Die Croods: Alles auf Anfang – Die Steinzeit-Sippe ist zurück

  

von Peter Osteried | 01.03.2021

Das Animations-Sequel „Die Croods: Alles auf Anfang“ startet am 25. März in den deutschen Kinos – falls die dann schon wieder offen haben.  

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Acht Jahre werden hierzulande vergangen sein, wenn DIE CROODS – ALLES AUF ANFANG in die Kinos kommt. In den USA waren es siebeneinhalb, da Universal das Sequel letzten November inmitten der Pandemie gestartet hat. Damit eroberte man zwar mehrmals Platz 1, das Einspielergebnis blieb aber natürlich eher bescheiden. Nun hofft man hierzulande auf bessere Umstände.

Die Croods: Alles auf Anfang – Zur Handlung

Die Steinzeitfamilie Crood schlägt sich durchs Leben, als Töchterchen Eep den jungen Guy rettet, mit zur Familie nimmt und sich unsterblich verliebt, so wie er auch er in sie. Guy erzählt den Croods von einer besseren Welt, in der man nicht immer ums Überleben kämpfen muss, sondern Nahrung im Überfluss vorhanden ist. Also begeben die Croods sich auf die Reise, dieses sagenhafte Land zu finden.

Tatsächlich stoßen sie auch auf ein Tal, das durch eine Mauer von der Außenwelt abgetrennt und ziemlich sicher ist – ganz zu schweigen von Obst in Hülle und Fülle. Hier leben die Bettermans, evolvierte Menschen, deren Leben recht angenehm ist. Aber Töchterchen Dawn ist einsam, weswegen Vater Betterman alles daransetzt, Guy für sie zu gewinnen. Aber das führt zu Konflikten mit den einfach gestrickten Croods.

Die Croods: Alles auf Anfang – Eine Kritik

Um die acht Jahre für ein Sequel sind eine lange Zeit, insbesondere im Bereich des Animationsfilms, da hier längst eine neue Generation an Zuschauern herangewachsen ist. Da war es sicherlich hilfreich, dass es nach dem ersten Film im Jahr 2013 zwei Jahre später zumindest eine Animationsserie gab. Das filmische Sequel war da nämlich schon in Schwierigkeiten geraten. Die Produktion verzögerte sich so sehr, dass man bei Universal Ende 2016 den Stecker zog, nur um im Jahr darauf zu entscheiden, doch wieder weiterzumachen. Das Ergebnis gibt es nun zu sehen – und es ist hübsch geworden.

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Der Film ist flott erzählt, in seiner Erzählstruktur zwar etwas episodisch, aber dafür voller Referenzen auf andere Filme (Gandalf und der Balrog lassen grüßen) und mit reichlich absurden Ideen geschmückt. So etwa der, dass der Crood-Sohn als Höhlenmensch natürlich noch nie von einem Fenster gehört hat, im Heim der Bettermans aber nun eines hat und davor herumhängt wie heutige Menschen vor dem Fernseher.

Phantasievoll ist der Film auch bei der Darstellung der urzeitlichen Tiere. Ein besonderes Highlight ist die Wolfsspinne. So hat man sich die nicht vorgestellt und wohl auch Arachnophobiker werden zugeben müssen, dass sie süß ist.

Fazit

DIE CROODS – ALLES AUF ANFANG erfindet das Rad nicht neu und ist nicht der nächste Schritt in der Evolution, sondern verpackt im Grunde nur neu, was man ohnehin schon mal gesehen hat. Aber das macht der Film auf gute und vergnügliche Art. Das sogar so sehr, dass er nicht nur für die jüngsten Zuschauer ein großer Spaß ist, sondern auch Erwachsene zu unterhalten versteht. Wer des Englischen mächtig ist, sollte im Original gucken: Nicolas Cage, Peter Dinklage, Leslie Mann und Ryan Reynolds, um nur ein paar zu nennen, sind eine stimmliche Wucht.

Bewertung: 4/5****

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Bilder: (c) Universal Pictures