Die Chemie des Todes – Ein Pathologe ermittelt (Serienkritik)

  

von Peter Osteried | 13.01.2023

Die Krimi-Serie „Die Chemie des Todes“ ist seit dem 12. Januar bei Paramount+ zu sehen. Hier ist unsere Kritik zur neuen Serie nach Simon Becketts Roman.

Chemie-des-Todes-Key ArtBild: Die Chemie des Todes (c) Paramount+

Ganz neu – und von so manchem heiß ersehnt – ist die Krimiserie „Die Chemie des Todes“ auf Basis des Romans von Simon Beckett. Der Auftakt für eine Reihe um den Pathologen David Hunter. Der Anfang ist zäh. Paramount+ hat sich keinen Gefallen damit getan, mit nur einer Folge zu starten. Streamer gehen auch bei wöchentlicher Präsentation nicht grundlos meist mit gleich zwei Folgen an den Start.

Die Chemie des Todes – Zur Handlung

Zwei Kinder finden im Wald die Leiche einer Frau – sie ist verwest, und sie trägt die Flügel eines Schwans, als wäre sie ein in Blut getauchter Engel. Dr. David Hunter war einst als Pathologe tätig, gab die Arbeit dann aber auf, um auf dem Land als Arzt zu arbeiten. Er hätte sich nicht träumen lassen, dass ihn die Umstände wieder in seinen alten Job zwingen. Aber er wird gebraucht, er sieht sich den Fundort an, er untersucht die Leiche – und wie alle in dem Ort fragt er sich: Wer hat diese Frau, die so viele im Ort kannten, ermordet? Da verschwindet eine zweite Frau …

Die Chemie des Todes – Eine Kritik

Simon Becketts Roman erschien im Jahr 2006. Seitdem sind sechs weitere Romane publiziert worden. Viel Stoff also, den Paramount+ in Serienform umsetzen kann. Der erste Roman ist mit sechs Episoden verfilmt worden, der Auftakt ist etwas langsam, obwohl eigentlich doch viel passiert. Aber es fällt schwer, ein Gefühl für den von Harry Treadaway gespielten David zu bekommen. Zumindest jedoch ist die Figur interessant gestaltet, auch wenn seine Off-Kommentare über den Verwesungsprozess von Leichen und ähnlichem schon etwas klischiert wirken.

chemie des Todes - Serie - Paramount+ Szene 001Bild: Die Chemie des Todes (c) Paramount+

Die um Glasgow herum gedrehte Serie sieht jedoch gut aus. Sie hat britisches Flair, das aber auch nicht zu sehr. „Die Chemie des Todes“ wirkt in gewisser Weise amerikanisiert. Wie sich das noch auswirkt, wird man erst in den nächsten Folgen sehen. Überhaupt: Nach der ersten Folge kann man nur von Eindrücken und einem Gefühl sprechen. Die Show ist nicht uninteressant, einige Figuren haben Eigenheiten, und der Fall fällt zumindest aus dem Rahmen.

Aber letztlich braucht es mehr als eine Folge, um wirklich sagen zu können, ob die Serie narrativ ein Erfolg werden will. Eines kann man aber jetzt schon sagen: Beim Roman wird man sehr viel schneller in den Bann gezogen.

Fazit

Aufwendige, technisch gut gemachte Krimiserie, deren Auftakt jedoch etwas langsam anmutet. Aber: Potenzial ist vorhanden.

Bewertung: 3/5***