erst in den letzten Jahren hat sich das etwas relativiert, weil nun auch die nostalgisch rosarot gefärbte Brille greift und man sich bei der Serie heimisch fühlt. Das gilt natürlich insbesondere für die Trekkies, die mit der düsteren Erzählart des neuen „Star Trek“ nicht so recht warmwerden.

voy6Bild: Star Trek - Voyager (c) Paramount

Der Weg nach Hause

Natürlich gab es immer wieder Abkürzungen und natürlich findet die Voyager nach sieben Staffeln den Weg nach Hause. Wie hätte es auch anders sein können? Der Status Quo war dann also ein gänzlich anderer, weswegen man die in der Serie etablierten Figuren auch nicht mehr auf einem Schiff zeigen konnte. Überhaupt hat man nur wenig von ihnen gesehen. Kate Mulgrew war als Admiral Janeway kurz in „Star Trek: Nemesis“ zu sehen und Robert Picardo war noch während der Produktion der Serie in „Star Trek: Deep Space Nine“ und in „Star Trek: Der erste Kontakt“ dabei.

Janeway ist nun aber eine Hauptfigur in der neuen Animationsserie „Star Trek: Prodigy“. Sie hilft als Hologramm der Crew eines Sternenflottenraumschiffs, ist aber auch als ältere Janeway zu sehen. Gesprochen wird sie dabei von Kate Mulgrew. In der Serie tauchte bisher auch Chakotay auf, der von Robert Beltran gespielt wurde. Ob es weitere Auftritte der Voyager-Crew geben wird, muss man erst noch sehen. Jeri Ryan war als Seven of Nine in der ersten Staffel von „Star Trek: Picard“ dabei.

„Star Trek: Voyager“ wurde von 1995 bis 2001 produziert und brachte es auf sieben Staffeln.

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© Bilder: Paramount

Details zu Star Trek – Raumschiff Voyager

Titel:Star Trek – Raumschiff Voyager
Das Geistervolk ( 1999)
FSK:12
Darsteller:Kate Mulgrew, Robert Beltran, Roxann Dawson, Jennifer Lien, Robert Duncan McNeill, Ethan Phillips, Robert Picardo, Tim Russ, Jeri Ryan, Garrett Wang, Tarik Ergin
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