Star Wars Kanon: Das offizielle Star Wars-Universum von A-Z

  

Das „Star Wars“-Franchise gibt es schon so lange, dass es nicht leicht fällt, den Überblick über all die Filme, Serien, Videospiele, Bücher, Comics und vieles mehr zu bewahren. Welches Material gilt in diesem fiktiven Universum als offiziell gültig und was darf übertrieben ausgedrückt als Apokryphe bezeichnet werden? Die Antwort auf diese Frage hätte vor geraumer Zeit noch eine recht lange Liste beinhaltet und sich gleichzeitig in mehrere Richtungen aufgeteilt — vom G-Kanon, welches quasi alles mit einschließt, dass jemals George Lucas‘ Ideenschmiede verlassen hat, bis hin zum D-Kanon, welches sich lediglich um eine Serie dreht, die nie veröffentlicht wurde.

Was gehört ganz offiziell ins Star Wars-Universum?

Doch seit Disney die Rechte an dem beliebten Franchise besitzt, ist alles anders. Das erweiterte Universum (EU) zählt nun nicht mehr. Das komplexe System wurde ausgekoppelt und wird von Fans als Legends-Universum (EU-Romane haben auch eine "Legends"-Kennzeichnung erhalten, soweit sie noch weiter ausgeliefert werden, bzw. erneut in Druck gehen) bezeichnet. Diese Art der Kanonizität darf jedoch als veraltet angesehen werden und hat keine Gültigkeit. Wir können uns also auch komplett von allen Inhalten aus den lange so sehr geliebten Videospielen (Jedi Knight, X-Wing, Tie-Fighter, Rebel Assault etc.) verabschieden. Was zählt, sind die Originaltrilogie, die Prequel-Trilogie und die moderne Trilogie, die mit „Star Wars Episode VII“ ihren Anfang nahm. Außerdem werden alle neuen Begleitmedien — beginnend mit den Animationsserien Star Wars: The Clone Wars und „Star Wars Rebels“ - die gleiche Kanonizität wie die Filme haben.

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Folgend findet ihr nun alle Medien und Geschichten, die Teil des Star-Wars-Kanon sind. Dabei haben wir uns für eine chronologische Auflistung entschieden. In welcher Reihenfolge ihr die Filme und Serien letztendlich guckt, ist euch überlassen; jeder präferiert hier eine andere Vorgehensweise und das Internet ist voll von Foren, in welchen genau dieses Thema diskutiert wird. Daher haben wir die Einträge nicht nur mit einer groben Zusammenfassung der Geschichte versehen, sondern auch mit einem Vermerk auf die Zeitlinie. Wer sich einfach nur einen groben Überblick verschaffen will, liest lediglich den ersten Absatz. Danach folgen Details zur Handlung, die für Neulinge des Universums Spoiler enthalten könnten.

Star Wars: Episode IV — Eine neue Hoffnung (Premiere: 09. Februar 1978)

Vor langer Zeit, in einer weit entfernten Galaxie, herrscht ein grausames Imperium über die bekannten Weiten des Alls. Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher) vom Planeten Alderaan ist Mitglied einer Allianz aus Rebellen, die sich dem grausamen Regime entgegen stellen. Durch ihre Kontaktaufnahme zu dem geheimnisvollen Jedi Obi-Wan Kenobi (Alec Guiness) gerät auch dessen Schützling, der Farmer Luke Skywalker (Mark Hamill), in das Kreuzfeuer zwischen Freiheitskämpfern und dem Handlanger des Imperators: Darth Vader (David Prowse). Luke entpuppt sich als Sohn eines legendären Jedi-Ritters und möglicherweise letzte Hoffnung, die dunkle Seite zu stoppen.

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Episode IV ist der erste veröffentlichte Spielfilm und war ursprünglich lediglich als „Star Wars“, beziehungsweise „Krieg der Sterne“ bekannt. Chronologisch spielt dieser Teil zwar nach der Prequel-Trilogie — welche erst Jahrzehnte später das Licht der Kinowelt erblicken sollte -, inhaltlich führt er jedoch in das Universum ein und kann getrost als Grundstein dessen bezeichnet werden, was später das SW-Universum bilden sollte. Außerdem werden durch die Prequel-Trilogie Geheimnisse und Wendungen der originalen Trilogie gespoilert/vorweggenommen, die Original-Reihe hat dafür lediglich Verweise auf Inhalte der Vorgeschichte.

Fun-Fact: Auch wenn wir es uns heute nur noch schwer vorstellen können, so war „Star Wars“ zu Zeiten seiner Premiere nicht unbedingt Grund für Begeisterungsstürme. Nur wenige Kinobetreiber in den USA waren bereit, den Film in ihren Einrichtungen zu zeigen.

Star Wars: Episode V — Das Imperium schlägt zurück (Premiere: 12. Dezember 1980)

Drei Jahre sind seit „Episode IV“ vergangen. Nach dem Sieg bei der Schlacht um den Todesstern, mussten die Rebellen ihre alte Basis aufgeben und sich neu organisieren. Doch das Imperium schläft nicht und holt zu einem gewaltsamen Gegenschlag aus, der das Schicksal des Kriegs zu ihren Gunsten wenden kann. In diesen schweren Zeiten suchen die Helden der Rebellion Hilfe bei einem alten Freund des legendären Schmugglers Han Solo (Harrison Ford), während der Junge Skywalker seine Ausbildung zum Jedi beginnt, beim vielleicht letzten Jedi-Meister im ganzen Universum: Yoda (Frank Oz).

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Unnötig zu erwähnen, dass „Episode V“ direkt nach „Episode IV“ gesehen werden sollte. Gleichzeitig schwören einige Fans jedoch darauf, den fünften Teil der Saga direkt nach „Episode I“ zu schauen und „Episode II“ folgen zu lassen. So lässt sich die Entwicklung des Luke Skywalker mit der seines Vaters, Anakin Skywalker, vergleichen, der die Hauptrolle der Prequel-Trilogie einnimmt. Nebenbei ist diese Episode auch berühmt dafür, den Kopfgeldjäger Boba Fett (Jeremy Bulloch) eingeführt zu haben, einem der beliebtesten Antagonisten aller Zeiten. Auch wenn sein gesamter Text in „Das Imperium schlägt zurück“ gering genug ist, um die 140-Zeichen-Vorgabe eines Tweets zu erfüllen.

Fun Fact: Wir können uns zwar nur vage vorstellen, wie die Hauptfigur in einer späteren Fantasyserie wohl geheißen hätte, wenn es dazu gekommen wäre, nichtsdestoweniger sollte der kleine, grüne Jedi-Meister ursprünglich nicht Yoda heißen, sondern Buffy. Wir sind auf jeden Fall froh, dass sich letztendlich dagegen entschieden wurde.

Star Wars Episode VI — Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Premiere: 09. Dezember 1983)

Der berüchtigte Schmuggler Han Solo, Freund des Rebellionshelden Luke Skywalker, ist immer noch ein Gefangener des Gangsterbosses Jabba der Hutte. Die Rettungsaktion von Leia schlägt fehl und nun liegt es in den Händen von Luke, seine Freunde aus dieser misslichen Lage zu befreien. Doch am Horizont bahnen sich bereits viel dunklere Wolken an. Das Imperium arbeitet an einer neuen Version des Todessterns und Darth Vader ist davon besessen, Luke auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen.

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„Episode VI“ bildet den Abschluss der originalen Trilogie. Im ursprünglichen Kanon würden jetzt noch etliche Bücher, Videospiele und andere Medien ihren Platz finden und schier endlose Geschichten aus tausend Welten erzählen, seit der Übernahme durch Disney sind diese jedoch alle nicht mehr Teil des Universums. Direkt im Anschluss an diese Ereignisse folgt also die moderne Fortsetzung „Star Wars: Episode VII — Das Erwachen der Macht“.

Fun Fact: Die Sith sollten ursprünglich „The Damned“ - übersetzt also: die Verdammten — heißen. Da der alte George Lucas mit Punkmusik nicht viel am Hut hat und im Jahr 1977 eine Band dieses Genres ihr Debüt feierte und diese sich „The Damned“ nannten, nahm er von diesem Vorhaben wieder Abstand und änderte die Einträge entsprechend ab.

Star Wars Episode I — Die dunkle Bedrohung (Premiere : 19. August 1999)

Lange vor den Ereignissen der originalen Trilogie gab es schon einmal einen Helden und Machtnutzer mit dem Namen Skywalker: Anakin. Wie er zu dem Mann wurde, den wir in „Episode IV — Eine neue Hoffnung“ kennen gelernt haben, wird in dieser Prequel-Trilogie erzählt. Das Imperium existiert noch nicht und der galaktische Senat arbeitet eng mit dem Rat der Jedi zusammen. Ein Jedi-Ritter und sein Schüler werden in politische Intrigen und dunkle Machenschaften verwickelt, die letztendlich dazu führen, dass sie auf den jungen Anakin Skywalker treffen, einem Kind, das den Jedi schon vor vielen Jahrhunderten prophezeit wurde. Gleichzeitig erhebt sich ein uralter Feind der Jedi, verborgen im Schatten, doch bereit, sich seinen Feinden direkt entgegen zu stellen. Diese sind völlig unvorbereitet …

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Sechzehn Jahre nach Abschluss der originalen Star-Wars-Saga wird das Franchise wiederbelebt. Die Vorgeschichte konzentriert sich auf den Aufstieg des Imperators und die Ausbildung von Anakin Skywalker, dem Verhältnis zu seinem Ausbilder Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und seinem Wechsel zur dunklen Seite der Macht. „Episode I“ wirft den Zuschauer ins kalte Wasser und erwartet einige Vorkenntnisse zur Geschichte. Diese sind nicht unbedingt nötig, um der Handlung folgen zu können, vereinfachen diesen Prozess jedoch deutlich, weswegen sich „Die dunkle Bedrohung“ als Einstieg in die Filme vor allem für Kenner des SW-Universums empfiehlt.

Fun Fact: Wie kann man eine Armee, die wirklich, wirklich böse ist, so aussehen lassen, dass man es ihr auch sofort ansieht? Richtig. Lasst sie wie Nazis aussehen. Das Design der imperialen Offiziere orientiert sich an den Wehrmachtsuniformen aus dem zweiten Weltkrieg. Dunkel. Abgrundtief böse. Aber mit Stil.

Star Wars: Episode II — Angriff der Klonkrieger (Premiere: 16. Mai 2002)

Seit den Ereignissen aus „Episode I“ sind zehn Jahre in die Galaxie gezogen. Anakin Skywalker (Hayden Christiansen) ist Padawan des Jedi-Ritters Obi-Wan, die politische Situation pendelt in Richtung Bürgerkrieg und der mysteriöse Count Dooku (Christopher Lee) führt die Separatistenbewegung zu nie geahnter Stärke. Die Ex-Königin und Senatorin Amidala (Natalie Portman) gerät bei all diesen Gefahren ins Kreuzfeuer, weswegen Anakin und sein Lehrer auf die Politikerin Acht geben sollen. Doch der junge Padawan verfällt der schönen Bekannten aus Kindertagen — missachtend, dass Beziehungen den Jedi verboten sind …

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Die Geschichte von „Angriff der Klonkrieger“ ist vor allem im Kontrast zur originalen Trilogie interessant, da die verschiedenen Ausgangssituationen der jeweiligen Protagonisten kaum im krasseren Gegensatz zueinander stehen könnten. Während Anakin seit frühster Kindheit eine Ausbildung genossen hat und viele Freunde und Lehrer sich um den Jungen gekümmert haben, scheint sein Schicksal von vornherein vorbestimmt gewesen zu sein. Auf der anderen Seite offenbart sich die Macht seinem Sohn Luke erst sehr viel später und doch schafft es dieser, selbst mit minimaler Ausbildung, der dunklen Seite zu widerstehen und Anakin zu übertreffen.

Fun Fact: Habt ihr euch je gefragt, warum es so schwer fällt, sich mit der Figur des Anakin Skywalker aus „Episode II“ verbunden zu fühlen? Ärzte haben die Figur analysiert und stellten bei dem jungen Padawan sechs der neun Diagnose-Kriterien einer Borderline-Persönlichkeitsstörung fest. Noch Fragen?

Star Wars: Episode III — Die Rache der Sith (Premiere: 19. Mai 2005)

Drei Jahre nach „Angriff der Klonkrieger“ ist die Galaxie noch immer kein friedlicher Ort. General Grievous, Anführer der Droidenarmee der Seperatisten, entführt Kanzler Palpatine (Ian McDiarmid). Es kommt zur finalen Auseinandersetzung zwischen Count Dooku und Anakin, welcher sich nach diesen Ereignissen ungenügend gewertschätzt fühlt. Als ihn dann auch noch Alpträume vom Tod seiner schwangeren Frau Padmé plagen, ist es für den wahren Feind der Jedi ein Leichtes, den verunsicherten Jedi-Ritter auf die dunkle Seite zu ziehen …Nun zeigt Kanzler Palpatine sein wahres Gesicht: Er ist der Sithlord Darth Sidious. An seiner Seite wird Anakin als DarthVader dienen und herrschen. Vaders erste Aufgabe besteht in der Erstürmung des Jedi-Tempels. Zusammen mit den nun aus der Klonarmee hervorgegangenen Imperialen Sturmtruppen metzelt Vader alle im Tempel verbliebenen Jedi nieder, während in der ganzen Galaxis Säuberungsaktionen gegen die Jedi stattfinden. Die Jedi werden ausgelöscht, nur wenige (wie Yoda und Obi-Wan überleben). Dies ist die Geburt des Imperiums. Zum Ende des Films sehen wir, den Beginn der Bauarbeiten am (ersten) Todesstern. Luke und Leia werden vor dem Imperator und Vader versteckt.

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Wer mit „Episode I“ gestartet hat und nun bei dem dritten Teil der Prequel-Trilogie angekommen ist, sollte nun das Spin-Off „Rogue One“ gucken, da dieser Film die originale und die Prequel-Trilogie miteinander verbindet und einen sauberen Übergang bietet.

Star Wars: Episode VII — Das Erwachen der Macht (Premiere: 17. Dezember 2015)

Es sind über drei Jahrzehnte vergangen, seit das Imperium seinen Imperator verloren und Luke Skywalker seinen Vater zu Grabe getragen hat. Die einstigen Helden sind in alle Himmelsrichtungen verteilt und das Imperium hat sich unter dem Banner der „Ersten Ordnung“ neu formiert. Abseits von Krieg und Politik lebt die junge Rey (Daisy Ridley). Das machtintensive Mädchen wird gegen ihren Willen in den Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt und erfährt schon bald am eigenen Leib, dass die Geschichten über die Macht, den Todesstern und den letzten Jedi alle wahr sind.

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Nach der Übernahme von Star Wars durch Disney war sofort klar, dass noch viele Filme folgen würden. Den Anfang machte 2015 „Das Erwachen der Macht“, die Fortsetzung zur originalen Trilogie. Der Film eignet sich vor allem für Kenner des Universums und empfiehlt sich entsprechend vor allem jenen, die vor nicht allzu langer Zeit „Episode VI“ abgeschlossen haben. Solltet ihr Vorerfahrung haben und euch für den direkten Vergleich der Protagonisten interessieren, sollte die Reihenfolge: „Die dunkle Bedrohung“, „Eine neue Hoffnung“ und „Das Erwachen der Macht“ lauten.

Fun Fact: Harrison Ford und Regisseur J.J. Abrams haben sich nicht erst durch die Dreharbeiten an Episode VII kennen gelernt. Ihre Beziehung begann bereits vor 25 Jahren, als der junge Abrams das Drehbuch zu „In Sachen Henry“ schrieb, in welchem Harrison Ford die Hauptrolle spielen sollte.

Rogue One: A Star Wars Story (Premiere: 15. Dezember 2016)

Die Geschichte dieses Spin-Offs ist chronologisch zwischen „Episode III“ und „Episode IV“ einzuordnen und erzählt die Geschichte, wie die Rebellen an die Pläne des Todessterns gelangt sind. Diese Ereignisse leiten die Geschichte der originalen Trilogie überhaupt erst ein und führen letztendlich dazu, dass Luke Skywalker in die Ereignisse verwickelt wird. Dabei konzentriert sich der Film auf die Mission eines kleinen Trupps aus Rebellen, die ihr Leben riskieren, um den Bau der neuen Superwaffe des Imperiums zu verhindern.

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Rogue One“ spielt, um ganz genau zu sein, direkt vor den Ereignissen von Episode IV. Das Ende des Spin-Offs und der Anfang der Hauptsaga gehen fließend ineinander über. So ist es auf jeden Fall ratsam, diesen Film direkt vor Beginn von „Eine neue Hoffnung“ zu gucken. Seid jedoch gewarnt, dass diese Star-Wars-Geschichte ebenfalls gewisse Vorkenntnisse voraussetzt und sich entsprechend eher für Insider eignet, als für Neueinsteiger.

Fun Fact: Ihr dachtet, Boba Fett hätte in „Episode V“ wenig zu sagen gehabt? In „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ beschränkt sich sein Text auf ein langgezogenes „Aaaargh“.

Star Wars: Episode VIII: Die letzten Jedi (Premiere: 14. Dezember 2017)

Die Ereignisse in Episode VII werden im achten Kapitel beinahe nahtlos weitererzählt. Die Starkiller-Basis der Ersten Ordnung wurde vernichtet, doch zu einem ungeheuren Preis. Die Republik ist nach dem Angriff auf mehrere ihrer Planeten immens geschwächt und wird nur noch durch Generalin Leias (Carrie Fisher) Widerstandstruppen verteidigt. Während diese einen aussichtslosen Kampf gegen die Anhänger von Sith-Lord Snoke (Andy Serkis) bestreiten, versucht Protagonistin Rey (Daisy Ridley) beim letzten überlebenden Jedi in Lehre zu gehen: Meister Luke Skywalker (Mark Hamill).

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Episode VII und VIII spielen zeitlich knapp nach "Star Wars Resistance". Damit finden die Handlungsstränge dieser beiden Werke circa 34 Jahre nach Abschluss der originalen Trilogie statt; Figuren, Themen und Ereignisse der bisherigen Filme werden hier entweder direkt aufgegriffen oder zumindest erwähnt. Genau wie sein Vorgänger schaffte es auch "Die letzten Jedi", Kritiker global von sich zu überzeugen, Fans jedoch eher mit gemischten Gefühlen zurückzulassen. Seinem Erfolg hat es nicht geschadet, stehen doch circa 200 - 250 Millionen US-Dollar an Produktionskosten, 1,332 Milliarden US-Dollar Einnahmen an den weltweiten Kinokassen gegenüber.

Fun Fact: Seit Erscheinen in "Das Erwachen der Macht" wird darüber spekuliert, wer Supreme Leader Snoke in Wirklichkeit sein könnte. Die ernüchternde Wahrheit sieht jedoch so aus, dass der Anführer der New Order bisher nicht im Kanon von Star Wars aufgetreten ist. Es darf angenommen werden, dass seine Existenz Imperator Palpatine bekannt gewesen ist, doch es gibt keine Hinweise darauf, dass die beiden sich je begegnet sind.

Solo: A Star Wars Story (Premiere: 25. Mai 2018)

Dieser Space-Western erzählt die Origin-Geschichte des beliebten Schmugglers Han Solo, welcher in der originalen Filmreihe von Harrison Ford verkörpert wurde. Die jüngere Version der Figur wird in diesem Spin-Off von Alden Ehrenreich gespielt, welcher manchen vielleicht aus Filmen wie "The Yellow Birds", "Hail, Caesar!" und "Blue Jasmine" bekannt sein dürfte. Die Handlung spielt knapp 14 Jahre vor den Ereignissen in "Eine neue Hoffnung" beziehungsweise fünf Jahre nach Abschluss der Prequel-Trilogie. Am Besten schaut ihr diesen Film nach der Prequel-Trilogie und vor "Rouge One".

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Obwohl "Solo: A Star Wars Story" gute Bewertungen einfahren konnte, blieben die Einspielergebnisse des Werks unter den Erwartungen von Disney. Einer der vielen Gründe für diese Situation war unter anderen der Versuch einiger Fans, das Werk zu boykottieren, um damit gegen die Filmpolitik von Disney zu demonstrieren. Für viele Freunde des Star-Wars-Universums ging dieser Schuss nach hinten los, führte das Umdenken seitens der US-amerikanischen Produktionsfirma schlussendlich dazu, dass ein geplantes Solo-Abenteuer über den Kopfgeldjäger Boba Fett erst einmal auf Eis gelegt wurde.

Fun Fact: Für "Solo: A Star Wars Story" wurden über 500 Kreaturen der verschiedensten Art entworfen, außerdem musste das Design-Team über 1.000 Kostüme kreieren.

Star Wars: Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers (Premiere: 19. Dezember 2019)

Den Abschluss der Sequel-Trilogie bildet "The Rise of Skywalker", welcher nicht nur von J.J. Abrams produziert wird, dieser übernimmt zudem die Regie und schrieb zusammen mit Chris Terrio das Drehbuch. Letzteres musste noch einmal abgeändert werden, da das unerwartete Ableben von Carrie Fisher die Pläne für den Plot durcheinandergebracht hat. Ursprünglich sollte Leia nämlich eine zentrale Rolle in den aktuellen Ereignissen einnehmen, nun beschränkt sich ihr Auftreten jedoch auf nicht verwendetes Material aus den vorangegangenen Filmen.

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Mit diesem Werk endet nicht nur die Sequel-Trilogie, sondern die gesamte Skywalker-Saga, welche nun neun Filme umfasst. Disney gab jedoch bereits bekannt, dass auch nach "The Rise of Skywalker" neue cineastische Abenteuer im Star-Wars-Universum folgen sollen. Hierfür wurde Rian Johnson, welcher Regie und Drehbuch in "Die letzten Jedi" übernahm, angeheuert, um den Erstling der nachfolgenden Trilogie umzusetzen. Nach dem Misserfolg von "Solo: A Star Wars Story" soll sich der bisher eingeschlagene Kurs jedoch verändern.

Fun Fact: Im Jahr 1977 dominierte eine Disco-Version der Star-Wars-Titelmusik zwei Wochen lang die Charts. Das Werk stammt von Meco und heißt "Star Wars and Other Galactic Funk: Star Wars". Das Lied, beziehungsweise das gesamte Album, kann auf Youtube gefunden werden.

Star Wars: The Clone Wars (Serienstart: 03. Oktober 2008)

Diese Animationsserie basiert auf dem gleichnamigen Animationsfilm und wurde ursprünglich auf Cartoon Network ausgestrahlt. Die Serie behandelt die Ereignisse zwischen Episode II und III. Dabei werden viele neue Figuren eingeführt, aber auch neue Informationen über bekannte Charaktere aufgedeckt. Außerdem wird das Schicksal verschiedener Persönlichkeiten geklärt, die in den ersten beiden Teilen der Prequel-Trilogie einen Auftritt hatten. „The Clone Wars“ erstreckt sich über sechs Staffeln und wurde nach der Übernahme durch Disney eingestellt und durch die Fortsetzung „Star Wars: Rebels“ abgelöst.

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Fun Fact: Ursprünglich wurden die folgen dieser Serie nicht in der Reihenfolge ihrer Entwicklung ausgestrahlt, sondern entsprechend wie Cartoon Network diese eingekauft hat. Dadurch sprang die Story zwischen einzelnen Folgen extrem hin und her, was für allgemeine Verwunderung unter den Zuschauern sorgte.

Star Wars: Rebels (Serienstart: 03. Oktober 2014)

Dies ist die Nachfolgeserie zu „Star Wars: The Clone Wars“. Die Handlung spielt direkt vor den Ereignissen von „Episode IV — Eine neue Hoffnung“. Entsprechend gibt es in dem Spin-Off „Rogue One“ Anspielungen auf diesen Animationsableger. Die Rahmenhandlung verfolgt die Abenteuer einer kleinen Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich mal mehr, mal weniger offen mit dem Imperium anlegen und dadurch nach und nach die Aufmerksamkeit von wirklich mächtigen Feinden auf sich lenken.

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Die US-amerikanische Serie feierte ihre Premiere auf dem Disney-Channel und gehört, genau wie „The Clone Wars“ zum offiziellen Kanon des Star-Wars-Universums. Der Ableger ist bereits nach kurzer Zeit so erfolgreich gewesen, dass Hörbücher, Romane und Comics folgten. Besonders empfehlenswert ist hier die Romanreihe „Diener des Imperiums I — IV“ von Jason Fry.

Star Wars: Die Mächte des Schicksals (Serienstart: 16. April 2017)

Auch diese Animationsserie gehört zum offiziellen Kanon von Star Wars. Bei "Die Mächte des Schicksals" handelt es sich um Kurzgeschichten, die Eindrücke aus dem Leben bekannter Figuren des Universums widerspiegelt, unter anderen Luke Skywalker, Chewbacca, Leia, Ahsoka Tano und so weiter. Die Serie entstand bei Lucasfilm Animation unter der Regie von Brad Rau. Die Folgen erscheinen ursprünglich zuerst auf dem Disney Channel, dann auf der hauseigenen App und schließlich auf Youtube.

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Für Fans der deutschsprachigen Version, welche auf Disney XD, dem hiesigen Ableger des Disney Channel, veröffentlicht wurde, fällt der Übergang von anderen Werken zu "Die Mächte des Schicksals" einfach, wurden doch die gleichen Synchronsprecher verpflichtet wie in den vorangegangenen Filmen und Serien.

Star Wars Resistance (Serienstart: 13. Oktober 2018)

Hierbei handelt es sich um eine US-amerikanische Animationsserie, die zeitlich vor "Das Erwachen der Macht" spielt. Die Serie feierte auf dem Disney Channel ihre Premiere und lief danach ebenfalls auf dem deutschen Ableger Disney XD. Die Handlung dreht sich um den jungen Kazuda Xiono, einem Piloten der Neuen Republik, welcher nach einer Auseinandersetzung mit der Ersten Ordnung vom Widerstandspiloten Poe Dameron gerettet wird. Dieser bittet Kazudo, für den Widerstand zu spionieren. In der Serie erscheinen einige Figuren aus der originalen und Charaktere aus der Sequel-Trilogie.

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Die Serie, von welcher schnell bereits eine zweite Staffel bestellt wurde, umfasst in der Ersten 21 reguläre Folgen, welche sich zum Finale hin mit "Das Erwachen der Macht" überschneiden, und 12 Kurzfolgen.

Fun Fact: Bei dem X-Wing-Modell im Opening handelt es sich um den T-85, dem fortschrittlichsten Modell dieser Reihe, welches ursprünglich als T-65 in der Original-Trilogie eingeführt wurde. Bei den X-Wings in der Serie selbst handelt es sich jedoch um T-70, einer etwas älteren Baureihe des X-Flüglers.

The Mandalorian (Serienstart: 12. November 2019)

Diese Space-Opera-Serie wurde speziell für Disneys neuen VoD-Sender Disney+ produziert und ist eine Realserie, mit Pedro Pascal in der Hauptrolle des Mandalorianers. Bei diesem handelt es sich um einen Einzelkämpfer und Söldner, welcher nach dem Niedergang des Galaktischen Imperiums in äußere Bereiche der Galaxie vordringt, weit weg vom Einflussbereich der Neuen Republik. Die Handlung setzt neun Jahre nach den Ereignissen in "Krieg der Sterne" an beziehungsweise fünf Jahre nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter".

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Für die Musik in der Serie konnte der schwedische Komponist und Musikproduzent Ludwig Göransson gewonnen werden, welcher für seine Arbeit in "Black Panther" einen Oscar erhalten hat. Außerdem zeichnet sich Göransson für die Filmmusik in "Creed - Rockys Legacy" und "Creed II" verantwortlich.

Fun Fact: Die Waffe des Mandalorianers wurde von der Waffe Boba Fetts inspiriert, wie er sie im berühmt-berüchtigten "The Star Wars Holiday Special" benutzt. Zudem wurde die Serie von Iron-Man-Veteran Jon Favreau geschrieben, welcher einst dem Charakter Pre Vizsla in "Star Wars: The Clone Wars" seine Stimme lieh.

Star Wars Kanon Timeline: Wann geschah was im Star Wars-Universum

Wenn ihr alle Star Wars-Filme und Serien in der richtigen Reihenfolge sehen wollt, dann hilft euch bestimmt unsere Star Wars-Zeittafel (Timeline) dabei. Hier sind die Filme und Serien chronologisch aufgelistet. Nicht wie oben, nach Veröffentlichungsdatum, sondern nach der zeitlichen Abfolge innerhalb der Star Wars-Geschichte.

Wichtig: Die Ereignisse rund um die Schlacht von Yavin (Krieg der Sterne, bzw. Star Wars: Episode IV) werden als Jahr 0 bezeichnet. Alle anderen Geschehnisse spielen entweder vor der Schlacht von Yavin (VSY) oder nach der Schlacht von Yavin (NSY).

32 Jahre VSY: Star Wars: Episode I - die dunkle Bedrohung (Kinofilm)

22 Jahre VSY: Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger (Kinofilm)

21-19 Jahre VSY: Star Wars: The Clone Wars Staffel 1-6 (TV-Serie)

19 Jahre VSY: Star Wars: Episode III: Die Rache der Sith (Kinofilm)

5 - 0 Jahre VSY: Star Wars: Rebels Staffel 1-4 (TV-Serie, wird fortgesetzt)

0 Jahre VSY: Star Wars: Rogue One (Kinofilm)

Die Schlacht von Yavin (das Jahr 0): Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung (Kinofilm)

3 Jahre NSY: Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück (Kinofilm)

4 Jahre NSY: Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Kinofilm)

9 Jahre NSY: The Mandalorian (TV-Serie)

xx - 34 Jahre NSY: Star Wars Resistance

34 Jahre NSY: Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht (Kinofilm)

34 Jahre NSY: Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi (Kinofilm)

35 Jahre NSY: Star wars: EPISODE IX - The Rise of Skywalker (Kinofilm)


Wir bleiben für euch am Ball und werden diese Seite mit Updates versehen, wenn neues Star Wars-Futter angekündigt ist, bzw. ein Update der Filminhalte und der Timeline notwendig geworden ist.

Redaktion: Heiner "Gumpi" Gumprecht / Timeline & ergänzende Angaben von Ralf, Quelle: Disney / Lucasfilm, 04.04.2017 | Update am 29.04.2019